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Rendite Wohnimmobilien – Deutschland holt auf

Jahrelang waren die Immobilienpreise in Deutschland stabil. Vielfach war – wenn überhaupt – nur ein Anstieg der Preise unterhalb der Inflationsrate zu verzeichnen.

Dies hat sich in den vergangen Jahren deutlich geändert, nicht zuletzt aufgrund der Euro-Krise und der damit wachsenden Nachfrage nach sicheren Anlagemöglichkeiten wie Immobilien.

Was die Preise für Immobilien angeht, kann man also sagen, dass aktuell nachgeholt wird, was in den vorherigen Jahren ausgeblieben ist.

Mehr zum Thema: Flucht in Immobilien hat eingesetzt

Die Kehrseite für Eigentümer ist jedoch, dass die Mietentwicklung vielerorts nicht schritthalten und damit die Rendite für Wohnimmobilien in Deutschland sinken kann.

Wie sich die Situation entwickeln wird, ist schwerlich vorauszusagen. Neben regionalen Unterschieden spielen viele weitere Faktoren eine Rolle.

Rendite für Wohnimmobilien in Deutschland mittels Vervielfältiger bestimmen

Häufig wird im Immobiliengeschäft mit dem sogenannten Vervielfältiger gearbeitet. Dies ist ein Wert, der den Kaufpreis einer Immobilie ins Verhältnis zu den Mieteinnahmen setzt.

Vereinfacht wird der Vervielfältiger so berechnet:

Vervielfältiger = Kaufpreis / Netto-Jahresmiete

Anders ausgedrückt heißt das: Die Immobilie wird für das x-fache der Netto-Jahresmiete verkauft, wobei x den Vervielfältiger darstellt.


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Daraus lässt sich nun ebenfalls die Rendite überschlagen:

100 / Vervielfältiger = Rendite

Dies bedeutet also, dass die zu erwartende Rendite höher ist, je kleiner der Vervielfältiger ist und umgekehrt.

Dieser Wert kann dabei helfen, eine interessante Immobilie für eine Investition zu finden, jedoch sollte man weitere Aspekte keinesfalls außer Acht lassen.

Mehr zum Thema: Ihre Mietrendite: Maximum-Erfolg-Strategie + Musterkalkulation

Hohe Rendite versus hohe Sicherheit

Wie üblich wird auch der Immobilienmarkt von Angebot und Nachfrage bestimmt. Einem bestimmten Vervielfältiger liegen also in aller Regel Fakten zugrunde, die man kennen sollte.

Bei besonders attraktiven Angeboten sollte man sich deshalb nicht von der lockenden Rendite blenden lassen, sondern die Gründe kritisch hinterfragen.

Denn was bringt beispielsweise eine theoretisch hohe Rendite, wenn man in eine Immobilie investiert, bei der aufgrund der gegebenen Umstände mit vergleichsweise langen Leerständen zu rechnen ist?

Und was bringt eine rechnerisch hohe Rendite, wenn zeitnah unverhältnismäßig viel in Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten investiert werden muss?

Mehr zum Thema: Immobilien kaufen: Wie Sie günstig in den Wohnungsmarkt einsteigen können

Häufig kann der Vervielfältiger also zu einem ersten Überblick verhelfen, doch ist man gut beraten, sich genauer zu informieren.

Rendite Wohnimmobilien Deutschland – nachlassende Nachfrage nach Immobilien möglich

Gerade in manchen deutschen Großstädten sind die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren ungewöhnlich stark gestiegen. In München, Hamburg und Berlin haben sie zum Beispiel stark zugelegt.

Dies ist zwar für Immobilienbesitzer eine gute Nachricht, doch wer nun eine Investition tätigen möchte, muss aufpassen.

Das Mietniveau ist auch gestiegen, jedoch nicht in vergleichbarem Maße. Das bedeutet: Man zahlt heute mitunter deutlich mehr für eine Immobilie, der Mietertag kann diesen Mehrpreis jedoch nicht immer auffangen.

Zudem werden die Stimmen lauter, die von einer sinkenden Nachfrage nach Immobilien ausgehen, was direkten Einfluss auf die Rendite von Wohnimmobilien in Deutschland haben kann.

So wird beispielsweise davon ausgegangen, dass die Zinsen auf Bundesanleihen künftig wieder ansteigen werden, so dass diese für Investoren wieder interessanter werden.

Wird jedoch mehr Geld in Bundesanleihen investiert, fehlt es folglich an anderer Stelle – beispielsweise am Immobilienmarkt. So könnten die Immobilienpreise stagnieren oder sogar fallen.

Rendite für Wohnimmobilien in Deutschland – was es zu beachten gilt

Um auch langfristig die bestmögliche Rendite für Wohnimmobilien in Deutschland erwirtschaften zu können, gilt es also, genau zu analysieren und mit Weitsicht zu agieren.

Nach wie vor ist die Lage einer Immobilie absolut entscheidend. Doch das Gesamtpaket muss stimmen: Neben den finanziellen Aspekten sollte der Zustand der Immobilie sowie ihre Ausstattung beachtet werden.

So ist ein energetisch hoher Standard des Objekts wichtig, um die Kosten für Modernisierung in diesem Bereich niedrig zu halten. Zudem spielt dieser Aspekt auch bei Mietern eine immer größere Rolle bei der Wahl der Wohnung.

Behält man diese Faktoren im Blick, so kann man langfristig eine hohe Rendite mit Wohnimmobilien in Deutschland erwirtschaften. Eine genaue Analyse des Standorts und des Objekts sind dabei jedoch unumgänglich.

Mehr zum Thema: Rendite: Wichtiges im Überblick

29. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.