MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Rezession: Wenn die Geschäfte nicht laufen

Nicht immer laufen die Geschäfte gleich.

Wenn viele Menschen konsumieren, dann freuen sich Unternehmen und man spricht von einem Aufschwung.

Wenn es der Wirtschaft über einen längeren Zeitraum schlecht geht, dann ist von Rezession die Rede.

Rezession bedeutet, dass sich das Land im wirtschaftlichen Abschwung befindet. Dies kann unter anderem an falscher Politik liegen oder aber auch externe Ursachen haben.

Beispielsweise nach der Erdbebenkatastrophe von Japan im Jahr 2011, steuerte das Land geradewegs in die Rezession. Doch Rezessionen entspringen auch aus der eigenen Dynamik von Wirtschaftsprozessen. Hier lohnt ein genauerer Blick.

Wirtschaftsprozesse bedingen sich gegenseitig

Schon früh bemerkten Ökonomen, dass Wirtschaftsprozesse starken Schwankungen unterworfen sind. Wirtschaftliche Entwicklungen präzise vorauszuplanen ist schwierig, da das Konsumverhalten von Menschen von vielen Faktoren abhängt.

Technologische Neuheiten verändern die Märkte stetig. Man könnte meinen, der Verlauf von Wirtschaftsprozessen sei chaotisch und nicht zu verstehen. Dennoch gibt es einige Abläufe, die sich häufig wiederholen und beschreiben, in welcher Situation sich die Wirtschaft insgesamt befindet.

Konjunkturzyklen beschreiben wie es der Wirtschaft insgesamt geht

Wirtschaftswissenschaftler haben herausgefunden, dass es bestimmte Muster gibt, die sich in der Wirtschaft wiederholen: Die Konjunkturzyklen. Da in der Wirtschaft viele Zusammenhänge bestehen – sogenannte Spillover Effekte – verlaufen viele Prozesse parallel.

Vereinfacht gesprochen: Wenn es vielen Unternehmen gut geht, wirkt sich das positiv auf noch mehr Unternehmen aus. Wenn es vielen Unternehmen schlecht geht, dann haben Unternehmen insgesamt Probleme, Gewinne einzufahren. Der Wirtschaft geht es also meistens entweder insgesamt gut oder insgesamt schlecht.

Der Verlauf von Konjunkturzyklen

Wenn ein Unternehmen höhere Gewinne erzielt, werden diese häufig reinvestiert. Dabei werden oft auch neue Arbeitsplätze geschaffen. Die neu eingestellten Personen verdienen nun wiederum mehr Geld und konsumieren mehr.

Es entsteht eine Spirale, bei der die Produktion stetig wächst und Unternehmen Gewinne einfahren. Aber Vorsicht: Nach dem Aufschwung folgt meist der Abschwung.

Vom Aufschwung in die Rezession

In Zeiten von Aufschwung produzieren Unternehmen sehr viele Waren. Zu einem unbestimmten Zeitpunkt ändert sich zum Beispiel das Konsumverhalten und die Unternehmen bleiben auf ihren Produkten sitzen.

Die gleiche Spirale, die zuvor für Wachstum gesorgt hat, sorgt nun für einen Fall der Produktion: Unternehmen entlassen Mitarbeiter, dadurch haben diese weniger Geld. Sie können nun weniger Geld ausgeben, folglich werden noch weniger Produkte gekauft.

Wie definiert man eine Rezession?

Um eine Rezession festzustellen, gibt es unterschiedliche Indikatoren. Durchgesetzt hat sich die Definition, dass von einer Rezession die Rede sein kann, wenn die Wirtschaft über ein halbes Jahr stetig schrumpft.

Gemessen wird dies anhand des Bruttoinlandsproduktes. Hält der Rückgang des Bruttoinlandproduktes ungewöhnlich lange an, so ist nicht mehr von einer Rezession die Rede, sondern von einer Depression.

13. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.