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Rendite Zerobonds – Zinsen fließen am Ende

Ein Zerobond wird auch als eine Nullkuponanleihe bezeichnet.

Diese ist eine Sonderform von verzinslichen Anleihen, denn – der Name sagt es schon – die Zinsen sind bei einem Zerobond gleich Null: Es gibt also keine laufende Zinszahlung.

Faktisch findet eine Zahlung von Zinsen aber trotzdem statt. Denn am Ende der Laufzeit bekommen Sie als Anlegermehr Geld zurück, als Sie für die Nullkuponanleihe bezahlt haben.

Die Zinsen sind also versteckt und sind in der Differenz zwischen dem niedrigen Kaufpreis und dem höheren Verkaufspreis der Anleihe enthalten.

Kauf des Zerobonds unter Nennwert

Dabei kauft der Anleger den Zerobond unter seinem Nennwert. Liegt der Nennwert der Anleihe zum Beispiel bei 100 €, so würde ein Anleger für den Zerobond etwa nur 90 € oder 80 € bezahlen.

Am Ende der Laufzeit bekäme er dann aber den vollen Nennwert, also 100 €, ausbezahlt. Der Gewinn aus dem Zerobond läge also bei 10 € oder 20 €.

Ein Verkaufspreis von unter 100 % ist der Regelfall bei Zerobonds. Eine Sonderform sind sogenannte Zinssammler, bei denen die Anleihe zu einem Kurs von 100 % ausgegeben wird, und die Rückzahlung dann zu einem vorher festgelegten Kurs von beispielsweise 150 % erfolgt. Diese Variante wird Zinssammler genannt.


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Da die Laufzeiten von Zerobonds oftmals vergleichsweise lang sind, sollten Sie den Einfluss der Inflation bei der Berechnung der möglichen Rendite berücksichtigen. Dies gilt übrigens bei allen Geldanlagen, die Sie tätigen.

Rendite abhängig vom Einzelfall

Grundsätzlich ist die Rendite eines Zerobonds von seiner Laufzeit abhängig.

Eine allgemeine Formel für die Berechnung der tatsächlichen Rendite gibt es daher nicht – es kommt auf den Einzelfall an. Bei der Berechnung spielen die Länge der (Rest-)Laufzeit, der Rückzahlungspreis und der Kaufkurs die entscheidende Rolle.

Unterschied zu gewöhnlichen Anleihen

Hier liegt auch einer der wesentlichen Unterschiede zwischen einem Zerobond und einer gewöhnlichen Anleihe.

Denn da bei verzinslichen Wertpapieren die laufenden Zinsen regelmäßig an den Anleger ausbezahlt werden, bekommt der Anleger eines Zerobonds sein Geld erst am Ende der Laufzeit.

Als Investor legen Sie in der Praxis somit Ihre Zinsen immer automatisch zur Rendite „Ihres“ Zerobonds an. Sie müssen daher während der Laufzeit keine Wiederanlageentscheidung für Zinsen treffen.

Und damit werden auch die anfallenden Steuern mit einem Mal berechnet und müssen nicht fortlaufend bei der Auszahlung laufender Zinsen bezahlt werden.

Da Zerobonds oftmals lange Laufzeiten haben – bis zu 30 Jahren – kann sich eine Investition in die Papiere lohnen, weil die Steuern sozusagen gestundet werden und erst am Ende fällig sind.

Verkauf von Zerobonds vor Ender der Laufzeit

Natürlich kann  man Zerobonds auch vor dem Ende ihrer Laufzeit wieder an den Börsen verkaufen. Das gestaltet sich im Prinzip wie bei jedem anderen Wertpapier auch.

Allein der Kurs des Zerobonds spielt bei einem Verkauf vor dem Ende der Laufzeit eine gewichtige Rolle. Denn der Logik gemäß steigt der Kurs eines Zerobonds bis zum Ende der Laufzeit im Prinzip stetig an. Schwankungen kann es geben, wenn sich die Marktzinsen an den Kapitalmärkten stark verschieben.

Denn da der Zerobond zu 100% (oder beim Zinssammler zum bereits festgelegten Kurs) am Ende der Laufzeit an den Anleger zurückgezahlt wird, nähert sich der Kurs im Laufe der Zeit diesem jeweiligen Preis an.

Ein vorzeitiger Verkauf eines Zerobonds verändert die beim Kauf bereits für die planmäßige Restlaufzeit errechnete Rendite.  Je nach Marktsituation kann diese Rendite höher oder niedriger sein. Nur wenn Sie bis zum planmäßigen Laufzeitende durchhalten, ändert sich an Ihrer Kaufrendite nichts mehr.

Zerobonds fallen unter Abgeltungssteuer

Wer bis Ende 2008 Zerobonds gekauft hat, musste die mit ihnen erzielten Gewinne auch außerhalb der zwölfmonatigen Spekulationsfrist mit dem persönlichen Steuersatz versteuern.

Bei ab 2009 gekauften Zerobonds dagegen gilt die Abgeltungssteuer. Unabhängig von der Haltedauer muss der Anleger die erzielten Gewinne mit der Kapitalabschlagssteuer von 25% zuzüglich Solidarzuschlag zuzüglich eventuell anfallender Kirchensteuern versteuern.

7. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Marcus Schult. Über den Autor

Finanzen sind sein Leben: Mit dem richtigen Gespür für Wirtschaft- und Finanzthemen ausgestattet liefert der ehemalige ARD-Mann das richtige Know-How.