MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Rentabilität – Grundprinzip für die Formel verschiedener Kennzahlen

Die Rentabilität bzw. Rendite zeigt, wie effizient und erfolgreich ein Handelsvorgang ist. Das gilt für Geldanlagen genauso wie für die Beurteilung von Aktien-Unternehmen.

Rentabilität eines Investments errechnen: So geht’s

Ganz gleich, ob ein Anleger wissen will, wie sich sein Investment rentiert, wie hoch die Kapitalrendite oder die Umsatzrendite eines Unternehmens ist – die Formel zur Berechnung einer jeweiligen Renditekennzahl folgt stets dem gleichen Prinzip:

Es ist zunächst das Verhältnis von Ertrag und Aufwand. Ein Gewinn wird durch den Aufwand geteilt. Und weil das Ergebnis in Prozent dargestellt wird, muss es dann noch mit 100 multipliziert werden.

Kommen weitere Faktoren (Kennzahlen) hinzu, deren Einfluss man erkennen möchte, so kann lässt sich eine Formel zum besseren Erkennen verschiedener Faktoren auch aufteilen und wieder zusammensetzen.

Zur Vergleichbarkeit verschiedener Renditekennzahlen müssen die sich immer auf denselben Zeitraum beziehen. Bei Unternehmen etwa in Form einer Jahresbilanz.

Rentabilität – Formel Geldanlage

Der Gewinn wird ins Verhältnis zum Geldeinsatz gesetzt. Beispiel: Aus einer Geldanlage von 1.000 € werden nach einem Jahr 1.075 €. Dann beträgt der Gewinn 75 €. Die Rendite bzw. die Verzinsung beträgt 7,5 %.

Formel  

Rentabilitätsformel Geldanlage

?
Diese Formel zeigt das Verhältnis von Gewinn zum Aufwand und die erzielte Rendite an.
$$\bo\text"Rendite (einer Geldanlage)" = (\text"Gewinn" / \text"Eingesetztes Kapital"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Man kann auch anders vorgehen und den kompletten Betrag von 1.075 € ins Verhältnis zum Einsatz setzen und dann 1 abziehen. Dieses Vorgehen wird ebenso häufig verwendet. Hier sieht die Formel so aus:

Formel  

Rentabilitätsformel Geldanlage - Alternative Berechnung

?
Diese Formel zeigt das Verhältnis von Gewinn zum Aufwand und die erzielte Rendite an.
$$\text"Rendite" = [( \text"Gesamtbetrag" / \text"Eingesetztes Kapital"\)-1]*100$$
Ergebnis berechnen

Das Ergebnis ist bei beiden Varianten gleich.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Rentabilität – Formel Eigenkapital (return on equity: ROE)

Will man wissen, wie hoch die Rentabilitität bzw. die Rendite des Eigenkapitals einer Aktiengesellschaft ist, dann setzt man den Gewinn (oder auch Verlust) ins Verhältnis zum Eigenkapital.

Zum Beispiel beträgt die Rendite bei einem Gewinn von 200 Millionen € und 600 Millionen € Eigenkapital 33 %.

Formel  

Die Eigenkapitalrendite (ROE) berechnen

?
Mit dieser Formel berechnet man ganz einfach die Rendite des Eigenkapitals bei einer Aktiengesellschaft. Die häufig verwendete Bezeichnung "ROE" (Return on Equity) ist lediglich die englische Übersetzung von "Eigenkapitalrendite".
$$\bo\text"Eigenkapitalrendite" = (\text"Gewinn" / \text"Eigenkapital"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Rentabilität – Formel Gesamtkapital (return on investment: ROI)

Die Gesamtkapitalrendite zeigt, wie effizient ein Unternehmen mit all seinen finanziellen Mitteln wirtschaftet.

Der Gewinn wird ins Verhältnis zum Gesamtkapital gesetzt.

Dabei werden dem Gewinn die Fremkapitalzinsen hinzugerechnet. Denn aus Sicht der Fremdkapitalgeber sind die Zinsen die Rendite.

Die Rentabilität des Gesamtkapitals (ROI) lässt sich in die beiden Kennzahlen Umsatzrendite und Kapitalumschlag aufgliedern.

Diese erweitern die Betrachtung der Gesamtkapitalrendite um zwei wichtige Aspekte hinsichtlich der Effizienz im operativen Geschäft.

Rentabilität – Formel Umsatz

Beim effizienten Kapitaleinsatz spielt der Umsatz eine Rolle. Um zu sehen, wie effizient der erwirtschaftet wurde, setzt man den Gewinn ins Verhältnis zum Umsatz.

So hat man bei einem Gewinn von 200 Millionen € ohne Zinsaufwand und einem Umsatz von 2.000 Millionen € Umsatz am Ende 10 % Umsatzrendite heraus.

Formel  

Umsatzrendite berechnen

?
Diese Formel zeigt die Berechnung der Umsatzrendite ohne Zinsaufwand an.
$$\bo\text"Umsatzrendite" = ( \text"Gewinn" / \text"Umsatz"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Rentabilität – Formel Umsatz / Kapitalumschlag

Durch die Umsatzerlöse fließt zugleich vermehrtes Kapital zurück. Wichtig ist daher, wie schnell das geschieht. Je häufiger, desto besser. Denn dann kann das Kapital umso profitabler genutzt werden.

Bei einem Umsatz von 2.000 Millionen € und einem Gesamtkapital von 2.850 Millionen Euro ergibt sich so eine Kapitalumschlagshäufigkeit von 0,7. Der Wert, der sich hier ergibt wird nicht in Prozent dargestellt.

Formel  

Kapitalumschlagshäufigkeit berechnen

?
Diese Formel zeigt die Berechnung der Kapitalumschlagshäufigkeit an.
$$\text"Kapitalumschlagshäufigkeit" = (\text"Umsatz" / \text"Gesamtkapital"\)$$
Ergebnis berechnen

Anmerkung: Das Unternehmen könnte diesen Wert durch Effizienzmaßnahmen steigern. Etwa durch Verringerung der Lagerbestände.

Rentabilität – Formel

Die obige Aufgliederung der Gesamtkapitalrentabilität lässt sich nun wieder zusammensetzen: Die Umsatzrendite wird mit dem Kapitalumschlag multipliziert.

Formel  

Return on Investment (ROI) berechnen

$$\bo\text"ROI" = [(\text"Gewinn" / \text"Umsatz"\)* (\text"Umsatz" / \text"Gesamtkapital"\)]*100$$
Ergebnis berechnen

Da bei der Berechnung der Gesamtkapitalrendite zum Gewinn der Zinsaufwand hinzukam, nehmen wir ihn auch bei der Errechnung der Umsatzrendite zum Gewinn dazu.

Das Ergebnis des ROI nach Methode A entspricht der ersten Berechnung der Gesamtkapitalrendite nach Methode B.

30. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.