MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Revolving-Kreditkarten: Schnell in die Schuldenfalle

Revolving-Kreditkarten sind in Amerika für viele Konsumenten aus dem Alltag kaum noch wegzudenken.

In Deutschland dagegen haben sie bislang noch kaum Einzug im Kreditkartengeschäft gefunden – doch das ändert sich momentan mit schnellen Schritten. Verbraucherschützer warnen vor solchen Kreditkarten.

Angebot von GeVestor nutzen: Mit unserem Kreditvergleichsrechner direkt den günstigsten Kredit ermitteln. Einfach Summe und Laufzeit eingeben – fertig. Gleich testen.

Deutsche Kreditkarten in der Regel Debit-Karten

Bankkunden, die in Deutschland eine Kreditkarte benutzen, besitzen oftmals eine so genannte Debit- oder Charge-Karte, bei der es sich in erster Linie um ein bequemes und bargeldloses Zahlungsmittel handelt.

Die einzelnen Beträge, die mit der Karte bezahlt wurden, werden innerhalb eines Monats vom Girokonto abgebucht. Es wird also kein Darlehen gewährt, sondern die gesamte offen stehende Summe sofort beglichen.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Revolving-Kreditkarten bieten richtigen Kredit mit hohen Zinsen

Ganz anders funktionieren hingegen Revolving-Kreditkarten, bei denen nur ein bestimmter Betrag pro Monat zurückgezahlt wird. Die noch offen stehende Summe verbleibt somit als Schuldbetrag auf dem Kreditkartenkonto.

Diese Funktionsweise verlockt viele Anwender zum vermehrten Geldausgeben, doch die Zinsen auf die offenen Restbeträge fallen oftmals horrend aus: Bis zu 20 Prozent fordern einige Anbieter dafür.

Revolving-Kreditkarten: Geschäftsmodell baut auf Nachlässigkeit der Kunden auf

Das Geschäftsmodell der Revolving-Kreditkarten kalkuliert damit, dass viele Kunden ihr Kreditkonto nicht rechtzeitig ausgleichen und somit hohe Zinsen bezahlen müssen.

Denn anders als bei herkömmlichen Kreditkarten muss hier aktiv für einen Ausgleich gesorgt werden, sodass das kartenausgebende Institut mit der Trägheit seiner Kunden gute Geschäfte macht.

Eine neue EU-Richtlinie sieht außerdem vor, dass nicht nur Banken, sondern auch andere Dienstleister Revolving-Kreditkarten anbieten dürfen.

Da diese Dienstleister jedoch nicht der Bankenaufsicht unterstehen, benötigen Sie dafür auch keine Bankenlizenz, sodass horrenden Zinssätzen theoretisch Tür und Tor geöffnet werden könnten.

Geplant ist laut Gesetz eine maximale Laufzeit von zwölf Monaten.

Revolving-Kreditkarten: Mangelnde Transparenz

Durch ihre mangelnde Transparenz rücken Revolving-Kreditkarten immer wieder in die Schusslinie der Verbraucherschützer, die amerikanische Verhältnisse in Deutschland befürchten.

Zahlreiche Konsumenten in den USA besitzen fünf oder mehr Revolving-Kreditkarten, haben längst jeden Überblick verloren und stehen mit beiden Beinen in der Schuldenfalle.

Wer jedoch aktiv dafür sorgt, dass sein Kreditkonto stets ausgeglichen ist, kann durchaus von Revolving-Kreditkarten profitieren, indem er den Zahlungsaufschub von wenigen Tagen für sich ausnutzt.

Anschließend muss das Kreditkartenkonto jedoch ausgeglichen werden, um die schmerzhaften Zinsen zu vermeiden. Eine Revolving-Kreditkarte sollte aus diesem Grund nur im Ausnahmefall zum Einsatz kommen, da ihre Nutzung eine hohe Disziplin erfordert.

Generell drohen nicht nur Gefahren durch hohe Zinsen, sondern auch durch dreiste Kartenbetrüger, die es auf alle Besitzer einer EC- oder Kreditkarte abgesehen haben.

28. Oktober 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.