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Return on Equity (ROE): Eigenkapitalrentabilität und ihre Aussagekraft

Der Return on Equity (ROE) ist ein Fachbegriff aus der Bilanzanalyse und eine betriebswirtschaftliche Kennzahl.

Er gibt die Eigenkapitalrentabilität bzw. die Verzinsung des Eigenkapitals an und lässt so einen Rückschluss auf die Ertragslage in einem Unternehmen zu.

Mehr hierzu: Return on Equity – was versteht man unter Eigenkapitalrendite?

Wie der Return on Equity (ROE) errechnet wird

Errechnet wird der Return on Equity, indem der Jahresüberschuss, also der Gewinn nach Steuern,

ins Verhältnis zum Eigenkapital gesetzt wird, welches zu Beginn des Berichtszeitraums zur Verfügung stand.

 

Formel  

Die Eigenkapitalrendite (ROE) berechnen

?
Mit dieser Formel berechnet man ganz einfach die Rendite des Eigenkapitals bei einer Aktiengesellschaft. Die häufig verwendete Bezeichnung "ROE" (Return on Equity) ist lediglich die englische Übersetzung von "Eigenkapitalrendite".
$$\bo\text"Eigenkapitalrendite" = (\text"Gewinn" / \text"Eigenkapital"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Ein Rechenbeispiel:

Die Muster AG erzielte mit nachstehender Bilanz im Abrechnungszeitraum 2011 bis 2012 einen Gewinn von 20 Mio. €.


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Die Eigenkapitalrendite errechnet sich hier wie folgt:

Zunächst wird das durchschnittlich verfügbare Eigenkapital ermittelt: 420 Mio. € + 450 Mio. €  = 870 Mio. € ÷ 2 = 435 Mio. €.

Die Eigenkapitalrentabilität beträgt im vorliegenden Fall also: 20 ÷ 435 + 100% = 4,598%

Grundsätzlich gilt:

Die Eigenkapitalrentabilität sollte höher sein als beispielsweise die Rendite langfristiger Kapitalanlagen (Bundesanleihen usw.), da bei einer Gesellschaft das unternehmerische Risiko zu berücksichtigen ist.

Eigenkapitalrendite und deren Aussagekraft

Eine sehr niedrige Eigenkapitalrendite kann auf eine überbewertete Aktiva hindeuten, welche die Gefahr von Wertberichtigungen nach sich ziehen kann.

Zudem ist ein niedriger Return on Equity meist auch ein Anzeichen für unrentabel eingesetztes Kapital oder ein Signal für eine schwache Ertragslage im Unternehmen.

Eine sehr hohe Eigenkapitalrendite kann eine Ausnahmestellung des Unternehmens als marktführender Anbieter oder auch eine Sonderkonjunktur widerspiegeln.

Allerdings ist die Kapitalausstattung von Unternehmen je nach Branche recht unterschiedlich.

Mehr zum Thema: Eigenkapitalquote von Unternehmen sollte mindestens 20% der Bilanzsumme betragen

Ein Konzern, welcher im produzierenden Gewerbe tätig ist, benötigt zum Beispiel mehr Eigenkapital als ein Dienstleister oder ein Handelsunternehmen.

Ferner ist es durchaus möglich, dass ein Unternehmen mit einer geringen Eigenkapitalquote eine höhere Eigenkapitalrendite erwirtschaftet als der Branchendurchschnitt.

Daher hat der ROE bei Konzernen mit geringem Eigenkapital nur eine bedingte Aussagekraft.

Return on Equity steigt bei höherem Einsatz von Fremdkapital

Zu beachten ist außerdem, dass der ROE mit dem zunehmenden Einsatz von Fremdkapital steigt.

Dieser Hebeleffekt tritt insbesondere dann auf, wenn nach der Aufnahme von Fremdkapital der erwirtschaftete Gewinn abzüglich der Fremdkapitalzinsen höher ausfällt als vor der Kapitalaufnahme.

Eine Aussagekraft hat der ROE vor allem für Investoren, die anhand der Eigenkapitalrendite Rückschlüsse über die künftige Gewinnentwicklung oder Ertragsstärke ziehen können.

Investoren sollten jedoch beachten, dass sich das Eigenkapital aus unterschiedlichen Bestandteilen (Gewinnrücklagen etc.) zusammensetzen kann, welche die Bilanzkennziffer verändern.

Ein Unternehmen mit einem dauerhaft hohen ROE gilt allgemein als gesund und ertragsstark. Daneben kann eine hohe Eigenkapitalquote vor einer vorzeitigen Insolvenz schützen, wodurch der Konzern Krisen besser überstehen kann.

17. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands