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Rente: Steuererklärung auch im Alter wichtig

Seit der Reform des Steuerrechts werden jährlich mehr und mehr Rentner steuerpflichtig. Doch die Steuererklärung in der Rente bringt sowieso viele Vorteile. Denn die Finanzämter interessieren sich entgegen aller Annahmen auch für die Einkünfte im Alter – und daher ist oftmals eine Steuererklärung Pflicht.

Dies kann in vielen Fällen erst nach Jahren des Ruhestands ein Thema werden. Dann nämlich, wenn sich auf einmal das Finanzamt per Steuerbescheid meldet. Die Rentenversicherungen sind inzwischen nämlich verpflichtet, Rentenbezugsmitteilungen an den Fiskus zu übermitteln.

Nachzahlungen und Pfändung drohen bei Missachtung

Ein Steuerstrafverfahren wird jedoch bei Rentnern im Normalfall nicht mehr angewandt. Nachzahlungen sind aber dennoch zu erwarten. Da das Finanzamt im Ernstfall jedoch die gesamte Rente pfänden könnte, sollte jeder Rentner der Aufforderung nach einer Steuererklärung so schnell wie möglich nachkommen.

Und im Alter ist die Möglichkeit von Steuervorteilen sogar noch höher. Die Arbeit kann sich also auch finanziell lohnen. Es wird also Zeit, sich einen Papiervordruck oder besser noch eine Steuersoftware zu besorgen.

Rente in der Steuererklärung: Der Hauptvordruck

Im Hauptvordruck können zunächst die sogenannten außergewöhnlichen Belastungen eingetragen werden. Dazu gehören beispielsweise Krankheits- und Pflegekosten. Jedoch gilt hierfür eine Grenze, die individuell berechnet wird. Alle Kosten, die unter dieser Grenze liegen, sind steuerlich nicht von Vorteil.

Außerdem können im Hauptvordruck Haushaltshilfen, Handwerker, Gärtner und weitere Dienstleister abgesetzt werden. In der Rubrik „haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, Dienstleistungen und Handwerkerleistungen“ zählen jedoch nur die Kosten für die Arbeit an sich, Materialkosten müssen hingegen selber getragen werden.

Spenden und Zuwendungen können im Hauptvordruck ebenfalls eingetragen werden. Für kleinere Beträge unter 200 € reicht hierbei meist eine Kopie des Kontoauszuges, für höhere Beträge sollte hingegen eine Zuwendungsbestätigung mit eingereicht werden.

Rente in Anlage R der Steuererklärung eintragen

In der Anlage R müssen sämtliche Renten aus Versicherungen, Alterskassen und Versorgungseinrichtungen angegeben werden, egal ob eine gesetzliche oder private Pension ausgezahlt wird. Kreuzen hierbei die entsprechende Form an. Eine Pension, die auf Steuerkarte bezogen wird, muss hingegen in der Anlage N eingetragen werden.

Auf Seite 2 der Anlage R können Werbungskosten geltend gemacht werden. Hat ein Pensionär beispielsweise einen Rentenberater beauftragt, können die Kosten hierfür abgesetzt werden. In Zeile 5 der Anlage geben Sie die Bruttorente vor dem Abzug der Versicherungskosten an.

Versicherungen und Ehrenamt absetzbar

Diese werden hingegen erst in der „Anlage Versorgeaufwand“ abgesetzt. Hierbei können nicht nur Kranken- und Pflegeversicherungen eingetragen werden, sondern auch sämtliche Haftpflichtversicherungen – egal ob von Mensch, Tier oder Auto.

Personen, die sich ehrenamtlich betätigen, haben ebenfalls einen Anspruch auf gewisse Freibeträge, die sich je nach ihrer Position im Ehrenamt staffeln. Diese führen Sie in Anlage S an. Was nun nach einem Haufen Arbeit klingt, lohnt sich in jedem Fall. Im Normalfall können Rentner so mindestens dreistellige Beträge vor dem Fiskus retten.

5. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.