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Rente gegen Einmalzahlung: Wie sinnvoll ist diese Geldanlage?

Wer heute eine größere Summe Geld im Alter ausgezahlt bekommt, legt das Geld meist an, um im Alter eine Zusatzrente zu kassieren. Versicherungen bieten für diese Fälle natürlich eine Lösung an: Die Rente gegen Einmalzahlung.

Die Frage für die Versicherten ist natürlich: Lohnt sich das für mich? Dafür macht es Sinn, sich einmal ein Angebot genauer anzuschauen. Wer als heute 60-jähriger 100.000 Euro bei einem Direktversicherer anlegt, erhält lebenslang eine garantierte Rente von 390 Euro, mit Überschussbeteiligung können das bis 506 Euro werden – sicher ist das aber nicht.

Werden es am Ende wirklich nur die garantierten 390 Euro, bekommt der Sparer erst einmal über 21 Jahre nur sein eigenes Geld zurück – und hat keinen Cent Zinsen bekommen.

Um eine Rendite von 2,5 % zu erreichen, müsste die Rente insgesamt 30 Jahre und fast 4 Monate gezahlt werden. Und selbst bei 506 Euro Rente erhalten die Sparer bei der Rentenversicherung mehr als 16 Jahre nur Ihr eingezahltes Kapital zurück. 2,5 % Rendite erreicht man dann erst bei einer Laufzeit von über 21 Jahren.

Der Faktor Sicherheit

Die Rendite ist also nicht das, was den Sparer in eine Rentenversicherung gegen Einmalzahlung ziehen dürfte. Denn die 100.000 Euro werfen als festverzinslich angelegtes Geld schon rund 210 Euro monatliche Zinsen ab – bei vollem Kapitalerhalt.

Den kann die Rentenversicherung nicht bieten – bei ihr gibt es nur eine Rentengarantiezeit über 10 Jahre, die allerdings noch einmal bis zu 0,15 % Rendite kosten. Eine wichtige Rolle spielt natürlich auch die Steuer.

Die Rentenversicherung bietet hier Vorteile, da im Alter nur der Ertragsanteil besteuert wird, der bei einem Rentenbeginn mit 65 Jahren nur 18 % beträgt – Sparzinsen werden hingegen mit 25 % Abgeltungssteuer belegt, wenn nicht der individuelle Steuersatz geringer ist.

Rürup-Modell mit Einmalzahlung

Eine besondere Form der Rentenversicherung gegen Einmalzahlung bietet das Rürup-Modell an. Bei einer Einmaleinzahlung können derzeit 70 % der Beiträge steuerlich abgesetzt werden – begrenzt auf 14.000 Euro für Alleinstehende und 28.000 Euro für Verheiratete.

Damit sind Steuerersparnisse von fast 12.000 Euro möglich, die allerdings teuer bezahlt werden. Denn auch die Rentenversicherung an sich wird durch die Rürup-Variante nicht zum Renditeknaller.

Das gilt umso mehr, als die Rürup-Renten bereits heute mit 60 % besteuert werden – und dieser Satz steigt für jeden neuen Rentnerjahrgang an. Sollten allerdings die Renteneinkünfte im Alter gering sein, dürften unter dem Strich tatsächlich kaum Steuern fällig werden – und das Rürup-Modell mit Einmalzahlung wird lohnender.

Das große Plus der Rentenversicherung ist auch beim Rürup-Modell der Faktor Sicherheit. Denn während das Ersparte in den meisten Fällen verbraucht sein dürfte, muss die Rentenversicherung bis zum Lebensende zahlen – egal, wie alt der Versicherte wird. Damit dürfte es vor allem eine gute Lösung für alle sein, die sich eine lebenslang sichere Rente zulegen möchten.

7. Juni 2010

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Oliver Mest
Von: Oliver Mest. Über den Autor

Als gelernter Jurist und Versicherungsmakler ist die direkte Kundenberatung das Geschäft von Oliver Mest. Als Fachautor für Steuer- und Versicherungsthemen vermittelt er kompaktes Wissen auch ohne persönliche Beratung für jede Zielgruppe passgenau und leicht verständlich. Als Chefredakteur des Vorsorgeportals www.optimal-absichern.de ist er zudem im Internet mit Vorsorge- und Finanzthemen auf einer eigenen, erfolgreichen Plattform präsent.