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So gelingt der Einstieg in die Frührente

Ein früherer Einstieg in die Rente 2016 kann sich unter bestimmten Voraussetzungen lohnen. Dennoch muss auch beim Antrag genau auf die Form geachtet werden, um keinen Fehler zu machen.

Da die Rentenkasse natürlich nicht weiß, ob sich ein Versicherter für eine Frührente interessiert, wird sie nicht automatisch auf die Möglichkeit hinweisen. Vielmehr muss ein persönlicher Antrag beim Versicherer gestellt werden.

Antrag auf Frührente muss persönlich gestellt werden

Haben Sie die Bedingungen einer Frührente erfüllt, können Sie diesen Antrag rund drei Monate vor dem gewünschten Rentenbeginn stellen – je früher, desto besser.

Geht der Antrag erst später ein, verschiebt sich auch Ihr Renteneintritt entsprechend nach hinten. Sie sollten sich also frühzeitig darum kümmern, die entsprechenden Unterlagen bei der Rentenversicherung einzureichen. Hierbei wird Ihnen Ihr Rentenberater behilflich sein.

Rente 2016: Kein Stichtag bei Frührente

Einen Stichtag wie bei der normalen Altersrente, beispielsweise Ihr Geburtstag, gibt es bei der Frührente nicht.

Wenn Sie die Frührente für langjährig Versicherte nicht genau nach Ablauf der 35-jährigen Wartezeit beginnen möchten, können Sie den Einstieg natürlich weiter nach hinten schieben.

Frührente für Frauen ab 60

Frauen, die vor 1953 geboren wurden, können sogar sofort in den Ruhestand gehen. Für alle später Geborenen gibt es diese Möglichkeit der Rente mit 60 nicht mehr, hier gelten andere Altersgrenzen.

Aber auch Frauen mit Jahrgang 1952 und früher müssen einige Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört eine Wartezeit von 15 Jahren sowie die Zahlung von Pflichtbeiträgen über mehr als 10 Jahre nach ihrem 40. Geburtstag.

Zur Wartezeit gehören neben den Pflichtbeiträgen auch die Kindererziehung in den ersten zwei Jahren sowie geringfügige Beschäftigung.

Rente 2016: Auch Pflege wird berechnet

Auch die Pflege von Angehörigen kann zur Wartezeit hinzugerechnet werden. Diese muss jedoch mindestens in 14 Stunden in der Woche erfolgt sein und auf freiwilliger Basis bestehen.

Daneben muss der Angehörige ein Anrecht auf Geld aus der Pflegekasse besitzen. Diese Beiträge können zwischen 672 und 2.016€ im Monat betragen. In der Rente des Pflegenden schlägt sich dies dann mit 7,32 bis 21,60€ im Monat bei einem Jahr der Pflege nieder.

Bestimmte Zeiten werden allerdings nicht angerechnet. Dazu zählen die Krankheitszeiten, Zeiten der Arbeitslosigkeit sowie der Mutterschutz, ebensowenig wie die Erziehung von Kindern im Alter von 3 bis 10.

Langjährig Beschäftigte im Vorteil

Alternativ haben jedoch auch Frauen ebenso wie Männer einen Anspruch auf die Rente nach 35 Beitragsjahren. Fehlen hier einige Beiträge, können diese eventuell nachgezahlt werden. Die Höhe eines Satzes beträgt dabei für die Rente 2016 79,60€ für jeden fehlenden Monat.

Ob Sie sich für die Frührente entscheiden, bleibt Ihnen überlassen – wägen Sie genau ab.

14. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.