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Renteneintrittsalter bei vorliegender Schwerbehinderung

Das Rentenversicherungs-Anpassungsgesetz, welches nunmehr am 1. Januar 2012 in Kraft getreten ist, hat Auswirkungen auf alle Rentenarten. Menschen, bei denen im Renteneintrittsalter Schwerbehinderung vorliegt, sind der im Gesetz vorgesehenen Verlängerung der Lebensarbeitszeit ebenfalls unterworfen.

Allerdings bleiben die Relationen im Verhältnis zur normalen Altersrente gewahrt. Die Erhöhung des allgemeinen Renteneintrittsalters von 65 Jahren auf 67 Jahre entspricht bei Schwerbehinderten der Heraufsetzung von 63 Jahren auf 65 Jahre.

Renteneintrittsalter Schwerbehinderung: Die sukzessive Erhöhung

Auch der Modus der Einführung erfolgt beim Rentenalter Schwerbehinderung analog der allgemeinen Heraufsetzung des Rentenalters.

Jährlich verlängert sich der Zeitpunkt des Beginns des Rentenbezuges um einen Monat. Innerhalb der nächsten 12 Jahre steigt so das Renteneintrittsalter Schwerbehinderung auf schließlich 64 Jahre.

Ab dem Jahrgang 1964 sind dann das vollendete 65. Lebensjahr und die Erfüllung der Bedingungen nach SGB IX § 2 Absatz 2 (Grad der Behinderung: mindestens 50) Voraussetzung für den Rentenbezug.

Auch die vorzeitige Inanspruchnahme der Altersrente für schwerbehinderte Menschen bleibt möglich. Das Renteneintrittsalter Schwerbehinderung zu einem früheren Zeitpunkt entwickelt sich analog der allgemeinen Heraufsetzung. Es steigt so im Zeitraum bis 2029 von bisher 60 Jahren auf 63 Jahre.

Renteneintrittsalter Schwerbehinderung – die Abschläge bei Frührente

Das Renteneintrittsalter Schwerbehinderung liegt nicht nur unter dem allgemeinen Niveau, sondern auch die Abschläge bei vorzeitigem Rentenbezug fallen geringer aus.

Pro Monat, den ein Mensch mit schwerer Behinderung früher in Rente geht, wird ein Abschlag von 0,3 Prozent wirksam. Ein Jahr früherer Renteneintritt bedeutet für einen Schwerbehinderten den Verzicht auf 3,6 Prozent seiner Rentenzahlung.

Da sich die Regelung auf insgesamt 3 Jahre erstreckt, beträgt der höchstmögliche Abschlag 10,8 Prozent. Unter bestimmten Bedingungen (Geburtstag vor dem 17. November 1950) greift der Vertrauensschutz: dann ist auch ein früherer Renteneintritt ohne Abschläge möglich.

Zu beachten ist, dass bei der Inanspruchnahme eines früheren Renteneintritts Schwerbehinderung die gleichen Zuverdienstgrenzen gelten wie bei der üblichen vorzeitigen Altersrente.

Mehr als 450 € monatlich sind dann nicht möglich, ohne dass die Rente gekürzt wird. Für jeden 450-Euro-Schritt an Zuverdienst über dem Rentenbetrag wird dieser um ein Drittel gekürzt.

Renteneintrittsalter Schwerbehinderung nach Jahrgängen

Die Staffelung des Renteneintrittsalters Schwerbehinderung nach Jahrgängen stellt sich wie folgt dar: Für vor dem 31.12.1950 Geborene gelten die bisherigen Bedingungen inkl. des Rentenbeginns mit dem vollendeten 63. Lebensjahrs. Für die Jahrgänge 1951 – 1963 gilt die stufenweise Erhöhung des Renteneintrittsalters.

Ausgenommen davon sind Versicherte, die vor dem 1. Januar 1955 geboren wurden, am 1. Januar 2007 als schwerbehinderte Menschen anerkannt waren und vor diesem Zeitpunkt eine Altersteilzeitarbeit vereinbart haben sowie Arbeitnehmer mit Anpassungsgeld aus dem Bergbau.

Ab Jahrgang 1964 greift das neue Renteneintrittsalter Schwerbehinderung vollständig. Der Rente-Anspruch wird in jedem Falle durch mindestens 35 Beitragsjahre und die Anerkennung als schwerbehinderter Mensch begründet.

30. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.