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Rente 2016: Nebenjob zur Existenzsicherung

Bei der Rente 2016 besteht natürlich auch weiterhin die Möglichkeit, sich durch einen Nebenjob Geld hinzu zu verdienen.

Dies darf im Prinzip jeder Rentner, jedoch bestehen bei den einzelnen Rentenformen verschiedene Hürden und Grenzen.

Rente 2016: Keine Erlaubnis zum Zuverdienst nötig

Eine Erlaubnis der Rentenkasse, ob ein Nebenjob aufgenommen werden kann, ist jedoch in keinem Fall von Nöten. Sie müssen die Versicherung nur im Nachhinein über Nebenverdienste informieren

Generell gilt, dass die Verdienstmöglichkeiten bei allen Renten unbegrenzt sind. In vielen Fällen wird jedoch beim Erreichen einer Grenze die Rente gekürzt. Dies gilt jedoch nicht für die normale Altersrente.

Ist hier die Altersgrenze erreicht, kann unbegrenz hinzuverdient werden. Für die Rente 2016 wäre dies die Grenze von 65 Jahren und 5 Monaten.

Übergrenzen für Frührentner beachten

Um die Frührentner nicht zu bevorteilen, wurden bei ihnen jedoch Übergrenzen eingeführt. Diese liegt bei den meisten Renten bei 450€ im Monat. Zwei Monate im Jahr darf diese Grenze jedoch verdoppelt werden, ohne dass Strafen drohen.

Diese Grenze unterscheidet sich jedoch zwischen West und Ost, sollte jedoch in ihren Unterlagen erwähnt werden.

Besondere Vorsicht sollte natürlich bei der EM-Rente gewaltet werden. Um nicht plötzlich die Erwerbsminderung zu verlieren, sollten hier maximal 15 Stunden in der Woche gearbeitet werden.

Das eigene Einkommen gering halten

Generell gelten sowohl abhängige Tätigkeiten als auch eine selbstständige Arbeit als Zuverdienst. Hierbei gilt die Faustregel, dass alles berücksichtigt wird, das auch für normale Arbeitnehmer als Einkommen gilt. Hierzu zählen jedoch nicht Einkünfte aus Vermögen wie Zinsen und Dividenden.

Überschreiten Sie diese Grenze, wird die Rente jedoch nicht gestrichen, sondern nur gekürzt. Zum Teil kann dies jedoch sehr deutliche Kürzungen nach sich ziehen, so dass am Ende nur ein Drittel der Originalrente übrig bleibt.

Ob sich ein Nebenjob daher wirklich lohnt, kann nur im Einzelfall individuell ausgerechnet werden. Behalten Sie dabei im Auge, dass für einen Nebenjob wieder Sozialabgaben abgezogen werden. Während das Bruttogehalt für die Rente heran gezogen wird, erhalten Sie natürlich nur das Nettogehalt.

Rente 2016: Ihre persönliche Grenze berechnen

Die Berechnung Ihrer persönlichen Grenze basiert dabei auf Ihren Entgeltpunkten. Wenn Sie in drei Jahren vor der Rente (und nur die sind ausschlaggebend) viel gearbeitet haben, besitzen Sie mehr dieser Punkte und dürfen daher auch mehr hinzuverdienen.

Besitzen Sie eine Dreiviertel-Rente, können Sie die Grenze wie folgt ausrechnen. Ziehen Sie hierzu den Hinzuverdienstfaktor von 0,17 heran und multiplizieren Sie diesen mit der monatlichen Bezugsgröße. Diese liegt im Westen aktuell bei 2.905 € und im Osten bei 2.520 €.

Multiplizieren Sie dies mit den Entgeltpunkten, die Sie in den drei Jahren vor der Rente erhalten haben. Diese finden Sie im Versicherungsverlauf. Somit erhalten Sie den Höchstrentenertrag, den Sie auch durch Hinzuverdienst nicht überschreiten dürfen.

Besitzen Sie hingegen nur eine ½-Rente, steigt der Hinzuverdienstfaktor auf 0,23, bei einer Viertelrente auf 0,28.

Auf professionelle Beratung setzen

Hinzuverdiener, die weniger als 1,5 Entgeltpunkte in den Jahren vor der Rente gesammelt haben, können bei den Entgeltpunkten dennoch 1,5 Punkte eintragen.

Achtung: Diese Rechnung erzeugt nur grobe Richtwerte. Ihr Rentenberater kann Ihnen die genauen Zahlen nennen. Dies sollten Sie nutzen, da die Daten bei einer individuellen Beratung rechtskräftig werden.

11. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.