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Revolution am Arbeitsmarkt: Roboter ersetzen Jobs

Am Potenzial der Robotik-Industrie gibt es inzwischen wohl keine Zweifel mehr. Dies zeigt auch eine aufsehenerregende Studie der beiden Oxford- Professoren Benedikt Frey und Michael Osborne.

Der Studie zufolge sollen bis 2050 47% der heutigen Berufe in den USA komplett wegfallen, weil sie dann von  Maschinen, Computern oder Robotern erledigt werden.

Studien belegen Jobübernahmen durch Robotik

Die Bank ING-DiBa hat diese Erkenntnisse auf den europäischen Arbeitsmarkt übertragen.

Das Ergebnis ist ebenso beeindruckend wie erschreckend:

Ausgehend von 30,9 Millionen Beschäftigten, die in der Studie als Ausgangsgröße dienten, dürften ohne Veränderung ihrer beruflichen Voraussetzungen etwa 18 Millionen Menschen in den kommen den Jahrzehnten durch den Einsatz computer- oder robotergestützter Technologien ihre Jobs verlieren. Das sind immerhin 58%.

Auf den ersten Blick ist das erschreckend. Sie könnten annehmen, dass viele Menschen ohne Arbeit sein werden und verarmen.

Dennoch bewerten Experten den technologischen Fortschritt äußerst positiv.

Denn wie schon die Vergangenheit gezeigt hat: Technologischer Fortschritt verdrängt zwar oft ganze Berufsgruppen, eröffnet aber auf der anderen Seite auch ungeahnte Jobmöglichkeiten, die heute noch niemand auf dem Schirm hat.

Roboter: Zahl der Einsatzgebiete wächst rasant

Besonders die wachsenden Einsatzmöglichkeiten werden die Roboter-Nachfrage auf Jahre ankurbeln. So hat zu Beispiel der Schweizer Industrie-Konzern ABB einen Zweiarm-Roboter namens YuMi entwickelt.

Diese Maschine arbeitet so präzise, dass sie sogar einen Faden durch ein Nadelöhr fädeln kann.

Sie arbeitet mit menschlichen Arbeitern Hand in Hand, ist einfach zu programmieren und flexibel einsetzbar.

Auch die Fraunhofer-Gesellschaft, immerhin die größte Organisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa, befasst sich seit geraumer Zeit bereits mit dem Thema Robotik-Automatisierung.

Auf Messen vermittelt sie ein anschauliches Bild darüber, wohin die aktuelle Forschung in der Roboter-Branche geht.

So wurde zum Beispiel ein neues leistungsstarkes Tiefsee-Roboter-U-Boot (Dedave) präsentiert. Dies mag auf den ersten Blick wenig spektakulär erscheinen.

Dem Markt für autonome Unterwasserfahrzeuge wird jedoch ein enormes Wachstum vorausgesagt.

Experten rechnen in den kommenden Jahren mit einer Vervierfachung der Umsätze. Und das hat einen handfesten Grund. Erst fünf Prozent der Tiefsee gelten als wirklich erforscht, viele Gebiete sind für menschliche Taucher nicht zu erreichen.

Tiefseetauchroboter für die Forschung präsentiert

Dedave kann Unterwasserkarten erstellen, marine Sedimente untersuchen, sowie weitere Inspektionen und Vermessungen vornehmen.

Anwendungsgebiete sind die Meeresforschung, die Vorbereitung der Verlegung von Tiefseekabeln und Pipelines, deren Inspektion im Betrieb, der Tiefsee-Bergbau, sowie die maritime Öl- und Gasförderung. Das Unterwasserfahrzeug kann bis zu 6.000 Meter tief tauchen und Missionen mit bis zu 20 Stunden Dauer durchführen.

Auch in der Bevölkerung nimmt die Akzeptanz von Robotern immer weiter zu.

Auf der Hannover-Messe wurden die neusten Umfrageergebnisse des Bundesministeriums für Bildung dazu präsentiert.

Sie sind eindeutig: Mittlerweile können sich 83% der befragen Bundesbürger vorstellen, einen Service-Roboter zu Hause zu nutzen, wenn sie dadurch im Alter länger in den eigenen vier Wänden wohnen könnten.

Mehr als die Hälfte aller Befragte n (56%) zeigen sich demnach schon jetzt aufgeschlossen, einen Service-Roboter für d en eigenen Haushalt zu kaufen.

Roboter und Industrie 4.0: Fazit

Der Robotik-Branche steht der nächste Quantensprung bevor. Durch immer günstigere und leistungsfähigere Technik wird sich der Anwendungsbereich von Robotern massiv erweitern.

Hiervon profitieren entsprechende Anleger ganz besonders. Denn Technologie-Aktien stehen erst am Beginn einer lang anhaltenden Wachstumsphase.

7. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: René König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse familiengeführter europäischer Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.