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Renteneintrittsalter Mann: Die Vorteile gegenüber Frauen

Seit Beginn des Jahres 2012 gilt die Anhebung der gesetzlichen Altersgrenze für die Regelaltersrente von ehemals 65 auf 67 Jahre.

Diese Anhebung der Altersgrenze erfolgt schrittweise und richtet sich nach dem Geburtsjahr. Das heißt, dass sich für alle Versicherten ab dem Geburtsjahr 1947 die Altersgrenze um 1 Monat pro Lebensjahr erhöht.

Ab dem Geburtsjahr 1959 wird sie sogar um 2 Monate aufgestockt. So soll das Renteneintrittsalter an die erhöhte Lebenserwartung angeglichen werden.

Renteneintrittsalter: Regelaltersrente und deren Voraussetzungen

Nachdem die Rente beantragt wurde, kann die Regelaltersrente bezogen werden. Dazu gelten jedoch einige Voraussetzungen:

Von mindestens 5 Jahren Wartezeit darf nicht abgewichen werden. Dazu muss der Versicherte nicht weniger als 5 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben.

Die Ermittlung der Ruhestandsbezahlung richtet sich dann danach, was während des ganzen Lebens erarbeitet wurde. Gerade für Männer kann das von Vorteil sein.

Renteneintrittsalter bei Männern: vorteilhaft

Gerade für Männer kann es von Vorteil sein, dass bei der Ruhestandsbezahlung die Verdienste des ganzen Lebens zählen, denn laut einiger Statistiken verdienen die Männer in Deutschland knapp ein Viertel mehr als die Frauen.

Außerdem sind die Männer nicht von der Reform betroffen, die 45 Jahre lang Rentenversicherungszahlungen nachweisen können, Frauen hingegen unter weit komplizierteren Umständen.

Mehr dazu: Renteneintrittsalter: Als Frau keine Nachteile haben

Diese Personen können nach wie vor mit 60 beziehungsweise 65 Jahren in Rente gehen, ohne dafür Abschläge zahlen zu müssen.

Auch für schwerbehinderte Menschen wird das Renteneintrittsalter stufenweise von derzeit 63 auf 65 Jahre aufgestockt. Das gilt ab dem Geburtsjahr 1952.

Mehr dazu: Erwerbsminderung: Rente im Krankheitsfall

Das tatsächliche Renteneintrittsalter der Männer in Deutschland liegt bei durchschnittlich 61,80 Jahren. Die Frauen gehen im Schnitt mit 60,50 Jahren in Rente.

Rente: Berechnung der Rentenhöhe

Das individuelle Renteneintrittsalter hat einen entscheidenden Einfluss auf die Höhe der Rente. Grundsätzlich wird Personen, die vorzeitig Rente beanspruchen möchten, ein Abschlag in Höhe von 0,3% pro Monat berechnet.

Das liegt daran, dass die Entgeltpunkte bei der Rentenbestimmung für jeden Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme um einen Faktor von 0,003 verringert werden.

Außerdem entsteht deswegen eine Rentenminderung, weil während dieser Zeit keine weiteren Beiträge mehr gezahlt werden, wodurch schließlich keine Entgeltpunkte mehr hinzukommen.

Umgekehrt gilt für die Personen, die die Wartezeit von 45 Jahren erfüllt haben und trotzdem die Rente erst nach dem Überschreiten der gesetzlichen Altersgrenze in Anspruch nehmen, eine um 0,5% höhere Rente, und zwar für jeden späteren Monat.

Das lässt sich auf die Entgeltpunkte zurückführen, die monatlich um den Faktor 0,005 erhöht werden.

Zudem erfolgt eine Rentenerhöhung, wenn in dieser Zeit zusätzliche Beiträge eingezahlt werden, die zu weiteren Entgeltpunkten führen.

8. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.