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Rendite bei der Riester-Rente: Verluste sind nicht selten

Eine Studie zeigte: Kunden, die eine Riester-Rente oder Lebensversicherung abschließen, sacken nicht die dicke Rendite ein; sie verzeichnen Verluste. Bis zu 17 Milliarden Euro sollen bis 2012 aufgelaufen sein. Das ergab ein Gutachten des Bamberger Finanzwissenschaftlers Andreas Oehler.

Schlechte Beratung statt Rendite bei der Riester-Rente

Grund für die großen Verluste bei der privaten Altersvorsorge sei in aller Regel die schlechte Beratung, das ist das Fazit des Gutachtens. Die hohen Kosten entstehen meistens, weil die Verbraucher ihre Verträge vorzeitig kündigen.

Der Hintergrund: Sie wurden beim Abschluss des Vertrages nicht vollständig aufgeklärt und schlecht beraten: „Oehler führt den allergrößten Teil der Stornierungen auf eine irreführende oder unvollständige Verbraucherberatung bei Vertragsabschluss zurück.“, so der Spiegel.

Gravierende Mängel bei Riester-Verträgen

Vor allem die Riester-Verträge sollen laut Gutachten gravierende Mängel aufgezeigt haben. Mindestens 50 Milliarden Euro würdem deutsche Verbraucher jedes Jahr verlieren, so Oehler zur Berliner Zeitung.

Mangelhafte Beratung und komplizierte Produkte führen dazu, dass viele Verbraucher also gar nicht wissen, was Sie letztlich für Ihre Rente tun, und dadurch teure Fehler eingehen. Es gibt mittlerweile allein 5000 Riester-Produkte. Durchblick weit gefehlt.

Riester-Rente kündigen, bringt Ihnen Verluste

Wenn Sie nicht zu denjenigen gehören möchten, die zu der Verlust-Summe von 50 Milliarden Euro beitragen, sollten Sie den Abschluss eines Riester-Vertrages gut durchdenken. Nur, wenn Sie die lange Vertragslaufzeit wirklich ausschöpfen können und wollen, kann sich eine Riester-Rente für Sie lohnen.

Wenn Sie einen laufenden Vertrag vorzeitig kündigen, wird das in aller Regel teuer für Sie. Denn im Falle einer Kündigung müssen alle erhaltenen Zulagen ebenso wie die gewährten Steuervergünstigungen zurückgezahlt werden.

Wenn Sie also vor Ablauf der Vertragslaufzeit über das angesparte Kapital verfügen möchten, wird es teuer. Außerdem fallen Extra-Gebühren für den Anbieter an, die zuvor geleisteten Abschlussgebühren und laufenden Kosten werden natürlich nicht erstattet.

Wer schon einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat und unzufrieden ist, sollte den Vertrag deshalb lieber ruhen lassen. So sichern Sie sich wenigstens eine kleine Rendite bei der Riester-Rente und umgehen den Verlust durch eine Kündigung.

Um einen Riester-Vertrag ruhen zu lassen, ist es lediglich erforderlich den Sockelbetrag von 60 Euro pro Jahr auf das Riester-Konto einzuzahlen. Die Verzinsung läuft in diesem Fall weiter und die bereits gewährten Zulagen bleiben erhalten.

7. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.