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Rentenlücke: Wie viel Geld Ihnen im Ruhestand fehlen wird

„Denn eins ist sicher: die Rente“, versicherte 1986 der damalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm im Wahlkampf.

Damals glaubten es die Wähler und verhalfen seiner Partei zum Wahlsieg. Heute hingegen taugt der Spruch nur noch als Running Gag.

Denn jeder weiß inzwischen: Die gesetzliche Rente wird in der Zukunft nicht mehr reichen, um Ihren derzeitigen Lebensstandard im Alter zu halten.

Und die Tendenz geht in Richtung steigender Rentenlücke. Das heißt: Je später Sie in Rente gehen, desto größer wird die Differenz zwischen der gesetzlichen Rente und dem Geldbedarf für Ihren zukünftigen Lebensstandard.

Rentenlücke selbst berechnen

Wie hoch die eigene Rentenlücke ist, wissen die meisten zudem nicht einmal genau. Dabei lässt sich die Differenz zwischen der gesetzlichen Rente und dem Geldbedarf, der im Alter den Lebensstandard sichern soll, relativ leicht errechnen.

Grundsätzlich gilt: Im Ruhestand sollte Ihnen rund 80% des letzten Nettogehalts zur Verfügung stehen.

Im Internet finden Sie Möglichkeiten Ihre persönliche Rentenlücke errechnen zu lassen, beispielsweise unter www.test.de/rentenluecke.

Informations-Schreiben der Rentenversicherung gibt Ihnen eine Prognose

Auch das jährliche Informations-Schreiben von Ihrem Rentenversicherer, die sogenannte Renteninformation, bietet Ihnen einen Anhaltspunkt:

Sie enthält eine Prognose über Ihre voraussichtliche Rentenhöhe. Nehmen Sie diese Renteninformation, um Ihre Vorsorgelücke im Alter abschätzen zu können!

Wichtig dabei: Prüfen Sie die angegebenen Versicherungszeiten! Ist alles erfasst? Sind Zeiten für Kindererziehung oder Arbeitslosigkeit richtig aufgezeichnet?

Falls nicht, dann erhalten Sie möglicherweise später nicht die volle Summe der Ihnen zustehenden Rente.

In diesem Fall müssen Sie aktiv werden: Stellen Sie bei Ihrem Rentenversicherer einen Antrag auf Kontenklärung und regeln Sie frühzeitig die zeitlichen Lücken!

Je später Sie damit beginnen, desto schwieriger wird es, die erforderlichen Nachweise rückwirkend zu erhalten.

Beispiele zur Höhe der Rentenlücke

Die folgenden Beispiele geben eine Orientierung, wie hoch die Differenz zwischen dem letzten Nettoverdienst und der gesetzlichen Rente ausfallen kann.

Es wird davon ausgegangen, dass rund 80% des letzten Nettoverdienstes zur Verfügung stehen sollen und keine weitere Altersvorsorge getätigt wurde. Das monatliche Durchschnitts-Bruttogehalt liegt bei etwa 2.600 €.

Demnach haben z. B. Alleinstehende des Jahrgangs 1955, die immer durchschnittlich verdient haben und im Jahr 2020 in Rente gehen, eine Rentenlücke von etwa 380 € monatlich.

Bei jüngeren Arbeitnehmern steigt die Rentenlücke erheblich an.

So haben alleinstehende Arbeitnehmer des Jahrgangs 1975 sogar eine Lücke von über 780 € und Verheiratete von fast 1.100 €.

Die Lücke steigt bei einem höheren Bruttoverdienst entsprechend an.

Bei jüngeren Menschen wird die Rentenlücke weiter zunehmen, denn das Bruttorenten-Niveau sinkt.

Außerdem belastet die zukünftige Besteuerung der Renten den Geldbeutel. Für ab 1973 Geborene unterliegt die gesetzliche Rente außerdem zu 100% der Einkommensteuer, ältere Jahrgänge werden nur zum Teil besteuert.

Fazit: Schließen Sie Ihre Rentenlücke durch private Altersvorsorge!

Damit ist klar: Wenn Sie Ihren gewohnten Lebensstandard im Alter aufrecht erhalten wollen, müssen Sie Ihre Rentenlücke durch eine (zusätzliche) private Altersvorsorge schließen.

18. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.