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Aktien: Renditen berechnen – leicht gemacht

Für Privatanleger ist oftmals die Rendite das entscheidende Kriterium einer Geldanlage, denn die Rendite deckt das Verhältnis zwischen den Ein- und Auszahlungen auf.

Das bedeutet konkret, dass berechnet wird, wie viel Gewinn bei welchem Kapitaleinsatz erwirtschaftet wird – also wie lohnenswert das Kapital eingesetzt worden ist.

Rentabilität und Rendite als Weg und Ziel

Oftmals wird die Rendite mit der Rentabilität gleichgesetzt. Dabei zeigt die Rendite, wie rentabel die Anlage ist.

Denn unter der Rentabilität versteht man die Methode, eine gute Rendite zu erzielen. Mit dem geringstmöglichen Aufwand bzw. den günstigsten Mitteln wie Material- oder Beschäftigungskosten soll dabei der höchstmögliche Gewinn erwirtschaftet werden.

Gelingt dies, spricht man von einer hohen Rendite – dem Ziel einer jeden Anlage. Dabei kann Rendite in Form verschiedener Ertragsvarianten erzielt werden.

Worauf das Berechnen von Renditen bei Aktien beruht

Die Renditeberechnung bei Aktien fußt auf diesen 2 Ertragsquellen:

  • laufende Dividendenrendite (als jährliche Dividende in Prozent der Anschaffungskosten) und
  • realisierte Wertzuwachsrendite (als Kursgewinn in Prozent der Anschaffungskosten) pro Jahr.

Im Vordergrund steht eindeutig die Hoffnung auf Wert oder Kurssteigerungen. Bei einer langfristigen Betrachtung schneidet die Aktie im Vergleich zu anderen Anlageformen immer recht gut ab.


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Rendite: Ertrag ist nicht gleich Ertrag

Rendite erzielen Anleger am häufigsten in Form von Zinsen. In diesem Zusammenhang kommt es darauf an, welche Art von Zinsen die jeweilige Anlageform verspricht – bzw. ob sie fest oder variabel verzinst wird.

Dabei gibt es zum Beispiel klassische Anlageformen wie Fest- und Tagesgelder, aber auch Spareinlagen – also Anlagen, die nicht für den Zahlungsverkehr bestimmt sind. Auch bei der Investition in Anleihen erwirtschaften Anleger ihre Rendite hauptsächlich durch Zinsen.

Ein Rechenbeispiel: 500 Bayer-Aktien zum Kurswert von 32 €

Nehmen Sie etwa die Aktie von Bayer. Wenn Sie beispielsweise 500 Bayer-Aktien zu einem Kurs von 32 € gekauft hätten, sähe die Kaufabrechnung Ihrer Bank wie folgt aus:

= 500 x 32 € (Kaufkurs) = 16.000 € + Kaufnebenkosten: Bankprovision 1% = 160 € Maklergebühr 0,08% = 13 € 173 € = Anschaffungskosten (= Kaufpreis plus 1,08% Kaufnebenkosten) 16.173 € Bardividende x 100 Dividendenrendite = –––––––––––––––––––––– netto Anschaffungskosten 0,90 € x 500 Aktien x 100 = –––––––––––––––––––––––––––––––––– = 2,78% 16.173 €

Die ausgeschüttete Dividende beträgt beispielsweise 0,90 € pro Aktie. Dies sind gerade einmal 2,78% der Anschaffungskosten, wie die obige Rechnung zeigt.

Rendite: Definition der Kurs- und Währungsgewinne

Insbesondere durch Kurs- und Währungsgewinne lässt sich – auch neben Zins- und Dividendenerträgen – eine beachtliche Rendite erwirtschaften.

Dies ist möglich, indem Anleger in bestimmte Aktien, Fonds oder auch Anleihen investieren und deren Kurse an Wert gewinnen. Werden daraufhin die jeweiligen Anlageprodukte zu einem höheren Preis verkauft, haben die Anleger Gewinn bzw. Rendite erzielt.

Ebenso bieten auch alle Derivate diese Chance – also Futures, Optionen und Zertifikate. Allerdings kann genauso gut das Gegenteil eintreten. Kursverluste sind dementsprechend ebenso möglich und wahrscheinlich.

Zusätzlich sind auch Währungsgewinne möglich. Dies ist der Fall, wenn Geld in einer anderen Währung angelegt wird und dieser Kurs der fremden gegenüber der eigenen Währung steigt.

Eröffnet ein deutscher Anleger zum Beispiel ein Konto in New York und der amerikanische Dollar (US-$) steigt gegenüber dem Euro (€), so besteht die erwirtschaftete Rendite des Anlegers (auch) aus Währungsgewinnen.

 

Was es außerdem zu beachten gilt

Es wäre nun aber sicherlich falsch, die Entscheidung für eine Aktie nur nach der Dividendenrendite zu treffen.

Erstens kann diese Rendite schon im nächsten Jahr bei verschlechterter Ertragslage im Unternehmen sinken (in bestimmten Fällen sogar auf 0%, wenn für ein Jahr überhaupt keine Dividende gezahlt wird).

Viel wichtiger ist aber die zweite Renditekomponente einer Aktie; nämlich ihr Kurssteigerungspotenzial.

Kaum ein Aktionär würde sich mit durchschnittlich 2 bis 3% Dividendenrendite bei deutschen Aktien zufrieden geben, wenn er nicht die Hoffnung auf steigende Kurse hätte.

Die „Taube auf dem Dach“, sprich: Hoffnung auf Kursgewinne, ist für den typischen Aktionär sehr viel wichtiger als der kleine „Spatz in der Hand“, das heißt: Dividende.

Nehmen wir dazu noch einmal das Beispiel der Bayer-Aktien, die für 32 € pro Stück gekauft wurden. Unter der Annahme, dass der Kurs innerhalb von einem Jahr um die 40 € notiert, ergibt sich eine Gesamtrendite von immerhin 25,10%.

Davon ist nur die laufende Dividende zu versteuern, Kursgewinne nach Ablauf der Spekulationsfrist von 12 Monaten sind hingegen steuerfrei.

Fazit: Große Chancen, stets gewisse Risiken

Weder für den Kursgewinn, noch für die ausgewiesene Dividende gibt es allerdings eine Garantie. Insofern ist dies eine reine Prognoserechnung. Aktien sind und bleiben Spekulationspapiere mit großen Chancen, aber auch mit großen Risiken.

Beim Kauf von Anteilen an Aktienfonds sind die Risiken geringer, da die Anlage in Aktien breit gestreut ist. Allgemeine Kursstürze an der Aktienbörse wirken sich jedoch ebenso negativ auf die Wertentwicklung der Aktienfonds aus, wie die Crashs der jüngsten Vergangenheit deutlich gezeigt haben.

Noch größere Chancen und Risiken geht der Erwerber von ausländischen Aktien oder der Zeichner von Aktienfondsanteilen mit Anlageschwerpunkt „Internationale Aktien“ (z. B. japanische Aktien) ein.

Zu den Kursschwankungen bei den Aktien kommt nun noch das Wechselkursrisiko hinzu. Glück für alle Anleger, die von steigenden Aktien- und Wechselkursen profitieren – Pech für alle anderen.

17. Oktober 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.