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Rentnerzuschlag bei der Autoversicherung – Anbieterwechsel einplanen

Wer auch im Rentenalter mit seinem Wagen mobil bleiben will, sollte eigentlich davon ausgehen, dass er mit zunehmender Erfahrung jedes Jahr etwas weniger für seine Versicherung zahlt.

Auch wenn irgendwann das Reaktionsvermögen etwas nachlässt, so fahren ältere Verkehrsteilnehmer in der Regel vorsichtiger. Außerdem: Wer 35 Jahre ohne Unfall überstanden hat, kommt in den Genuss der höchsten Schadensfreiheitsklasse.

Kfz-Versicherung: Senioren zahlen mehr

Dennoch zahlen in der Kfz-Versicherung Senioren deutlich mehr. Ab ungefähr 60 Jahren wird der Bonus vom Rentnerzuschlag eingeholt, und das obwohl Ältere laut offizieller Statistik im Schnitt weniger Unfälle bauen. Das erscheint natürlich unfair, denn die gesammelte Fahrpraxis ist schließlich das, was etwa jungen Fahranfängern fehlt, die entsprechend gut das Doppelte der Standardtarife bezahlen.


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Stattdessen aber erhöht sich die Kfz-Versicherung für Senioren ab 60, und zwar kontinuierlich. Wie eine Reihe von Vergleichen zeigt, zahlen 80-Jährige fast doppelt soviel wie 50-Jährige mit der gleichen Zahl schadensfreier Jahre. Die Versicherer richten sich nach Unfallrisiko-Tabellen. Denen entnehmen sie, dass die Unfallwahrscheinlichkeit sowohl bei den ganz jungen als auch den älteren Fahrern am höchsten ist.

Junge und Alte als Risikogruppe

Laut statistischem Bundesamt steigt ab 75 Jahren das Risiko für Unfälle mit Personenschäden über die Hälfte im Vergleich zur Altersgruppe zwischen 35 und 50 Jahren. Offensichtlich ist es also nur dieser 15-jährige Lebensabschnitt, welcher die besten Bedingungen bietet – finanziell auf jeden Fall. Statistisch gesehen aber liegt die Zahl der Unfälle auch bis Mitte 70 nicht höher.

Dennoch beginnt der schrittweise Seniorenzuschlag vielfach ab 60 Jahren. Je nach Anbieter zahlt man dann zwar noch ähnliche Tarife wie zuvor. Geht es aber auf die 70 zu, wird es mindestens 20% teurer, mit 75 bis zu 25% und mehr, mit 80 Jahren bis zu 100% und ab 90 darüber.

Dies allerdings sind nur grobe Zahlen und sie variieren je nach Versicherungsunternehmen. Zum Glück sind die Sätze nicht bei allen gleich. Die rund 13 Mio. Führerscheininhaber ab 65 in Deutschland sollten sich also von der Gewohnheit verabschieden, dem altbewährten Versicherer „die Treue zu halten“.

Anbieterwechsel und neue Konstellationen einplanen

Ein Wechsel kann sich lohnen. Allerdings muss man schon genauer hinsehen. Während eine Versicherung etwa 65-Jährige genauso behandelt wie 55-Jährige, schlägt sie 10 Jahre später umso mehr zu als andere Anbieter.

Man sollte deswegen gezielte Wechsel einplanen und alle paar Jahre erneut vergleichen. Je nach Konstellation lassen sich pro Jahr gut 400 € sparen. In vielen Fällen wirkt zudem die Kombination mit einer Vollkaskoversicherung als zusätzlicher Kostendämpfer.

Eine andere Möglichkeit ist der Rollentausch mit den Kindern. Waren die früher als Zweitfahrer des elterlichen Autos angemeldet, so können sie sich nun als Hauptfahrer registrieren lassen. Gegebenenfalls meldet man sein Fahrzeug als Zweitwagen von Tochter oder Sohnemann an, sofern deren Tarife günstiger sind.

Abgesehen von derartigen Konstellationen kann sich die Überprüfung der jährlichen Kilometerleistung lohnen. Wer statt zuvor 20.000 Kilometern nur noch halb so weit fährt, kann schon hier bis zu 200 € sparen.

27. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.