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Rhodium-Barren – Seltene-Erden-Rohstoff für Anlagepioniere

Rhodium gibt es seit einiger Zeit nun auch als Barren.

Es gilt als eines der faszinierendsten Metalle, ist 100 Mal seltener als Gold und war lange weltweit das teuerste Edelmeatall. Allerdings, der Markt ist sehr eng und die Preissprünge zum Teil extrem.

Als Wertanlage eignet es sich eher für Freunde seltener Edelmetalle oder für risikobewusste Pioniere.

Rhodium-Barren – exotischer Rohstoff zum Anfassen

Seit Februar 2013 wird Rhodium auch als Barren angeboten.

Damit erfüllt sich der Wunsch etlicher Anleger, die sich schon länger für den exotischen Rohstoff als Anlageform interessieren.

Physisch war Rhodium bisher nur als Pulver erhältlich. In Deutschland wurde Rhodiumpulver 2010 von der Pforzheimer Scheideanstalt Heimerle und Meule auf den Markt gebracht. Flaschen mit 500 Gramm Pulverinhalt gibt es auch bei Heraeus in Hanau.

Bis dahin war der Erwerb nur über einige wenige ausländische Anbieter möglich. Doch der Versand nach Deutschland ist mit bürokratischem Aufwand verbunden. Der US-kanadische Händler und Verarbeiter Kitco etwa bietet daher Kleinanlegern die Kombination von Kauf und Einlagerung vor Ort.

Die neuen Rhodium-Barren stammen von Degussa. Damit kommt die Frankfurter Edelmetallschmiede dem verstärkten Wunsch privater Anleger entgegen, Rhodium in gleicher Form zu besitzen wie Gold, Silber, Platin oder Palladium.


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Rhodium-Barren – Vorteile gegenüber Pulver

Die Barren haben eine Größe von wahlweise einer Unze (31,1g) oder 100 Gramm. Der Vorteil: Barren haben eine höhere haptische Qualität als Pulver. Denn dieses ist leicht entzündlich und steht im Verdacht krebserregend zu sein.

Der Reiz, Rhodium als Barren zu besitzen liegt, neben dem „Exotik-Faktor“, in der Kombination aus dessen besonderen Eigenschaften und der Spekulation auf Potenziale in einem äußerst überschaubaren Markt.

Rhodium – unverzichtbar und faszinierend

Rhodium ist ein bislang nicht ersetzbares Metall. Es hat mit 1.964 Grad Celsius einen extrem hohen Schmelzpunkt, ist äußerst hart, besitzt Supraleiteigenschaften und ein hohes Reflexionsvermögen.

Rhodium ist in der Industrie unverzichtbar. Es festigt Platin sowie Palladium und kommt deshalb auch bei Fahrzeugkatalysatoren zum Einsatz. High-Tech-Geräte, Flugzeugturbinen oder Thermoelemente – sie alle enthalten kleine Mengen an Rhodium. Auch zur Veredelung von Schmuck wird Rhodium verwendet, da es mehr Licht reflektiert als Platin oder Gold. So sind z.B. die Kronjuwelen von Queen Elizabeth II Rhodium-plattiert.

Rhodium: Jahresproduktion passt in einen 2-Kubikmeter Barren

Rhodium ist sehr selten und unverzichtbar zugleich. Es gehört zur Gruppe der Platinmetalle. Pro Jahr werden gerade mal etwas über 20 Tonnen gefördert. Das ist 10 Mal weniger als bei Platin und Palladium und 100 Mal geringer als die Fördermenge von Gold.

In einen einzigen Barren gegossen, ergäbe das eine handliche Größe von 1,25 Meter Kantenlänge. Ein solcher Jahresproduktions-Rhodium-Barren ließe sich in angepasster Form unter einem großen Küchentisch verstecken.

Ein hoher Anteil der Rhodiumgewinnung kommt aus dem Recycling gebrauchter Industrieprodukte.

Rhodium – enger Markt mit Ausschlägen

Der Rhodiummarkt ist äußerst überschaubar und wird von wenigen Teilnehmern dominiert. Entsprechend ist die Preisentwicklung teilweise von extremen Ausschlägen geprägt.

Bereits 1990 erreichte der Preis an den Rohstoffmärkten 5.000$ pro Unze, fiel dann auf unter 200$ und erreichte seinen Höhepunkt mit 10.000$ kurz vor der Finanzkrise. Nach dem anschließenden Absturz steht Rhodium mittlerweile bei etwas über 1.000$ und befindet sich auf Erholungskurs.

Eine Zeit lang war Rhodium also das teuerste nicht-radioaktive Metall. Daraufhin wurden Rhodium einige Zertifikate und 2011 auch ein physisch besicherter ETC aufgelegt.

Rhodium-Barren – wachsendes Interesse bei Privatanlegern

Wer lieber Rhodium-Barren oder -Pulver sein Eigen nennt, der sollte Folgendes bedenken: Im Gegensatz zu Gold ist Rhodium nicht von der Mehrwertsteuer befreit.

Ausnahme: Wird Rhodium vom Anbieter zollfrei eingelagert, fällt unter Umständen keine Mehrwertsteuer an.

Abgesehen davon sind die Aufschläge beim Kauf vergleichsweise hoch. Grund: Die Industrie benötigt Rhodium nur als Pulver. Wenn sich beim Verkauf nicht genügend Käufer finden, müssten die Barren wieder aufwändig in Pulver zurückverwandelt werden.

Damit sich eine Investition lohnt, muss der Kurs um mehr als 20% steigen. Hinzu kommt: Der Rhodiummarkt ist hochspezialisiert und illiquide. Deshalb sollten Anbieter eine Rückkaufgarantie anbieten.

Insgesamt ist Rhodium eine Anlageform, die noch in den Kinderschuhen steckt. Da der Markt sehr eng ist, ist die Kursentwicklung äußerst volatil und erfordert starke Nerven. Wer eine ruhigere Performance bevorzugt und dennoch eine „exotische“ Alternative zu Gold sucht, könnte bei Palladium fündig werden.

Rhodium-Anleger und Besitzer von Rhodium-Barren können sich in gewisser Weise als Pioniere fühlen. Zumindest scheint die jüngste Angebotserweiterung auf ein verstärktes Interesse von Privatanlegern hinzudeuten.

26. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.