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Rendite trotz Null-Zins-Phase mit Wandelanleihen und Genussscheinen

Nach den USA und Japan hat auch die Europäische Zentralbank den Leitzins Richtung 0% gedrückt. Für diese Maßnahme gab es 2014 einen offiziellen und zwei inoffizielle Gründe.

Offiziell wird die lockere Geldpolitik mit der schwachen Konjunkturlage in der Euro-Zone begründet. Ob aber eine Zinssenkung von 0,25 auf 0,15% der große Konjunkturtreiber ist, das darf bezweifelt werden.

Offizielle und Inoffizielle Gründe für die Niedrig-Zinsen

Die Unternehmen werden dann investieren, wenn sie eine steigende Nachfrage erwarten. Wichtiger sind daher die beiden inoffiziellen Gründe:

Zum einen sollte der relativ starke Euro geschwächt werden. Dieses Ziel wurde auch erreicht: Von Mai 2014 bis Mai 2015 ist der Wechselkurs von 1,40 USD je € auf 1,10 USD je € gefallen. Das beflügelt die Umsätze und Gewinne der exportorientierten Euro-Unternehmen.

Das Problem dabei: Fast alle großen Wirtschaftsregionen verfolgen diese Abwertungsstrategie. Der Abwertungswettlauf greift die Substanz der Währungen an.

Zum anderen soll der niedrige Leitzins dabei helfen, die Zinsbelastung der Euro-Länder zu senken. Der hoch verschuldete Euro-Staat Italien muss für eine Staatsanleihe mit einer Laufzeit von 5 Jahren nur noch 1,2% Zinsen bieten und für eine Anleihe mit 10 Jahren Laufzeit 2,3%. Für spanische Staatsanleihen gibt es nur noch Zins-Renditen von 1,1% (5 Jahre) und 2,2% (10 Jahre).

Auch dank der rekordtiefen Zinsen konnte Deutschland die Schuldenquote (Verhältnis von Schulden zur Wirtschaftsleistung) in den vergangenen Jahren von 82,5 auf 74,7% senken.


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Ende 2015 soll der Wert bei 71,5% liegen. Bedenken Sie: Selbst dieser Wert verstößt noch gegen die einst festgelegte Obergrenze von 60%. Aber ohne Zinssenkungen der EZB wäre der Wert noch weiter gestiegen.

Mit Zins-Spezialitäten können Sie der Zinsfalle entgehen

Wenn selbst die langlaufenden Staatsanleihen von finanziell angeschlagenen Staaten nur 1,0 bis 2,5% Zinsen bringen, fällt diese Anlageklasse für Sie aus. Das Verhältnis von Risiko und Rendite passt nicht mehr.

Der alte Börsenspruch „Staatsanleihen bieten Rendite ohne Risiko“ war selten so falsch wie heute.

Aber auch am Zinsmarkt gibt es noch attraktive Anlagealternativen. Setzen Sie auf ausgewählte Zins-Spezialitäten wie Genussscheine und Wandelanleihen. Speziell Genussscheine und Genussrechte haben nicht den besten Ruf – zu Unrecht, wie wir Ihnen aufzeigen werden.

Wandelanleihen: Die Vorteile von Aktien und Anleihen vereint

Wandelanleihen werfen keine üppigen Zinsen ab. Üblich sind Zins-Kupons in Höhe von 1 bis 4%. Aber dafür bieten Wandelanleihen andere Vorzüge, die attraktives Gewinnpotenzial bergen.

Bei Wandelanleihen haben Sie als Inhaber die Wahl: Wollen Sie am Ende der Laufzeit (oder manchmal auch an bestimmten Stichtagen währenddessen) den Nominalbetrag zurückerhalten?

Oder soll Ihnen der Emittent (derjenige, der die Wandelanleihe am Markt platziert hat) stattdessen eine vorab festgelegte Anzahl von Aktien ins Depot buchen? Das entscheiden Sie nach einem ganz einfachen Kriterium: Ist der Wert der Aktien höher als der Nominalbetrag, entscheiden Sie sich für die Aktien, ansonsten für die Rückzahlung des Nominalbetrags.

Ein Beispiel: Sie können wählen, ob Sie den Nominalwert 1.000 € oder 25 Aktien der Müller AG ausgezahlt bekommen. Sind die 25 Aktien der Müller AG zusammen mehr wert als 1.000 €, empfiehlt sich die Annahme der Aktien.

Sind die Aktien weniger wert, lassen Sie sich den Nominalwert in Höhe von 1.000 € zurückzahlen. Zusätzlich kassieren Sie in beiden Fällen während der Laufzeit jedes Jahr die Zinsen.

Genussscheine: Hohe Rendite, wenn die Sicherheit stimmt

Genussscheine sind keine einheitliche Wertpapiergattung, sondern eine gesetzlich weitestgehend nicht regulierte und daher höchst heterogene Zinsanlage. So gibt es Genussscheine mit einem festen Zinskupon und Genussscheine, deren Ausschüttung von Jahr zu Jahr variieren kann.

Üblicherweise laufen Genussscheine ausgesprochen lange: Laufzeiten von über 10 Jahren sind keine Seltenheit. Es gibt sogar Genussscheine mit unbegrenzter Laufzeit.

Allerdings sind diese Genussscheine in den meisten Fällen mit einem Sonderkündigungsrecht ausgestattet, mit dem der Emittent ab einem bestimmten, von vornherein feststehenden Zeitpunkt kündigen kann.

Bei Genussscheinen gibt es keine Stückzinsen. Aus diesem Grund verläuft der Kurs von Genussscheinen meist berechenbar: Direkt nach der Ausschüttung fällt der Kurs in etwa um den Ausschüttungsbetrag. Im Laufe des Jahres gewinnt er dann allmählich wieder hinzu.

Kurz vor der nächsten Ausschüttung erreicht er wieder den höchsten Punkt – und fällt wieder, wenn die Ausschüttung vorüber ist.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Emissionsbedingungen des Genussscheins genau zu studieren und zudem zu prüfen, wie regelmäßig die Ausschüttungen in der Vergangenheit stattfanden. Vorsicht, wenn sie ausgefallen sind.

9. November 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.