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Reuters Rohstoffindex – diese Werte sind darin gelistet

Der Reuters CRB Index hat sein Gründungsjahr 1957. Er ist damit der älteste Rohstoffindex, in den man investieren kann. Seit 2005 wurde der Reuters / Jefferies CRB Index zusammengefasst und trägt jetzt den Titel Continuous Commodity Index. Sein Kürzel ist seitdem „CCI“.

10 Revisionen

Der CRB Index versucht, immer möglichst nah am aktuellen Zeitgeist zu sein. So wurden über die Jahre einige Rohstoffe aus dem Index gestrichen. Von anfangs 28 Rohstoffen sind derzeit nur noch 19 darin enthalten, die per Futures gehandelt werden.

Damals gab es noch gelistete Commodities wie Tierhäute, Wollfett, Kartoffeln und Zwiebeln. Beim CCI Index hingegen gibt es nur noch 17 Rohstoffe, wobei diese alle gleich gewichtet sind.

CRB: Zusammensetzung

Die stärkste Gruppe enthält die „hochliquiden Rohstoffe“. Darunter fallen Aluminium, Erdgas, Gold, Kupfer, Lebendrind, Mais und Sojabohnen. Alle diese Rohstoffe tragen 6% zum CRB bei. Insgesamt kommt diese Gruppe auf 42%.

Die nächste Kategorie ist Petrolium mit Erdöl, Bleifreiem Benzin und Heizöl. Zusammen kommen sie auf 33%, wobei Erdöl mit 23% allein den wichtigsten Rohstoff des gesamten CRB Index darstellt. Bleifreies Benzin und Heizöl werden zu je 5% angerechnet.


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Liquide Rohstoffe sind Baumwolle, Kaffee, Kakao und Zucker. Alle werden ebenfalls mit 5% gelistet. Diese Gruppe kommt somit auf 20%.

Zu guter Letzt kommen die „diversifizierenden Rohstoffe. Dabei handelt es sich um Mageres Schwein, Nickel, Orangensaft, Silber und Weizen. Diese Werte werden mit 1% angerechnet am Reuters Rohstoffindex.Das muss man über Rohstoffe wissen

Vorlaufindikator CRB

Dem Reuters Rohstoffindex werden mehrere Qualitäten beigemessen. Einerseits soll er ein guter Indikator für die Inflation sein. Diese Messung hebt sich aber auf, wenn bei der Inflationsberechnung – wie dies z.B. in den USA der Fall ist – das Erdöl aus der Rechnung herausgenommen wird. (Dies wird deswegen so gehandhabt, weil das Erdöl zu stark gestiegen ist und von staatlicher Seite die offiziellen US-Inflationszahlen möglichst niedrig gehalten werden sollen.)

Andererseits ist der CRB ein guter Vorlaufindikator. Sinken die Rohstoffpreise, folgen meist die Aktienkurse wenig später. Das hat eine ganz logische Konsequenz: Erwarten Unternehmen eine abnehmende Konjunktur, verringern sie die Produktion und kaufen weniger Rohstoffe.

Wie man im Chart sieht, befinden wir uns – um bei den Rohstoffen zu bleiben – zwischen Spreu und Weizen. Der sich aktuell bildende zulaufende Keil sollte deshalb bald zu einer Bewegung verleiten. Die Richtung, wohin es geht, kann man aber nicht sicher daraus ablesen.

Im Vergleich dazu der CCI:

Hier ist der Aufwärtstrend weiterhin intakt. Das passt auch dazu, weil bei der Gleichgewichtung ein sinkender Ölpreis nicht so gravierend zu Buche schlägt. Dafür haben aber unter anderem Gold und Silber seit einigen Jahren deutlich angezogen.

Reuters Rohstoffindex: Fazit

Von Tierhäuten und Wollfett hin zum Vorlaufindikator für Rohstoffexperten: Der CRB Index hat bereits einiges an Geschichte auf dem Buckel und bleibt dank der häufigen Aktualisierungen doch immer am Puls der Zeit.

Erdöl ist in diesem Index mit Abstand das Schwergewicht. Der kleine Index-Bruder CCI mit allen gleich gewichteten Rohstoffen hat sicher ebenso seine Daseinsberechtigung. Dennoch ist der CRB weiterhin laut Expertenmeinung von größerer Bedeutung: Vor allem für die Konjunkturvorhersage ist der Reuters Rohstoffindex ein gern genutztes Mittel.

15. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.