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So werden Beruf und Ausbildung auf die Rente angerechnet

Um Ihre Rente 2016 zu erhalten, müssen Sie bestimmte Leistungen erfüllen – besonders, wenn Sie die neue Frührente ab 45 Beitragsjahren nutzen wollen.

Der einfachste Faktor und gleichzeitig die Hauptgrundlage Ihrer späteren Rente sind die Pflichtbeiträge. Diese bezeichnen die Beiträge, die Sie während Ihrer Arbeitszeit an die Versicherung gezahlt haben.

Rente 2016: Die Pflichtbeiträge

Im Jahr 2016 betragen die Pflichtbeiträge 9,35% Ihres Bruttolohns, die von Ihnen gezahlt werden, sowie weitere 9,35%, die der Arbeitnehmer übernimmt. Monatlich beträgt die Summe demnach 18,7% Ihres Bruttolohns.

Es kommen jedoch noch weitere Leistungen hinzu, die die Höhe der Rente beeinflussen.

Personen, die Ihren Wehrdienst oder den Ersatzdienst abgeleistet haben, können diese ebenfalls auf die Rente anrechnen. Die Zeit im Dienst zählt hierbei sogar für die neue Frührente von langjährig Versicherten, auch wenn in dieser Zeit keine Beiträge gezahlt wurden.

Ausbildung zählt nur in Ausnahmefällen

Anders sieht es bei der Ausbildung aus. Schulzeiten und Praktika zählen nicht zu den 45 Jahren, die langjährig Versicherte abgeleistet haben müssen. Ebenso wenig kann ein Studium oder der Besuch einer Meister- oder Fachschule angerechnet werden.

Eine betriebliche Lehre, bei der regelmäßige Beiträge eingezahlt werden, ist hingegen voll anrechnungsfähig.

Ebenfalls neu ist, dass Zeiten der Arbeitslosigkeit nicht mehr als beitragsfreie Zeiten gewertet und hinzugezogen werden. Dies bedeutet gleichzeitig, dass die neue Frührente für Studenten und selbst für kurzzeitig Arbeitslose nur noch schwer zu erreichen ist.

Wer erst mit 24 oder 25 in den Beruf einsteigt, kann rein rechnerisch bis zum 65. Lebensjahr keine 45 Beitragsjahre mehr erreichen. Diese Regelung richtet sich also eher an normale Berufstätige.

Erziehungsgeld für Eltern

Neben diesen profitieren jedoch auch Eltern von der neuen Regelung. Die Erziehungszeit der Kinder kann zu den 45 Jahren hinzugerechnet werden und ermöglicht so im besten Fall einen früheren Renteneinstieg.

Hiervon profitieren vor allem Frauen, die ihre Kinder erziehen können und gleichzeitig für eine Frührente qualifiziert sind.

Dies gilt ebenso für die Pflege von Angehörigen, jedoch nur, wenn diese Pflege mindestens 14 Stunden in der Woche betrug und sie nicht hauptberuflich vorgenommen wurde.

Hierbei sollten Sie beachten, dass der Pflegebedürftige eine offizielle Pflegestufe besitzen und persönlich bei der Pflegekasse einen Antrag stellen muss. Nur dann können diese Zeiten angerechnet werden.

Freiwillige Beiträge werden nicht angerechnet

Falls Sie früher eine längere Ausbildungszeit durch das Zahlen freiwilliger Beiträge überbrücken konnten, ist dies mit der neuen Frührente nicht mehr möglich. Diese Zeiten werden nun nicht mehr angerechnet.

Somit werden auch selbstständige Arbeitnehmer ausgeschlossen, deren Beiträge immer auf freiwilliger Basis überwiesen werden.

Diese müssen dann wie Akademiker auf die normale Rente für langjährig Versicherte ausweichen, die mit 35 Jahren Wartezeit deutlich leichter erreichbar ist.

12. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.