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Rendite von Anleihen: Wissenswertes und Berechnung

Wer in Anleihen investieren will, beschäftigt sich zuerst mit der Rendite. Anleihen werden von Anlegern dazu genutzt, ihr Kapital zu bewahren, zu vermehren oder um verlässliche Zinserträge zu erhalten.

Das funktioniert mit Anleihen deswegen sehr gut, weil diese mit einem vorhersehbaren Zahlungsstrom und der Rückzahlung des Kapitals verbunden sind. Jedenfalls solange keine unverhergesehenen Zahlungsschwierigkeiten beim Schuldner auftreten. Allerdings hängt es immer von der Rendite ab, ob es sich lohnt, in eine Anleihe zu investieren oder nicht.

Wovon die Rendite von Anleihen abhängt

Die Rendite von Anleihen hängt stark vom Ausfallrisiko des Anleiheemittenten ab. Und darüber hinaus natürlich von der jeweiligen (Rest-)Laufzeit der betrachteten Anleihen. Je geringer das Ausfallrisiko der Anleihe ist, desto geringer ist auch die Rendite.

Grundsätzlich lag vor einigen Jahren die durchschnittlich zu erwartende Rendite von Anleihen bei ca. 5%. Die Rendite von Anleihen, die als besonders sicher gelten, wie zum Beispiel Anleihen von soliden Staaten, lag unterhalb dieser Grenze bei ca. 2 – 3%. Dagegen erhielt man für Unternehmensanleihen teilweise deutlich über 5 %.

Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Heute sind selbst für Laufzeiten von 10 Jahren und länger kaum noch Renditen zu erzielen, die über 3 % liegen. Bei allen „Angeboten“ darüber steigt das Ausfallrisiko deutlich an.

Eine Übersicht über die aktuelle Zinsstrukturkurve sehen Sie hier. Im letzten Zins tief rentierten Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren bei unter 1 %! Und wenn man sich die aktuelle Zinspolitik der Europäischen Zentralbank anschaut, dann kann es in Zukunft nochmals tiefer werden.


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Die Bewertungen und die Ratingagenturen helfen Ihnen als Anleger dabei herauszufinden, wie sicher eine ausgesuchte Anleihe ist. Die Ratingagenturen bewerten Unternehmen und Staaten nach ihrer Ausfallwahrscheinlichkeit und geben dann eine erste Einschätzung des Investments ab.

Für Sie als Investor es sinnvoll, genau die richtige Mischung von Anleihen nach Ihrer persönlichen Risikofreudigkeit und Marktkenntnis zu finden. Als unerfahrener Anleger sollten Sie sich auf Anleihen beschränken, die ein sehr gutes Rating besitzen. Mit der Zeit können Sie sicher etwas risikoreichere Anleihen in Ihr Portfolio beimischen.

Nicht alle Anleihen sind gleich

Anleihen sind besonders vielseitig. Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Anleihen.

Darauf sollte der Anleger achten. Beispielsweise haben „Null-Kupon-Anleihen“ (engl. „Zero-Bonds“) überhaupt kein Zinsversprechen, das bedeutet Sie als Anleger erhalten keine Zinszahlungen.

Der Gewinn von Zero-Bonds ergibt sich aus dem Einstiegskurs, der in der Regel weit unter dem Rückzahlungskurs liegt, und dem Rückzahlungsbetrag. Bei Wandelanleihen kann sich der Anleger am Ende der Laufzeit entscheiden, ob er das Kapital zurückgezahlt bekommt oder die Schuld in Aktien umschreiben lassen möchte.

Optionsanleihen wiederum berechtigen dazu, zusätzlich Optionsscheine zu beziehen. Die beiden letztgenannten Typen sind schwer vergleichbare Produkte, die relativ selten sind.

Options- und Wandlungsrechte bringen dabei den ursprünglichen Fremdkapitalcharakter einer Anleihe in die Nähe von Eigenkapital. Gleiches gilt ebenfalls für sogenannte Genussscheine. Ein Renditevergleich dieser Anleihesonderformen ist unmöglich.

Wie sich die Rendite von Anleihen ermitteln lässt

Grundsätzlich erfolgt die Zinszahlung für eine Anleihe für die Zeit vom Kauf bis zum Verkauf der Anleihe, bzw. bis zu deren Rückzahlung. Die Rendite einer Anleihe ist allerdings nicht mit deren Nominalzinssatz identisch. Sie hängt unter anderem vom aktuellen Kurs und der Laufzeit der Anleihe ab.

Eine Anleihe wird von dem Emittenten immer zum Nominalwert ausgegeben.

Dieser liegt aufgrund der einfachen Handhabung meistens bei runden Werten, wie zum Beispiel 100 oder 1.000.

Nach dieser Platzierung der Anleihe, der hier erzielte Preis kann von 100% abweichen, wird täglich an der Börse ihr Marktpreis ermittelt. Der Marktpreis wird als Prozentwert des Nominalwertes ausgewiesen. Er zeigt die aktuelle Marktbewertung an, und ist damit die Basis die aktuelle Renditeberechnung.

Um das Verhältnis zwischen der Rendite und der Laufzeit nachzuvollziehen, schauen Sie sich die entsprechende bereits oben erwähnte Renditestrukturkurve an.

Anleger sollten sich, bevor sie eine Anleihe kaufen, immer genau darüber informieren, in welche Art von Anleihen sie investieren möchten, wie die Risikoeinschätzung des jeweiligen Emittenten und wie hoch die Rendite der Anleihe ist. Die aktuelle Rendite können Sie so berechnen oder Sie nutzen zur Renditeberechnung die entsprechenden Suchseiten Ihrer Online-Banken.

21. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.