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Renditeaufschläge und ihre Bedeutung am Finanzmarkt

Unternehmensanleihen (engl. „Corporates “ oder „Corporate Bonds“) werden auch bei Privatanlegern immer beliebter.

Denn: Mithilfe von Unternehmensanleihen investieren Anleger in eine bestimmte Gesellschaft – zu einem festsetzten Zinssatz, jedoch ohne das Kursrisiko einer Aktie tragen zu müssen. Oft begeben Aktiengesellschaften Schuldverschreibungen als Alternative zu Aufnahme von Krediten bei Banken.

Bei der Höhe des Zinssatzes einer Unternehmensanleihe kommt der Renditeaufschlag ins Spiel. Die Verzinsung einer Anleihe setzt sich nämlich zusammen aus dem so genannten Basiswert (beispielsweise der Rendite einer Bundesanleihe mit gleicher oder nahezu identischer Laufzeit) und dem Renditeaufschlag, der der entsprechenden Gesellschaft zugeordnet wird.


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Wer legt den Renditeaufschlag fest?

Der Renditeaufschlag (engl. “Credit Spread”) richtet sich nach der Bonität – der Qualität der Kreditwürdigkeit – des jeweiligen Unternehmens (Emittent). Und die Bonität wird vielfach von den in der Vergangenheit oft gescholtenen Ratingagenturen wie Standard & Poor’s, Moody’s oder Fitch bestimmt.

Als Basiswerte (Benchmark) wird meist der Zinssatz einer Bundesanleihe mit gleicher oder ähnlicher Laufzeit herangezogen. Für Anleger kompensiert der Renditeaufschlag de facto die mit der Investition verbundenen Risiken und wird in Basispunkten angegeben. Dabei entspricht ein Basispunkt dem Unterschied bei der Rendite von 0,01 %.

Beispiel: Eine vor einigen Jahren ausgelaufene Anleihe der Deutschen Telekom mit einer Laufzeit von 5 Jahren bot eine Rendite von 2,80 % und lag damit 0,22 % oder 22 Basispunkt über der Rendite der entsprechenden Bundesanleihe.

Risiken bei dem Investment Unternehmensanleihe

Auch wenn es bei der Unternehmensanleihe kein Kursrisiko wie bei Aktie gibt, besteht dennoch im schlechtesten Fall das Risiko des Totalverlusts (Ausfallrisiko). Denn, sollte die betreffende Gesellschaft Insolvenz anmelden müssen, kann sie unter Umständen auch ihre Verpflichtungen aus den Anleihen nicht mehr bedienen.

Daneben ergibt sich bei Unternehmensanleihen auch noch das so genannte Migrationsrisiko. Hierbei handelt es sich um die Gefahr, dass die Bonität der begebenden Gesellschaft sinkt und sich daher der Marktpreis der jeweiligen Unternehmensanleihe verringert.

Wenn dieser Fall eintritt, müssen Anleger Verluste in Höhe der Änderung des Preises hinnehmen. In den häufigsten Fällen basiert eine Preisminderung bei Unternehmensanleihen auf einer Abstufung (Downgrade) der Gesellschaft durch eine Ratingagentur.

Auch wenn die Kreditwürdigkeit eines Emittenten auf längere Sicht gleich bleibt, kann der Renditeaufschlag Schwankungen aufweisen. Grundsätzlich führen Strategien von Investoren zur Vermeidung von Risiken zu steigenden Renditeaufschlägen und damit auch zu zurückgehenden Kursen der Anleihen. Auch dann, wenn alle anderen Faktoren gleich bleiben. In diesen Fällen sprechen Marktexperten vom Spreadrisiko.

Einsteiger bei der Geldanlage in Unternehmensanleihen sollten in besonderem Maße auf die Kreditwürdigkeit des Emittenten achten. Beispielsweise bieten sich DAX-Werte hierfür an. Auf diese Weise können Anleger zumindest das Ausfallrisiko minimieren und so böse Überraschungen vermeiden.

5. Februar 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.