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Rendite-Check: Immobilie regelmäßig überprüfen

Wenn man sich dafür entschieden hat, in eine Immobilie zu investieren, dachte man bestimmt auch an eine rentable und vor allem sichere Geldanlage für die Zukunft. Das ist auch definitiv nicht verkehrt. Nur hoffe ich, dass sich diese Vorstellungen auch erfüllt haben.

Das ist nämlich bei Millionen Deutschen nicht der Fall. Hier ging der Plan – sichere Geldanlage, hohe Rendite – nicht auf, wie eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung gezeigt hat.

Bei fast 25% der Immobilien-Investoren: 0% Rendite

Die Investition ins vermeintliche Betongeld – ein Nullsummenspiel? Bei fast 25% der Immobilienanlagen ist das laut der Studie der Fall. Die Rendite beläuft sich auf 0%. Bei 8,5% ist die Bruttorendite sogar negativ. Auf der anderen Seite schaffen es nur 18% der Eigentümer mit einer Verzinsung von 5% und mehr eine ordentliche Rendite zu erzielen.

In den vergangenen zehn Jahren haben die Deutschen mit vermietetem Wohneigentum eine Rendite von durchschnittlich 2 bis 3% pro Jahr erwirtschaftet. Die Ergebnisse der Studie sollten also zu bedenken geben, ob die eigene Immobilie tatsächlich die erwünschte Rendite bringt. Prüfen Sie das regelmäßig? Falls nicht, sollten Sie damit jetzt anfangen.

Wovon hängt die Rendite bei einer Immobilie ab?

Erst einmal spielen generelle Faktoren eine Rolle, wie viel die Investition in die Immobilie bringt – das zeigen ebenfalls die Ergebnisse der Studie. Alter, Bildung, Bundesland, Geschlecht des Anlegers und sogar der Haushaltstyp sind laut DIW keine großen Einflussfaktoren für die spätere Rendite.


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Eine größere Rolle spielen vielmehr die Einkommenshöhe und der Immobilientyp. Wer über ein höheres Einkommen verfügt und ausschließlich in Mehrfamilienhäuser und Mietshäuser investiert statt in Einfamilienhäuser oder Eigentumswohnungen, der erziele auch eine höhere Rendite.

Hier kann man also zunächst einmal abklopfen, in welchen Immobilientyp man selbst investiert hat. Wenn man zum Beispiel ein Haus besitzen und in der Eigentumswohnung das eigene Kind lebt, liegt ja schon auf der Hand, dass die Rendite maximal bei wenigen Prozentpunkten liegen wird.

Berechnung der Rendite bei Immobilien

Angenommen man hat in ein Mehrfamilienhaus investiert. Hier könnte die Chance noch höher sein, dass man 6 bis 7% Rendite erzielt – das ist zumindest ein erstrebenswertes und auch nicht unrealistisches Ziel, wenn man das Investment gut geplant und regelmäßig hinterfragt hat.

Eine Erklärung zur Rendite vorab: Die Rendite beschreibt den prozentualen Ertrag einer Investition, gerechnet über den Zeitraum eines Jahres. Für die Berechnung werden verschiedene Formeln verwendet. Die einfachste Formel zur Berechnung der Immobilienrendite ist:

100/Faktor (Vervielfältiger) = Immobilienrendite

Das ist die einfachste Formel, mit deren Hilfe man die mögliche Rendite kurz im Kopf überschlagen kann. Der Vervielfältiger hängt extrem von der Lage der Immobilie ab. Je besser die Lage, desto größer der Vervielfältiger. Bei dem Ergebnis handelt es sich um die Bruttorendite. Hier wurden also noch keine Kosten wie die Erwerbsnebenkosten, die Verwaltungs- und Instandhaltungskosten abgezogen.

Der Vervielfältiger ist in §80 des Bewertungsgesetzes geregelt. Er ist die Zahl, mit der die Jahresrohmiete zu vervielfachen ist. Sie ist aus den Anlagen 3 bis 8 des Gesetzes zu entnehmen. Für ein Einfamilienhaus gilt vor allem Tabelle 7.

Berechnung der Nettorendite

Mit der einfachen Formel kann man also die Brutto-Rendite errechnen. Die Netto-Rendite kann mit folgender Formel berechnet werden:

Nettomieteinnahme * 100 / Kaufpreis = Rendite (Zinssatz)

Beispiel: 50.000 * 100 /600.000 = 8,3%

Das wäre vor dem Hintergrund natürlich eine sehr hohe und sehr erstrebenswerte Rendite. Prüfen Sie also Ihre Immobilien und rechnen Sie nach, ob Sie nach Abzug aller Verwaltungs- und Instandhaltungskosten trotzdem auf eine gute Rendite kommen.

21. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Yannick Esters
Von: Yannick Esters. Über den Autor

Yannick Esters schreibt für den GeVestor-Newsletter "Immobilien-Telegramm" und ist Fachmann für die Immobilien-Branche.