MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Rentenverlauf prüfen: Kontrolle ist besser

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – dies gilt auch bei der Rente 2016. Versicherte sollten daher jährlich einen Versicherungsverlauf bekommen und sämtliche Einträge auf diesem Schreiben genau untersuchen.

Diesen Verlauf müssen Sie nicht extra anfordern, da er seit 2002 in den jährlichen Renten-Informationen erhalten sein sollte.

Rentenverlauf erfasst alle wichtigen Informationen

In diesem Versicherungsverlauf werden alle wichtigen Informationen aufgelistet. Dies beinhaltet sowohl die Pflicht- als auch freiwillige Beiträge, Ausbildungs- und Krankheitszeiten, Arbeitslosigkeit als auch alle sonstigen Faktoren, die für die Rente wichtig sind.

Wenn Sie den Versicherungsverlauf der Rente 2016 überprüfen, sollten Sie Ihren kompletten Lebenslauf vorliegen haben.

Dies bedeutet, dass Sie sowohl die Ausbildung, Wehr- oder Ersatzdienst und alle sonstigen Lebensabschnitte dokumentiert vorliegen haben sollten. Dies beinhaltet auch die Jahresmeldungen zur Rentenversicherung, die von Ihrem Arbeitgeber zusammen mit der Lohnsteuerkarte ausgehändigt wurden.

Rente 2016: Verlauf und Lebenslauf müssen identisch sein

Ganz klar ist: Die Angaben im Versicherungsverlauf müssen mit Ihrem eigenen Lebenslauf identisch sein. Dies bedeutet, dass für bestimmte Lebensabschnitte die passenden Beiträge verbucht sein müssen.

Fallen Ihnen dabei Lücken auf, muss der Rentenversicherer sofort informiert sein. Dies geschieht im Rahmen einer sogenannten Kontenklärung.

Hierbei teilen Sie dem Versicherer mit, in welchem Abschnitt ein Fehler vorliegt. Meist reicht hierfür eine kopierte Unterlage als Beweis. Originalunterlagen sollten indes niemals eingereicht werden, da diese oft verloren gehen.

Rente 2016: Auf Fehlersuche gehen

Hat der Rentenversicherer diese Unterlagen geprüft und akzeptiert, schickt er Ihnen einen neuen Versicherungsverlauf zu, in dem die Korrektur angegeben sein muss. Dieser sollte ebenfalls genau geprüft werden.

Falls der Versicherer die Korrektur nicht akzeptiert, wird dies in einem separatem Bescheid ebenfalls aufgeführt.

Falls Sie diese Entscheidung nicht akzeptieren, sollten Sie sich an Ihren Rentenberater wenden.

Fehlende Unterlagen nachreichen

Haben Sie keine Belege für fehlerhafte Zeiten, sollten Sie alles tun, um Unterlagen zu erhalten, aus denen die Zeiten wenigstens schemenhaft erkennbar sind.

Dies können beispielsweise alte Lohnabrechnungen sein, die auch frühere Arbeitgeber mindestens zehn Jahre lang aufbewahren müssen. Existiert der frühere Arbeitgeber nicht mehr, kann die eigene Krankenkasse helfen.

Da sie ebenfalls für die Einziehung der Rentenbeiträge verantwortlich ist, kann sie bestätigen, dass Beiträge gezahlt wurden.

Für den Extremfall, dass der Arbeitgeber keine Beiträge abgeführt, diese aber berechnet hat, kann ein Arbeitnehmer jedoch anhand der Lohnabrechnungen nachweisen, dass ihm Beiträge abgezogen wurden.

In diesem Fall, hat er ebenfalls einen Anspruch auf die Anrechnung der Zeiten. Unterlagen für die Ausbildung erhalten sie hingegen bei Schulämtern, Hochschulen oder den einzelnen Ausbildungskammern (beispielsweise der Handelskammer).

8. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.