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Rente 2016: Darum werden Versicherungen zum Problem

Die Rente 2016 steht vor großen Problemen. Die gesetzliche Rentenversicherung kann daher in der Zukunft meist nur noch eine Grundversorgung garantieren.

Jedem aktuellen Arbeitnehmer wird daher dazu geraten, schnellstmöglich eine private Vorsorge zu treffen. Doch woher kommen diese Probleme eigentlich?

Rente 2016: Immer weniger Beitragszahler

Das Hauptproblem ist, dass immer weniger Kinder geboren werden. Dies führt dazu, dass die Zahl der Beitragszahler in Deutschland von Jahr zu Jahr immer weiter absinkt. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung in Deutschland aber immer weiter an.

Lag sie bis vor 50 Jahren beispielsweise noch bei knapp 70 Jahren, stieg sie bis zum Jahr 2014 auf mehr als 80 Jahre an. Dies bedeutet, dass der durchschnittliche Deutsche knapp 10 Jahre länger Rente erhalten muss als es in den 60er-Jahren noch der Fall war.

Staat muss für Unterschied einspringen

Die aktuellen Einzahlungen reichen für dieses Plus inzwischen längst nicht mehr aus. Hier muss der Staat einspringen. In den vergangenen Jahren hat der Staat mit mehr als 60 Milliarden Euro ausgeholfen. Aber selbst diese gewaltigen Zahlen werden in wenigen Jahren nicht mehr ausreichen.

Daran wird auch das steigende Renteneinstiegsalter nichts ändern. Dies soll nach den Plänen der Bundesregierung bis 2030 auf 67 Jahre steigen.

Rente 2016: Deutsche Einheit als Problemfaktor

Ein großer Faktor hierbei ist auch die Deutsche Einheit. Im Jahr 1990 kamen plötzlich mehrere Millionen von Rentnern hinzu, die durch die lange Arbeitszeit in der DDR hohe Rentenforderungen hatten.

Diese mussten jedoch gezahlt werden, auch wenn die Arbeitgeber in den neuen Bundesländern bei weitem nicht so hohe Einzahlungen leisten konnten.

Alternativleistungen werden zum Problem

Doch nicht nur das ist ein Problem. Neben der normalen Rente werden auch noch viele weitere Leistungen aus der Rentenkasse bezahlt.

Hierzu zählt unter anderem die Rehabilitationsleistungen, um Kranke zu versorgen, oder die Hinterbliebenen-Rente, bei der eine Person begünstigt wird, die jedoch keinerlei Einzahlungen getätigt hat.

Außerdem werden für viele beitragsfreie Zeiten wie Arbeitslosigkeit oder Ausbildung Zeiten angerechnet, die die Renten erhöhen, aber kein Geld gebracht haben. Dies bedeutet, dass die gesetzliche Rentenkasse letztendlich für eine Vielzahl an sozialen Ausgaben beteiligt ist, für die sie jedoch kein Geld bekommen hat.

Rentenniveau wird weiter sinken

All diese Probleme bedeuten, dass das Niveau der gesetzlichen Rente, das aktuell bereits weit unter 50% des letzten Lohnes liegt, immer weiter sinken wird.

Das heißt, dass in Zukunft nur noch eine Grundversorgung sichergestellt werden kann, die nicht im Verhältnis zu der erbrachten Arbeitsleistung steht. Experten empfehlen daher den Umstieg auf eine private Altersvorsorge, um den Lebensstandard auch im Alter halten zu können.

11. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.