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Rentensystem: Das hat sich in den letzten Jahren verändert

Bei der Rente 2016 gilt das vom Bundestag vor einigen Jahren beschlossene Gesetz zur Aufhebung der Altersgrenze.

Dieses besagt, dass das Renteneintrittsalter schrittweise bis 2030 auf 67 Jahre angehoben werden soll. Pro Jahr soll so ein Monat zur Arbeitszeit hinzugefügt werden.

Rente 2016: 65 Jahre, 5 Monate

Seit Januar 2012 steigt das Einstiegsalter also um einen kleinen Zeitraum an und liegt bei der Rente 2015 bei 65 Jahren und 5 Monaten.

Dies bedeutet einfach gesagt: Wer im März 1951 geboren wurde (und somit im März 2016 65 Jahre alt wird), kann erst im August 2016 in Rente gehen, wenn er die ungekürzte Altersrente erhalten möchte.

Im kommenden Jahr müsste er dann schon ein halbes Jahr warten, um die volle Rente zu erhalten.

Neue Regelung gilt für ab 1947-Geborene

Dies bedeutet, dass jeder, der vor dem 1. Januar 1947 geboren wurde, nicht von den neuen Regelungen betroffen ist und seine Rente weiterhin ab 65 erhält.

Für die Personen, die zwischen dem 1. Januar 1947 und dem 31. Dezember 1963 geboren wurden, steigt das Eintrittsalter stufenweise an – je später der Geburtstag, desto länger muss gearbeitet werden.

Deutlich einfacher, aber auch unangenehmer, wird es für Arbeiter, die ab dem 1. Januar 1964 geboren worden sind. Diese erhalten die abschlagsfreie Rente generell erst mit 67 Jahren.

Die Hintertür der Altersteilzeit

Eine kleine Hintertür gibt es jedoch. Alle, die zwischen 1947 und 1954 geboren wurden und bereits vor 2007 Altersteilzeit beantragt haben, sind von den Änderungen ebenfalls nicht betroffen. Ansonsten gilt die Steigerung auch für die Frührenten.

Langjährig Versicherte, die bislang nach 35 Beitragsjahren in Rente gehen konnten, können dies inzwischen nur noch in Sonderfällen tun.

Dabei sollte beachtet werden, dass viele Frührenten prinzipiell abgeschafft werden sollen. Dies betrifft beispielsweise die Rente nach langer Arbeitslosigkeit. Dies wurde jedoch schon vor längerer Zeit beschlossen und hängt nicht mit der Rente mit 67 zusammen.

Auch die besondere Altersrente für Frauen ab 60 Jahren läuft demnächst aus. Nur Frauen, die spätestens 1951 geboren wurden, können diese Frührente weiter nutzen.

Neue Rentenform für langjährig Versicherte

Stattdessen gilt nun eine neue Rentenform für langjährig Versicherte. Diese greift nun erst bei 45 Beitragsjahren und wird in Zukunft die einzige Grenze sein, um vorzeitig die komplette Rente zu erhalten.

In einigen Jahren werden die anderen Formen nur mit Abschlägen möglich sein.

Dennoch mildert diese Form die Rente mit 67 für besonders fleißige Arbeitnehmer etwas ab. Zu den hierbei berücksichtigten Wartezeiten zählen jedoch nur Jahre, in denen selber gearbeitet wurde oder andere Menschen gepflegt wurden.

5. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.