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Rice Powell: Der Chef der Fresenius-Tochter

Seit 2013 ist Rice Powell mittlerweile Vorstandsvorsitzender der Fresenius-Tochter Fresenius Medical Care, viel ist über den gebürtigen US-Amerikaner jedoch nicht bekannt.

Bereits seit 1997 arbeitet Powell inzwischen für Fresenius Medical Care, nach 7 Jahren wurde er in den Vorstand berufen. Auch hier folgte ein rascher Aufstieg, während dem Powell sukzessive auf den Chefposten vorbereitet wurde. 2010 folgte so die Berufung zum stellvertretenden Vorstands-vorsitzenden – eine Position, auf der er unter anderem die für das Unternehmen extrem wichtige Übernahme der US-Holdinggesellschaft Liberty Dialysis mit vorbereitete und schlussendlich über die Bühne brachte.

Rice Powell: Langjährige US-Erfahrungen

Bei dieser Übernahme halfen Powell auch seine langjährigen Erfahrungen in der amerikanischen Gesundheitsbranche. So war er zwischen 1978 und 1996 bei mehreren namhaften US-Firmen beschäftigt, unter anderem bei Baxter International und Biogen. Nach seinem Wechsel zu Fresenius übernahm er auch hier zunächst das Geschäft in Nordamerika, wo es ihm gelang, die Marktführerschaft seines neuen Arbeitgebers weiter auszubauen.

Zusammen mit dem ebenfalls neu gewählten Chef der Unternehmenssparte Kabi, Mats Hendriksson, wechselte Powell 2013 auch in den Vorstand des Mutterkonzerns Fresenius, welcher seit 2003 unter der Leitung von Ulf M. Schneider steht.

Ulf M. Schneider: Der Fresenius-Chef

Schneider, 1965 im rheinland-pfälzischen Neuwied geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften in Sankt Gallen sowie Business Administration an der Harvard Business School. Seine internationalen Kenntnisse kamen ihm bereits bei seinem ersten Arbeitgeber zugute. 1989 trat Schneider dem Duisburger Mischkonzern Frank Haniel & Cie. bei, wo er sich über Stationen in Großbritannien und den Vereinigten Staaten bis zum Group Finance Director bei Gehe UK hocharbeiten konnte.

Am 1. November 2001 wechselte Schneider zur Tochter seines heutigen Arbeitgebers. Bei der Fresenius Medical Care AG war er ebenfalls für den Finanzbereich verantwortlich. Schon hier fiel Schneiders Liebe zum Detail auf, seine Berufung zum Vorstandsvorsitzenden der Muttergesellschaft weniger als zwei Jahre später verwunderte da niemanden mehr.

Seit seinem Amtsantritt befindet sich Fresenius im Aufschwung. Als Medizinkonzern größtenteils unabhängig von Finanz- oder Wirtschaftskrisen konnte Fresenius seit 2005 den Marktanteil deutlich ausbauen. Auch finanziell lohnt sich das Engagement von Ulf Schneider für das Unternehmen. Unter seiner Führung stieg der Umsatz um das Dreifache, der Gewinn wurde sogar verachtfacht.

Zwei Fresenius-Konzerne im DAX

Und mit dieser ruhigen Art hat er dem Konzern zu einem weiteren wichtigen Schritt verholfen. Denn kurioserweise war der Mutterkonzern lange Zeit nicht im Deutschen Aktienindex vertreten, die Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care wurde hingegen bereits 1999 in die Reihen der größten Unternehmen Deutschlands hinzugefügt.

Schneider hat dies inzwischen geändert: Seit 2009 ist auch Fresenius im DAX notiert, inzwischen wird der Mutterkonzern auch hier höher gewichtet – einer von vielen Erfolgen Schneiders in seiner bisherigen Amtszeit.

Nun hat er mit Rice jedoch einen ehrgeizigen Konkurrenten im eigenen Haus, der den Vorsprung des Mutterkonzerns gerne wieder umkehren würde. Die Zeit wird zeigen, ob ihm dies gelingt.

12. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.