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Rente: Zahlungen rückwirkend seit 2004

Das Thema Altersvorsorge ist generationsübergreifend wichtig. Damit sollte sie auch schon lange vor dem Renteneintritt von Interesse sein. Denn der Ruhestand kommt bestimmt, und eine gute, frühzeitige Absicherung kann für ein geruhsames Rentnerdasein Gold wert sein. Allerlei Informationen rund um das Thema Rente sind vor dem Eintritt in den Ruhestand abzuklären.

Dazu gehört neben den Themen Rentenanpassungen und Rentenansprüche auch die Frage nach dem Zeitpunkt der ersten Rentenzahlung. Wird die Rente rückwirkend, oder wird sie im Voraus gezahlt? Wann im Monat ist mit den Zahlungen zu rechnen?

Überweisung von Rentenbeiträgen rückwirkend

In 2004 traten für Rentner einige Änderungen in Kraft. Eine Änderung betraf die Rentenzahlung im Voraus. Rentner, die vor April 2004 in den Ruhestand getreten sind, bekamen ihre Rente immer am Monatsanfang im Voraus ausbezahlt. Dies änderte sich ab April 2004. Rentner erhalten ihre Rente nun in der Regel am letzten Bankarbeitstag des Monats. Die Rente wird dann rückwirkend für diesen Monat ausbezahlt.

Rentenberechnung kann dauern

Rentenzahlungen erfolgen jedoch nicht einfach automatisch mit dem Renteneintritt. Die Antragstellung ist der erste wichtige Schritt, damit es überhaupt zu einer Rentenzahlung kommt. Dieser Antrag sollte am besten bereits 3 Monate im Voraus gestellt werden, da die Berechnung der Rentenzahlung anhand einer komplizierte Rentenformel erfolgt.

Der Versicherungsverlauf sollte der zuständigen Rentenversicherung für die Berechnung lückenlos vorliegen. Die zahlreichen Informationen werden vom Versichertenträger gründlich überprüft. Bei nachgereichten Informationen über rentenrechtliche Zeiten kann sich die Berechnungszeit um einige Wochen verlängern.

Rentenrechtliche Zeiten

Unter rentenrechtlichen Zeiten, die meist schon im Versicherungsverlauf erfasst sind, fallen berufliche Ausbildungszeiten, die Zeit als Arbeitnehmer und Zeiten nach dem 31.12.1978, in denen Schlechtwettergeld, Winterausfallgeld oder Saison-Kurzarbeitergeld bezogen wurde. Zu den anrechenbaren Zeiten zählt zudem der Wehr- oder Zivildienst bzw. der Bundesfreiwilligendienst.

Zu den der Rente anrechenbaren Zeiten, die meist nicht im Versicherungsverlauf abgebildet sind, zählen z.B. Zeiten der Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen sowie Zeiten der Arbeitslosigkeit und Krankheit. Aufgrund dessen ist eine vorzeitige Antragstellung dringend anzuraten.

Zwar verschiebt sich wie erwähnt durch so eine Nachreichung rentenrelevanter Daten schnell die ganze Antragsbearbeitung um einige Wochen nach hinten, jedoch kann so auch die Rentenzahlung höher ausfallen.

Informationen rund um die Rente verfolgen

Die Rente betrifft nicht nur Beschäftigte kurz vor dem Ruhestand. Schon vor dem Eintritt ins Berufsleben ist eine ausführliche Auseinandersetzung mit diesem Thema sinnvoll. So kann späteren Versorgungsengpässen vorgebeugt werden. Und auch kleinere Änderungen der Modalitäten der Rentenzahlungen sollten nicht nur von Ruheständlern beachtet werden. Denn über kurz oder lang steht der Renteneintritt jedem bevor.

13. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.