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Rendite bei Aktien: Hoffnung auf Wert und Kurssteigerung

Die Renditeberechnung bei Aktien fußt grundsätzlich auf 2 Ertragsquellen:

  • Auf der laufenden Dividendenrendite (als jährliche Dividende in Prozent der Anschaffungskosten) und
  • auf der realisierten Wertzuwachsrendite (als Kursgewinn in Prozent der Anschaffungskosten) pro Jahr.

Wichtig: Aktien haben keine feste Rückzahlungstermine, wie beispielsweise Anleihen. Daher können Sie Ihre Rendite erst dann bestimmen, wenn Sie die entsprechende Aktie tatsächlich verkauft haben. Bis dahin haben Sie alleine

Im Vordergrund steht eindeutig die Hoffnung auf Wert- oder Kurssteigerungen.

Bei einer langfristigen Betrachtung schneiden im historischen Vergleich Aktien immer recht gut ab im Vergleich zu anderen Anlageformen.

Rendite bei Aktien: Dividenden machen nur den geringsten Anteil aus

Aktien sind Beteiligungswerte. Somit stärker als Anleihen abhängig von der jeweils ganz aktuellen Geschäftssituation des jeweiligen Unternehmens, und  vor allem von den Konjunktur- und Zukunftsaussichten.

Sie weisen sowohl hinsichtlich ihrer Kursentwicklung als auch hinsichtlich der jährlich ausgeschütteten Gewinnanteile (Dividende) Chancen und Risiken auf.

Im ungünstigen Fall wird überhaupt keine Dividende gezahlt, und zudem verlieren die Aktien infolge sinkender Kurse auch noch an Wert. Zu den guten Nachrichten zählen hingegen hohe Gewinnausschüttungen und insbesondere Wertsteigerungen infolge eines Kursanstiegs.


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Bayer-Aktien: Ein Beispiel für die Rendite bei Aktien

Wenn man beispielsweise 100 Bayer-Aktien zu einem Kurs von 80 € Ende Juni 2013 gekauft hätte, sähe die Kaufabrechnung der Bank wie folgt aus (außerbörslich direkt bei Ihrer Depotbank, um Spesen zu sparen):

=100 * 80 € Kaufkurs= 8.000 € Kurswert
+Kaufnebenkosten
Bankprovision 0,5%= 40 €
Gesamt Anschaffungskosten:8.040 €

Bayer gehört seit vielen Jahren zu den dividendenstärksten Aktien im Deutschen Aktien Index (DAX). Für das Geschäftsjahr 2013 wurde 2014 pro Aktie 2,10 € Dividende ausgeschüttet.

Dividendenrendite: 100 * Bardividende / Anschaffungskosten

Dividendenrendite:  100 * 2,10 €  / 8040 € = 2,61 %

Die ausgeschüttete Dividende betrug also  2,61% der Anschaffungskosten, wie die Rechnung zeigt.

Wichtig: am Tag der Ausschüttung sinkt der Aktienkurs um genau den Betrag der pro Aktie ausgeschütteten Dividende, den sogenannten Dividendenabschlag.

Anders als bei Anleihen gibt es hier keine „Stückzinsverrechnung“. Die jeweilige Dividende erhält immer derjenige, der die Aktien zu dem bestimmten Stichtag (in der Regel der Tag der ordentlichen Hauptversammlung) besitzt.

Es wäre nun aber sicherlich falsch, die Entscheidung für eine Aktie nur nach der Dividendenrendite zu treffen.

Denn diese Rendite kann schon im nächsten Jahr bei verschlechterter Ertragslage im Unternehmen sinken (in bestimmten Fällen sogar auf 0%, wenn für ein Jahr überhaupt keine Dividende gezahlt wird).

„Die Taube auf dem Dach“: Das Kurssteigerungspotenzial

Viel wichtiger ist aber die zweite Renditekomponente einer Aktie, nämlich ihr Kurssteigerungspotenzial.

Kaum ein Aktionär würde sich mit durchschnittlich 2 bis 3% Dividendenrendite bei deutschen Aktien zufrieden geben, wenn er nicht die Hoffnung auf steigende Kurse hätte. Die „Taube auf dem Dach“ – sprich: Hoffnung auf Kursgewinne – ist für den typischen Aktionär sehr viel wichtiger als der kleine „Spatz in der Hand“ sprich Dividende.

Nehmen wir dazu noch einmal das Beispiel der 100 Bayer-Aktien, die für 80 € pro Stück gekauft wurden.

Der Kurs hat sich innerhalb von einem Jahr bis Ende Juni 2014 auf ca. 100 € gesteigert. , Daraus ergibt sich eine  Kurs-Rendite von immerhin ca. 245%. Kursrendite (incl. Verkaufsprovision von 0,5 % gleich 50 €)

= (Verkaufserlös minus Kaufaufwendungen) * 100 / Kaufaufwendungen

=)100 Aktien * Kurs 100 =) 10.000 €  minus 50 € Provision = 9.950 €

=) (9950 – 8040) * 100 / 8040  = ca.  24 %

Zusammen mit der Dividendenrendite hat ein Anleger rund 26,5 % Rendite verdient. Sofern er die Aktie zu ca. 100 € verkauft hat. Ansonsten ist dies eine „Buchrendite“, die noch nicht realisiert ist, sondern sich täglich nach oben oder unten verändern kann und wird.

Aktien: Das spekulative Spiel mit dem Risiko

Aktien sind und bleiben Spekulationspapiere mit großen Chancen, aber auch mit großen Risiken.

Beim Kauf von Anteilen an Aktienfonds sind die Risiken geringer, da die Anlage in Aktien breit gestreut ist. Allgemeine Kursstürze an der Aktienbörse wirken sich jedoch ebenso negativ auf die Wertentwicklung der Aktienfonds aus.

Zusätzliche Chancen und Risiken geht der Erwerber von ausländischen Aktien oder Aktienfondsanteilen mit Anlageschwerpunkt „Internationale Aktien“ (z. B. japanische Aktien) ein.

Zu den Kursschwankungen bei den Aktien kommt nun noch das Wechselkursrisiko hinzu.

Glück für Anleger, die von steigenden Aktien- und Wechselkursen profitieren – aber Pech für Anleger, die sowohl von sinkenden Aktienkursen als auch von fallendem Dollar oder Yen getroffen werden.

20. Juli 2005

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.