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Rendite bei Garantiezertifikaten meist schlecht

Sie locken mit hoher Sicherheit: Garantiezertifikate. Die Rendite sieht hingegen schlecht aus.

Eine Entwicklung, die jedem Börsenexperten jedoch klar sein sollte. Hohe Renditen bringen meist nur Anlageprodukte, die ein entsprechendes Risiko bergen.

Relativ sicher – aber schlechte Rendite

Garantiezertifikate werden hingegen als bombensichere Investitionen vermarktet.

Mit Garantiezertifikaten können Anleger in die verschiedensten Basiswerte investieren. Üblich sind beispielsweise Zertifikate auf Aktien und Aktienindizes.

Dabei garantieren sie in jedem Fall, dass der Kunde am Ende der Vertragslaufzeit zumindest den Kapitaleinsatz zurück erhält. Verluste sind so zunächst einmal ausgeschlossen.

Bei der Rendite zeigen Garantiezertifikate dann jedoch, dass diese Sicherheit teuer bezahlt werden muss.

Garantiezertifikate: Rendite wird teilweise einbehalten

Der Anbieter dieser Anlageform behält einen Teil der Rendite nämlich für sich, sozusagen als Entschädigung für die Risikoabsicherung.

Wie hoch dieser Abschlag ausfällt, wird bereits zu Beginn der Laufzeit festgelegt. Der restliche Betrag kommt als so genannte Partizipationsrate dem Investor zu Gute. Meist liegt diese Rate im Bereich zwischen 50% und 80%, was bei entsprechendem Kapitaleinsatz hohe Summen ausmachen kann.

Ein lohnendes Beispiel für Garantiezertifikate

Im Beispiel kann dies also folgendermaßen aussehen:

Herr Peters erwirbt ein Garantiezertifikat auf eine Aktie der fiktiven Kunststoff AG. Diese notiert aktuell bei einem Kurs von 100€. Die Partizipationsrate – also der Anteil der Rendite, den er später erhält – wird auf 70% festgelegt.

Innerhalb der zweijährigen Laufzeit des Zertifikates steigt der Kurs der Aktie aufgrund guter Geschäftszahlen deutlich an und beträgt nun 135€.

Die eingesetzten 100€ erhält Herr Peters beim Laufzeitende auf jeden Fall komplett zurück.

Die Rendite von 35€ wird nun zwischen Herrn Peters und dem Anbieter aufgeteilt. Herr Peters erhält somit seinen Anteil von 70%, was 24,50€ entsprechen würde, während der Anbieter 10,50€ für sich einbehält.

Mehr zum Thema: Wie Sie Ihre Garantiezertifikate verkaufen können

Dies bedeutet, dass Herr Peters im Vergleich zum Kauf der normalen Aktie mit dem Garantiezertifikat eine deutlich schlechtere Rendite eingefahren hat.

Verlust kann eingedämmt werden

Anders sieht es in folgendem Beispiel aus:

Frau Krause kauft wenige Jahre später ebenfalls ein Garantiezertifikat auf die Aktie der Kunststoff AG, die inzwischen bis auf sagenhafte 200€ angestiegen ist. Die Partizipationsrate liegt bei diesem Angebot bei 60%.

Durch eine schlechte Wirtschaftslage verliert die Aktie während der Laufzeit jedoch deutlich an Wert und notiert bei Vertragsende nur noch bei 150€.

Frau Krause erhält dank der Wahl eines Garantiezertifikates jedoch dennoch die vollen 200€ zurück. Eine Rendite gibt es in diesem Fall nicht, aber auch der Verlust bleibt ihr erspart.

Wahrscheinlich muss sie jedoch kleinere Eurobeträge als Gebühren von der Rückzahlung abziehen – im Vergleich zu einem normalen Aktiengeschäft fallen diese aber nicht weiter ins Gewicht.

Mehr zum Thema: Weitere Fallbeispiele zu Garantiezertifikaten

Für sicherheitsbewusste Anleger, die nicht unbedingt Wert auf hohe Renditen legen, kann sich ein Garantiezertifikat also durchaus lohnen.

12. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.