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Hinterbliebene profitieren ohne eigene Beiträge

Wenn ein Versicherter stirbt, steht der Rest der Familie dennoch nicht vor dem Abgrund. Hierfür sorgen die Regelungen zur Rente 2016.

Hinterbliebene sind dabei nicht verpflichtet, zu einem Zeitpunkt Beiträge in die Rentenversicherung zu zahlen. Wichtig hierfür ist nur das Rentenkonto des Verstorbenen.

Hinterbliebenen-Rente und Waisen-Rente 2016

Bei der Hinterbliebenen-Rente stehen zwei Arten zur Verfügung, die normale Hinterbliebenen-Rente und die Waisen-Rente. Anspruch auf die Hinterbliebenen-Rente haben verheiratete Paare, egal, ob sie getrennt oder zusammen gelebt haben.

Selbst geschiedene Ehepartner, die vor dem 1. Juli 1977 geschieden wurden und einen Unterhaltsanspruch besitzen, sind für die Rente qualifiziert. Dies gilt seit Beginn 2005 auch für eingetragene Lebensgemeinschaften.

Die Waisen-Rente richtet sich hingegen an die Kinder von Verstorbenen, egal ob eheliche, adoptierte oder nicht eheliche Kinder. Auch Stiefkinder können von der Rente profitieren.

Für sie alle gilt die Altersgrenze von 18 Jahren, wenn sie sich in der Ausbildung befinden, wird sogar bis 27 Jahren gezahlt. In Extremfällen fallen auch Enkelkinder unter die Waisen-Rente. Dies ist der Fall, wenn sie bei ihren Großeltern gelebt haben und von ihnen finanziell abhängig waren.

Der Todeszeitpunkt entscheidet

Das Problem beim Hinterbliebenenrecht ist jedoch, dass es in den letzten Jahrzehnten oftmals geändert wurde. Welches Recht in einem bestimmten Fall gilt, hängt vom Todeszeitpunkt des Versicherten ab.

Ein wichtiges Datum war beispielsweise das Jahr 1985. Seit diesem Jahr bekommt eine Ehefrau nicht unbedingt die Rente des Ehemanns, wenn sie über ein eigenes Einkommen verfügt.

Eigenes Einkommen, egal ob von Mann oder Frau, wird seitdem angerechnet. Liegt es über einer bestimmten Grenze, wird die Hinterbliebenen-Rente gekürzt.

Unter eigenes Einkommen fällt dabei neben Gehalt und Lohn auch Arbeitslosen- oder Krankengeld.

Eigene Einkünfte werden jedoch für die Rente 2015 nicht voll angerechnet. Es gilt ein Freibetrag von 771,14 € im Monat in Westdeutschland beziehungsweise von 714,12 € in Ostdeutschland. Für jedes Kind kommen zusätzlich 163,58 € bzw. 151,48 € hinzu.

Rente 2016: Für Neuheiraten gekürzt

Zum 1. Januar 2002 wurde das Hinterbliebenenrecht erneut geändert. Dies betrifft sämtliche Ehen, die nach 2001 geschlossen wurden. Seitdem beträgt die Rente eines Witwers oder einer Witwe nur noch 55 % der Rente des Verstorbenen.

Neben der großen, vollen Witwenrente, existiert auch noch eine kleine Rente. Diese wird gezahlt, falls der Hinterbliebene Ehepartner jünger als 45 Jahre ist.

Hierbei beträgt die Rente nur noch 25 % des Einkommens des Partners. Mit dem Erreichen des 45. Lebensjahres wird die Rente dann aufgestockt.

Regelungen bei erneuter Heirat

Bei einer erneuten Heirat der Witwe oder des Witwers wird die Hinterbliebenen-Rente zum Monat der neuen Hochzeit eingestellt.

Die Rentenkasse ist jedoch verpflichtet, eine Abfindung über 2 Jahre zu zahlen.

Wird die zweite Ehe geschieden, kann erneut die erste Witwenrente beantragt werden. Eventuelle Ansprüche aus der zweiten Ehe werden dann auf die Rente aufgeschlagen.

15. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.