von Jan Aalto

Rente: Eintrittsalter steigt auf 69 oder mehr

Kommission schaltet sich ein.

Die Rentensysteme brechen zusammen - mögliche Ausweichchancen.

Geht es nach der Politik, werden wir uns an die Rente mit 67 gewöhnen müssen.

Geht es nach den neuesten Forschungen, reicht auch das Eintrittsalter nicht aus.

Das Max-Planck-Institut errechnte bereits ein Alter von 72 Jahren als besten Eintrittszeitpunkt. Die EU-Kommission haut in etwa in dieselbe Kerbe: das Eintrittsalter solle zusammen mit der höheren Lebenserwartung steigen.

Halten Sie demgegenüber zudem die Entwicklung der Bevölkerung, ist klar: die Politik wird - sekundiert von Instituten - das Rentenalter Schritt für Schritt anheben. Das bedeutet zweierlei: Sie "können" mitmachen - oder kaufen sich frei von diesen Verpflichtungen. Entscheidend wird die individuelle Vorsorge.

Wichtig: hohe Sparraten, höchste Renditen

Abhängig davon, wie alt Sie bei Beginn der Sparphase sind, sind hohe Sparraten daher ratsam.

Lebensversicherungen mit etwa 4% Rendite reichen dieser Tage für dieses Vorhaben in der Regel nicht mehr aus. Wer noch einhundert Euro oder mehr in die langfristige Vorsorge investieren kann, hat andere Chancen.

Der Dax etwa hat in den vergangenen 25 Jahren seit 1987 im Durchschnitt mit Sparplänen - in einer fiktiven Rückrechnung - etwa 7,8% Rendite jährlich gebracht. Das bedeutet:

Das Vermögen wird sich vergleichsweise schnell dank Zins- und Zinseszinseffekt gegenüber den normalen Lebensversicherungen mindestens vervierfachen.

Alternative: Auszahlpläne

Wenn Sie Ihre Rendite optimieren wollen, lassen Sie sich nicht wie bei üblichen Versicherungsverträgen den Betrag auszahlen, sondern schließen beispielsweise Fonds mit Auszahlplänen ab.

Das heißt: Sie lassen sich einen bestimmten Betrag - etwa monatlich - auszahlen, während der Rest des Vermögens das ausgezahlte Geld möglichst wieder verdienen sollte. Bedenken Sie:

  • Für ein solches Modell brauchen Sie mit normalen Aktienfonds in der Regel nicht mehr aufzuwenden als bei typischen Lebensversicherungen. Denn:
  • Bei einer Rendite von 10% und einer Auszahlung von 500 Euro im Monat benötigen Sie nur etwa 5000 Euro jährlich Auszahlungsbetrag (durch den Zins- und Zinseszinseffekt).
  • Das wiederum bedeutet: 50.000 Euro Vermögen reichen, um zumindest nominal das Kapital zu erhalten und trotzdem eine monatliche "Rente" daraus zu beziehen.
  • Sie können den Betrag wegen der benötigten Mehrrendite aufgrund inflationärer Geldentwertung auch etwas anheben. So bräuchten Sie bei einer Inflationsrate von 3% unserer Analyse nach etwa einen Anlagebetrag in Höhe von 70.000 Euro.

GeVestor meint: Steigt das Renteneintrittsalter auf beispielsweise 72 absehbar an - und nach allen Regeln der Wahrscheinlichkeit sogar schneller als bis dato öffentlich bekanntgegeben -, erkaufen Sie sich die Zeit mit möglichst frühzeitigen Aktieninvestitionen.

Ideal sind jetzt - dauerhaft - Aktienfonds, die auf Substanz setzen - und nicht auf kurzfristige Gewinne. So können Sie beispielsweise sogar ETF auf den MSCI World kaufen. Oder: Fonds auf deutsche Standardwerte - am besten auch hier ETFs und nicht eines der Fonds-Dickschiffe am Markt. Wichtig:

Achten Sie bei den Fondsprospekten darauf, dass die Fonds Auszahlpläne kennen.

 
 
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