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Renteneintrittsalter 2015: Gesetze, Regelungen, Vorstellungen

Mit dem Inkrafttreten des Rentenversicherungs-Altersgrenzenanpassungsgesetz zu Beginn des Jahres 2012 begann eine neue Zeitrechnung in der Rentenfrage – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Denn seit dem Jahr 2012 kann jeder Jahrgang erst einen Monat später in Rente gehen als der vorherige. Bis zum Jahrgang 1957 geht jeder Erwerbstätige formal noch mit 65 Jahren in die Rente. Dann aber gibt es bereits die Rente mit 66 Jahren, ehe im Jahr 2029 die Rente nur noch mit 67 Jahren in Anspruch genommen werden kann.

Gesetzliches und durchschnittliches Renteneintrittsalter 2015

Das gesetzliche Renteneintrittsalter 2015 liegt also immer noch bei 65 Jahren. In der Statistik zeigt sich ohnehin ein ganz anderes Bild, als es die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters vermuten lassen würde. Denn 2014 gingen die Deutschen durchschnittlich mit 64 Jahren in Rente – die Frauen mit durchschnittlich 64,3 Jahren erstmals später als die Männer.

Zudem besteht weiterhin die Chance, mit 63 Jahren (in einigen Fällen auch mit 60 Jahren) vorzeitig aus der Arbeitswelt auszuscheiden und sich dem Ruhestand zu widmen. Etwa die Hälfte der Menschen, die das frühestmögliche Renteneintrittsalter 2014 erreicht hatten, nutzte diese Möglichkeit auch. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich.

Während gut verdienende Angestellte auch mit 14,4% weniger Rentenbezügen einen angenehmen Ruhestand genießen können, scheiden viele andere aus gesundheitlichen Gründen aus dem Arbeitsleben aus.

Es gibt einige Branchen wie das Polsterer- oder das Baugewerbe, in denen die Menschen mit zunehmendem Alter nicht mehr die körperlichen Anforderungen ihres Berufs bewältigen können.

Renteneintrittsalter: 2015 noch kein Bedarf

Es gibt aber auch Berufsgruppen, die erheblich länger arbeiten, als es das Gesetz von ihnen verlangt. Das sind vor allem Ärzte und Apotheker. Hier lag das durchschnittliche Renteneintrittsalter im Jahr 2013 teilweise bei über 70 Jahre.

Allerdings genießen auch nur die freien Berufe das Privileg, länger arbeiten zu dürfen. Nicht immer jedoch ist die berufliche Passion auschlaggebend für das Weiterarbeiten nach Erreichen des Renteneintrittsalters.

Vielen Landwirten beispielsweise fehlt einfach der Nachwuchs. Sie arbeiten ebenfalls in der Regel über das Alter von 70 Jahren hinaus, weil sich ihnen kein anderer Ausweg bietet.

Renteneintrittsalter 2015 – aber die Bezüge reichen nicht

Auch ein anderer Trend, der mit dem Renteneintrittsalter 2015 einhergeht, spricht für eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit: Ca. 900.000 Menschen, die das Renteneintrittsalter 2015 oder schon davor erreicht haben, sind gezwungen, hinzuzuverdienen. Ihre Bezüge sind einfach nicht ausreichend für die Lebenssicherung im Alter. Betroffen davon sind 2% aller Rentner.

Sie haben immerhin das Glück der Selbstbestimmung und könnten mit einem Beschäftigtenverhältnis über 65 Jahre hinaus ihre Rente erhöhen. Mehr als 10% der Rentner müssen Pflegeheime in Anspruch nehmen – wie viele das nur mit Sozialhilfe können, ist eine absolute Dunkelziffer.

30. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.