MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Rentenwert 2015: Erwartungen für das neue Jahr

Die Entwicklung der Renten ist gleichermaßen für Rentner wie für Beschäftigte von Interesse. Denn dabei handelt es sich einerseits um Beitragsempfänger andererseits um Beitragszahler. Da auch die arbeitende Bevölkerung früher oder später den Altersruhestand erreicht, wechselt die Interessenlage im Laufe des Lebens.

Die gesetzliche Rente wird mithilfe des Rentenwerts berechnet. Dies ist der Wert eines so genannten Entgeldpunktes, denen ein Durchschnittsverdiener jährlich für seine zukünftige Rente gutgeschrieben bekommt. Umso mehr Entgeldpunkte, umso höher fällt die Rente aus. In 2015 wird der Rentenwert voraussichtlich geringfügig sinken.

Beispiel für die Entwicklung des Entgeldpunkts in 2015

In 2014 belief sich der Wert eines Entgeldpunkts des gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland auf 28,61 € pro Monat bzw. 343,32 € pro Jahr. Um diesen einen Entgeldpunkt zu erreichen, musste ein Beschäftigter 6.587,97 € in diesem Jahr einzahlen. Dies bedeutet, dass er bei einem Beitragssatz von 18,9 % ein Jahres-Bruttoeinkommen (Durchschnitt aller Einkommen) von 34.857 € erzielen musste.

Im Jahr 2015 reduziert sich der Beitragssatz um 0,2 Prozentpunkte auf 18,7 %. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Rentenwert. Um 2015 einen Entgeltpunkt und dafür ebenfalls 28,61 € pro Monat zu erhalten, muss ein Beitragszahler nur 6.544,81 € jährlich einzahlen. Dies entspricht dem durchschnittlichen Jahres-Bruttoeinkommen von 34.999 €.

Hieraus ergibt sich: Der jährliche garantierte Rentensatz steigt von 5,21 % in 2014, was 343,32 € entspricht, auf 5,25 % in 2015 gleich 343,32 €. Die leichte Anhebung des durchschnittlichen Jahres-Bruttoeinkommens entspricht der Entwicklung der Löhne und Gehälter in Deutschland.

Rentenerhöhung 2015 fällt wohl niedriger aus als erwartet

Der Rentenversicherungsbericht aus dem Jahr 2012 hatte für 2015 eine Erhöhung der Bezüge um 3,76 % prognostiziert und damit Hoffnungen bei den Rentnern geschürt. Dass dieser Zuwachs wohl nicht erreicht wird, haben Rentenexperten bereits mehrfach bekräftigt.

2013 wurden nämlich einige Gruppen von gering entlohnt Beschäftigten in die gesetzliche Rentenversicherung aufgenommen. Hierbei handelte es sich um knapp 300.000 behinderte Menschen, die in betreuten Werkstätten arbeiten.

Und etwa um 100.000 Personen, die in der Jugendhilfe oder in Berufsbildungswerken arbeiten, sowie um junge Leute, die ein freiwilliges ökologisches oder soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst leisten.

Da es sich bei diesen Menschen überwiegend um Beschäftigte aus dem so genannten Niedriglohnsektor handelt, schlägt sich dies negativ in der Rentenanpassung 2015 nieder. Inzwischen hat die deutsche Rentenversicherung für den 01.07.2015 eine Erhöhung der Renten zwischen 1 und 2 % in den westlichen und östlichen Bundesländern angekündigt.

Auch im Jahr 2015 haben Beitragszahler die Möglichkeit, ihre zukünftige Rente durch einen so genannten de-facto-Einmalbeitrag von 13.576,20 € zu erhöhen. Informationen hierzu wie zu allen anderen Fragen erhalten Sie bei dem für Sie zuständigen Rentenberater oder direkt beim Deutschen Rentenversicherung Bund.

5. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.