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Rente: Wie hoch ist der persönliche Freibetrag?

In die gesetzliche Rentenkasse zahlen Arbeitnehmer und freiwillig rentenversicherte Selbstständige ein und erhalten im Ruhestand dann monatliche Auszahlungen.

Seit dem 01. Januar 2015 gilt für die Rente die nachgelagerte Besteuerung. Aufwendungen für die Altersvorsorge werden zunehmend von der Steuer befreit, bei der Auszahlung der Renteneinkünfte kassiert dann allerdings der Fiskus mit.

Die Besteuerung der Rente orientiert sich am Renteneintrittsalter

Jeder Pensionär, der jährlich als Alleinstehender mehr als 8.652 € (Stand 2016) oder als Verheirateter 17.304 € bezieht, muss seine Rente versteuern. Die Besteuerung orientiert sich daran, in welchem Jahr jemand in Rente geht. Bis zum Jahr 2039 bleibt für jeden Rentner ein Freibetrag, den er nicht versteuern muss, der allerdings seit 2005 von Jahr zu Jahr schrumpft.

Wer im Jahr 2005 oder früher in den Ruhestand eingetreten ist muss 50 % seiner Rente versteuern und erhält 50 % der Zahlungen steuerfrei. Pro Jahr addieren sich bis zum Jahr 2020 2 % hinzu, die Rentner von ihren Bezügen mehr versteuern müssen. Ab dem Jahr 2020 steigt der Satz um 1 % an, bis im Jahr 2040 eine 100 %-ige Besteuerung der Rente erreicht ist.

Ein Beispiel zur Besteuerung der Rente

Bei einer monatlichen Rente von 1.000 €, die einem alleinstehenden Pensionär ab dem Jahr 2016 zusteht, müssen 72 % der Bezüge versteuert werden. Da bei einer Jahresrente von 12.000 € 8.652 € unter den Grundfreibetrag fallen, bleiben noch 3.348 €, von denen 28 % (937,44 €) steuerfrei sind. 2.410,56 € (72 %) muss der Pensionär nach seinem persönlichen Grenzsteuersatz versteuern, er kann aber auch noch weitere Freibeträge nutzen.

Ein Freibetrag ist beispielsweise der Werbungskostenpauschbetrag für Rentner, der bei 102 € liegt oder der Sonderausgabenpauschbetrag in Höhe von 36 €. Auf diese Weise kann die Rentenhöhe noch weiter gedrückt werden, sodass am Ende pro Monat nur ein geringer Anteil versteuert werden muss.

Nachgelagerte Besteuerung dank niedrigerer Steuerzahlungen in der Erwerbstätigkeit vorteilhaft

Im genannten Beispiel müssten nach Abzug von Werbungskosten- und Sonderausgabenpauschbetrag pro Monat nur noch 189,38 € versteuert werden. Weitere Vorsorgeaufwendungen können zudem noch individuell abgesetzt werden.

Da die Steuerbelastung während der Erwerbstätigkeit aufgrund der Aufwendungen für die Altersvorsorge sinkt, ist die nachgelagerte Besteuerung grundsätzlich von Vorteil. Fallen die Bezüge bei einer Altersrente geringer aus als die Einnahmen während der Erwerbstätigkeit, rechnet sich der dadurch niedrigere Steueranteil auf die Rente im Vergleich zur Steuerersparnis während der Erwerbstätigkeit.

Die Besonderheiten der nachgelagerten Versteuerung

Für angehende Pensionäre, die ihre Rente berechnen wollen, ist das Renteneintrittsalter entscheidend, was die Besteuerung der Rente angeht. Grundsätzlich gilt, dass der einmal festgelegte Steuersatz für immer bleiben wird. Rentenerhöhungen sind insofern davon betroffen, dass sie dem zu versteuernden und nicht dem steuerfreien Teil zugerechnet werden.

Aufgrund größerer Steuerersparungen in der Einzahlphase während der Erwerbstätigkeit kann sich die nachgelagerte Besteuerung lohnen, da die Bezüge und somit die Steuerabgaben im Alter geringer sind.

Tabellarische Übersicht zu den Freibeträgen in der Rente:

Jahr des RentenbeginnsBesteuerungsanteil in %Prozentsatz für Rentenfreibetrag
Bis 20055050
20065248
20075446
20085644
20095842
20106040
20116238
20126436
20136634
20146832
20157030
20167228
20177426
20187624
20197822
20208020
20218119
20228218
20238317
20248416
20258515
20268614
20278713
20288812
20298911
20309010
2031919
2032928
2033937
2034946
2035955
2036964
2037973
2038982
2039991
Bis 20401000

3. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.