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Rente 2016: Die Direktversicherung vom Job

Nicht nur über private Verträge, auch über Ihren Arbeitgeber können Sie für Ihre Rente 2016 sorgen – mit einer Direktversicherung.

Diese ist eine spezielle Lebensversicherung, die von Ihrem Arbeitgeber für Sie abgeschlossen wird. Bietet er keine andere Form der Betriebsrente an, muss er dies sogar auf Wunsch des Arbeitnehmers.

Rente 2016: Arbeitgeber wählt die Versicherung

Dies bedeutet aber auch, dass der Arbeitnehmer nicht bei der Auswahl der Versicherung heran gezogen wird. Meist besitzen vor allem große Firmen spezielle Verträge mit einzelnen Anbietern, die besonders günstige Kondiditonen gewährleisten.

Die Einzahlung in die Direktversicherung geschieht dabei relativ einfach. Der Arbeitgeber behält einen Teil des Bruttogehaltes ein und gibt dieses an die Versicherung weiter.

Neben den normalen Beiträgen können auch Sonderzahlungen vereinbart werden. Der Arbeitgeber kann beispielsweise nach Wunsch auch das Weihnachtsgeld direkt in die Lebensversicherung einzahlen.

Direktversicherung: Förderung durch den Staat nutzen

Die Direktversicherung kommt dabei in den Genuss von Förderungen durch den Staat.

Bei der Rente 2016 dürfen Arbeitnehmer 4% der Beitragsbemessungsgrenze – steuer- und sozialversicherungsfrei in die Direktversicherung investieren.

Hat der Arbeitnehmer den Vertrag erst nach 2005 abgeschlossen, kommen weitere 1.800€ hinzu, die ebenfalls von der Steuer- und Sozialversicherungspflicht befreit sind. Für ältere Verträge gilt hingegen nur die Steuerfreigabe.

Rente 2016: Vorsicht beim Jobwechsel

Vorsicht ist jedoch beim Jobwechsel geboten. Da die Versicherung über den Arbeitgeber läuft, endet die Einzahlung zusammen mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Sind alle Parteien einverstanden, kann die Versicherung jedoch vom neuen Arbeitgeber übernommen werden.

Ebenso ist es möglich, eine Direktversicherung in eine Pensionskasse umzuwandeln, falls der neue Arbeitgeber dieses System bevorzugt. Weitere Betriebsrenten werden hingegen nicht unterstützt, hier kann der Arbeitnehmer die Versicherung jedoch auf „beitragsfrei“ stellen.

Diese Möglichkeit gibt es natürlich auch bei Arbeitslosigkeit oder größeren Ausgaben, die das Zahlen des Betrages für einen bestimmten Zeitraum unmöglich machen.

Direktversicherung: Laufzeitende ab 2016 bei 62 Jahren

Haben Sie das Ende der Laufzeit erreicht, haben Sie die Wahl zwischen der Auszahlung der gesamten Summe oder einer monatlichen Rente. Ihre Entscheidung teilen Sie dem Versicherer dabei über Ihren Arbeitgeber mit.

Neben den beiden genannten Möglichkeiten existiert auch eine dritte Option, das Teilkapital. Hierbei wird nur ein Teil der Einzahlungen, maximal jedoch 30%, sofort ausgezahlt, der Rest wird dann monatlich ausgegeben.

Wichtig hierbei ist, dass das Ende der Vertragslaufzeit bereits vor dem Renteneintritt geschehen kann. Sie müssen jedoch mindestens das 60. Lebensjahr begonnen haben.

Bei Verträgen zur Rente 2016 wurde das Mindestalter auf 62 Jahre angehoben. Eine vorzeitige Auszahlung vor dem Erreichen dieser Altersgrenzen ist hingegen nicht möglich.

9. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.