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Rhodium – Rohstoffinvestment mit Hindernissen

Kapitalanlagen in Barrenform haben einen gesteigerten Zulauf zu verzeichnen.

Dabei muss es nicht zwingend um eine hohe Rendite gehen. Allein die Aussicht auf einen Werterhalt treibt viele Anleger in diese Richtung. Gold ist dabei natürlich weiterhin führend.

Mehr zum Thema: Gold: Werterhaltung statt Renditeoptimierung

Manch ein Anleger will jedoch nicht ausschließlich bei den klassischen Anlageformen bleiben – sei es aus Gründen der breiteren Streuung, der größeren Sicherheit oder den besseren Renditeaussichten.

Zum Beispiel das Platinmetall Rhodium hat in der Vergangenheit das Interesse von Anlegern geweckt. Aus gutem Grund, war es doch zeitweise das teuerste Edelmetall der Welt.

Hintergrundinformationen zu Rhodium

Rhodium gehört zu den seltensten Metallen in der Erdkruste. Seine Gewinnung ist äußerst aufwändig und kostenintensiv.

Die weltweite Produktion belief sich im Jahr 2005 auf lediglich rund 23,5 Tonnen. Südafrika und Russland waren hierbei die wichtigsten Produzenten.

Rhodium kann aufgrund seiner chemischen und physikalischen Eigenschaften grundsätzlich vielfältig eingesetzt werden. Jedoch begrenzt der hohe Preis die tatsächlich Einsatzgebiete.


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Über 80% des Rhodiums wird in der Automobilbranche verbraucht, da es ein elementarer Bestandteil von Katalysatoren ist. Mit Abstrichen kann in diesem Bereich jedoch auch auf Platin und Palladium zurückgegriffen werden.

Mehr zum Thema: Autokatalysatoren: Was Platin und Palladium damit zu tun haben

Weitere Anwendungsmöglichkeiten finden sich in der Schmuckindustrie, bei der Herstellung von Spiegeln oder bei der Produktion von Labortechnik.

Doch auch als Kapitalanlage hat Rhodium in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Inzwischen ist es auch möglich, Rhodium physisch zu erstehen.

Die Preisentwicklung von Rhodium

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Preisentwicklung von Rhodium zeitweise äußerst behände war.

So kostete eine Feinunze dieses Edelmetalls im Jahr 2003 rund 475 US-$. Die Produktion konnte die steigende Nachfrage nicht bedienen, so dass der Preis in die Höhe schoss.

Im Juni 2008 durchbrach der Preis die Marke von 9.700 US-$ pro Feinunze. Es folgte eine schnelle Talfahrt, und Rhodium rutschte bereits rund 6 Monate später wieder unter die 1.000-US-$-Marke.

Derart rasante Entwicklungen hat es seither nicht mehr gegeben, doch der Preis erreichte auch nie wieder auch nur annähernd seinen Höchststand.

Das Edelmetall geriet jedoch spätestens durch diese Preisentwicklung in das Zentrum der Aufmerksamkeit und immer mehr Anleger interessierten sich für eine physische Anlage.

Rhodium als Kapitalanlage

Lange Zeit gab es kaum Möglichkeiten, Rhodium (als Anleger) physisch zu erwerben. Jedoch bieten einige Händler inzwischen entsprechende Produkte an, bei deren Wahl man einige Dinge beachten sollte.

Es gibt vor allem 2 weit verbreitete Möglichkeiten des physischen Besitzes. Zum einen ist es die Barrenform, zum anderen in Form eines Rhodium-Pulvers.

Grundsätzlich ist eine kompakte Form des Rhodiums insofern empfehlenswert, als dass es sicherer ist. Pulver hingegen ist brennbar und leicht entzündlich.

Rhodium-Pulver wird aber meist in sogenannten Safetybags angeboten und ist ebenfalls vergleichsweise ungefährlich, solange diese unbeschädigt sind.

Der Besitz von Pulver könnte sich bei einem möglichen Verkauf bezahlt machen. Industriell wird in der Regel das Pulver nachgefragt, so dass es hierfür bessere Verkaufsmöglichkeiten gibt.

Wie auch immer man sich entscheidet: Man sollte beachten, dass die künftige Preisentwicklung von Rhodium kaum absehbar ist. Die industrielle Nachfrage spricht zumindest für eine gewisse Stabilität.

Jedoch ist in Wirtschaftskrisen schnell auch die Automobilbranche betroffen, was sich direkt auf den Rhodium-Preis auswirken kann.

Ein Investment will also sorgfältig geprüft sein und ist für Einsteiger im Rohstoff-Bereich eher nicht empfehlenswert.

4. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.