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Rentenalter 2016: Es verschiebt sich immer weiter

Bisher war es so: Wer 65 Jahre alt ist, geht ohne finanzielle Einbußen in die Rente.

2016 ist dies jedoch nicht mehr so. Seit Januar 2012 steigt das Renteneintrittsalter nämlich jedes Jahr um einen Monat an.

In diesem Jahr liegt es demnach bei 65 Jahren und 5 Monaten. Der Plan ist, die Arbeitszeit bis 2030 so Schritt für Schritt auf 67 Jahre zu verlängern.

Frührente weiterhin möglich

Neben dieser normalen Altersrente existieren jedoch weitere Formen der Frührente, beispielsweise für langjährig Versicherte oder Frauen. Diese setzen jedoch die Erfüllung strikter Bedingungen voraus und werden auch dann nur mit Abschlag ausgezahlt.

Dieser Abschlag beträgt im Jahr 2016 für jeden Monat, den eine Person vor der Grenze von 65 Jahren und 5 Monaten in Rente geht, 0,3%. Dieser Abschlag gilt außerdem für die gesamte Rente und nicht nur bis zum Erreichen der Altersgrenze.

Einen Ausnahmefall gibt es jedoch: Ein Versicherter, der mehr als 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat, kann bereits mit 65 Jahren in die Rente gehen, ohne dabei Einbußen in Kauf nehmen zu müssen. Freiwillige Beiträge zählen hierbei jedoch nicht.

Rente 2016: Die Wartezeit

Ganz anders ist dies jedoch bei der Wartezeit. Dieser Begriff bezeichnet den Mindestzeitraum, in der eine Person in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sein muss, um die Regel-Altersrente zu erreichen.

Bei der Rente liegt diese Wartezeit bei 60 Monaten, also fünf Jahren. Die Wartezeit addiert sich dabei aus den Monaten zusammen, in denen entweder Pflichtbeiträge oder freiwillige Beiträge gezahlt wurden.

Ebenso fallen Pflegezeiten, die Kindererziehung oder die Erwerbstätigkeit in einer geringfügigen, versicherungsfreien Beschäftigung hierunter, meist aber nicht in vollem Umfang.

Ein Jahr in einem Mini-Job wird beispielsweise seit dem Jahr 2002 mit drei Monaten für die Rente angerechnet. Die Voraussetzungen für die Regel-Altersrente sind somit jedoch relativ einfach zu erreichen.

Sonderfälle für Erziehung und Pflege

Neben den eben erwähnten Bedingungen gibt es auch einen Sonderfall, der dann in Kraft tritt, wenn mehrere Kinder großgezogen oder Angehörige gepflegt worden sind.

In diesem Fall müssen gar keine Beiträge gezahlt worden sein, um Anspruch auf die Regel-Altersrente zu haben.

Seit dem Jahr 2005 ist ein weiteres Gesetz in Kraft getreten, laut dem die Ausbildung nach dem 17. Lebensjahr nicht mehr als „rentensteigernd“ gewertet wird.

Ein Studium an einer Hochschule wirkt sich demnach nicht auf die Höhe der Rente aus.

Für die Berechnung der Wartezeit wird die Ausbildung jedoch weiterhin voll angerechnet. Wichtig ist: Sowohl bei Altersgrenzen als auch bei der Wartezeit hat jede Rente unterschiedliche Fristen und Bedingungen, die Sie individuell beachten müssen.

11. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.