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Alternative Frührente: Lohnt sie sich?

Trotz der neuen Regelungen zur Rente 2016 ist es auch weiterhin möglich, vor dem Renteneintrittsalter in Pension zu gehen. Entgegen aller Unkenrufe werden die Frührenten nämlich nicht gänzlich gestrichen, sondern vielmehr unattraktiver gemacht.

Dennoch kann sich die Frührente in vielen Fällen lohnen. Natürlich müssen hierfür aber einige Hürden genommen werden.

Die Stolpersteine der Frührente

Diese Stolpersteine setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen, die allesamt erfüllt werden müssen. Diese sind Wartezeiten, Ersatz- und Anrechnungszeiten, bestimmte Pflichtbeiträge oder das Erreichen eines vorgegebenen Alters.

Aktuell existieren noch vier Formen der Frührente. Die vorgezogene Altersrente für Frauen ab 60, die Frührenten nach Arbeitslosigkeit, die Rente für langjährig Versicherte sowie die Rente nach Erwerbsminderung oder Schwerbehinderung.

Altersgrenzen für die Frührente 2016 steigen an

Für sämtliche Frührenten werden die Altersgrenzen momentan jedoch stufenweise angehoben – ähnlich wie bei der normalen Altersrente um einen Monat pro Jahr.

Dies betrifft bei Frauen, die sich für die vorgezogene Rente ab 60 interessieren, alle Jahrgänge ab 1952. Diese werden sie in dieser Form nicht mehr erhalten.

Allen Frührenten gemein ist, dass die Rente nicht voll ausbezahlt wird. Zunächst kommen hier Abschläge für die nicht gearbeiteten Monate hinzu, danach weitere für Sozialbeiträge und die Krankenkasse.

Abschläge werden pro Monat berechnet

Die Abschläge für den früheren Renteneinstieg sind dabei relativ hoch. Pro Monat, bei dem die Rente vor dem offiziellen Einstieg genutzt wird, sinken die Auszahlungen um 0,3 %. Pro Jahr bedeutet dies also ein Minus von 3,6 %, als Maximalgrenze wurden 18 % festgelegt.

Diese Abschläge bleiben ein Leben lang erhalten und werden nicht nach dem Erreichen der offiziellen Grenze aufgehoben.

Frührente mit Minus beim Hinterbliebendenschutz

Daneben wirkt sich eine Frührente auch auf den Hinterbliebendenschutz aus. Stirbt ein Frührentner, bekommen auch die Hinterbliebenden nur eine Rente auf Basis der gekürzten Bezüge.

Im Gegensatz zu anderen Rentenformen ist es jedoch möglich, die Rente durch Sonderzahlungen zu erhöhen.

Unter bestimmten Voraussetzungn können hier auch rückwirkend Rentenbeiträge nachgezahlt werden. Dies ist jedoch nur bis zum 31. März des Folgejahres möglich. Ausbildungszeiten können hingegen bis zum 45. Lebensjahr nachgeleistet werden.

Frührente kann sich lohnen

Trotz dieser Abschläge kann sich eine Frührente lohnen. Rechnet man die Zahlungen zusammen, erhält man in vielen Fällen mindestens bis zum 85. Lebensjahr mehr Geld, erst danach kann es zu finanziellen Einbußen kommen.

Die Entscheidung über das Für und Wider kann daher schwierig sein. Im Zweifel kann der Rentenberater den jeweiligen Abschlag für Sie ausrechnen lassen und Ihnen den besten Weg aufzeigen.

13. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.