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Richtig Steuern sparen – mit Immobilien

Die weiterhin schwächelnde Wirtschaftslage hat in den letzten Jahren zu einem Boom am Immobilienmarkt geführt. Und mit diesen können Besitzer richtig Steuern sparen. Die lohnenden Tricks beginnen dabei schon in der Kauf- oder Bauphase.

Zum einen kann es sich in bares Geld auszahlen, wenn statt eines komplett renovierten Objektes eine Immobilie erworben wird, bei der einige Reparaturen anfallen.

Diese können nämlich im Gegensatz zum höheren Kaufpreis nicht über mehrere Jahre verteilt, sondern sofort steuermindernd abgesetzt werden.

Eine Falle existiert jedoch. In den ersten 3 Jahren nach dem Kauf dürfen maximal 15% des Kaufpreises in Renovierungsarbeiten fließen, wenn der volle Steuervorteil gesucht werden soll.

Überschreiten die Kosten jedoch diese Grenze, müssen sie über mehrere Jahre verteilt werden, was deutlich weniger Geld bringt.

Immobilien: Steuersparen durch Disagio-Finanzierung

Steuervorteile im vierstelligen Bereich kann hingegen die so genannten Disagio-Finanzierung bringen. Diese kann bei der Bank beantragt werden, wenn ein hohes Darlehen – beispielsweise für einen Hauskauf – aufgenommen wird.

In diesem Fall zahlt die Bank nicht das komplette Darlehen aus, sondern behält eine Differenz ein, die zur Begleichung der Zinsen genutzt wird. Das Darlehen muss somit komplett, aber nach dieser Disagio-Einbehaltung zinsfrei zurück gezahlt werden. Zinsen aus der Immobilien-Finanzierung können als Werbungskosten bei der Vermietung abgezogen werden. In diesem Fall lohnt sich die gebündelte Staffelung.

Denn eine Disagio-Finanzierung sorgt dafür, dass Steuerzahler im ersten Jahr hohe Zinsen abrechnen und somit hohe Vorteile erhalten. Bei einem Disagio von 10.000€ und einem Steuersatz von 35% würde dies einen Vorteil von 3.500€ bedeuten.

Steuern sparen im laufenden Betrieb

Aber auch im laufenden Betrieb der Immobilien lassen sich Steuern sparen. Renovierungen oder Reparaturen fallen nämlich häufiger an. Mit geschickter Planung lassen sich die Kosten hierbei zusammenlegen und gebündelt als Werbungskosten absetzen.

Denn entscheidend ist bei den Arbeiten nicht die Ausführung, sondern der Zahlungszeitpunkt. Dies bedeutet, dass Steuerzahler mit guten Kontakten zu ihren Handwerkern Reparaturen vielleicht im Dezember ausführen lassen, aber erst im neuen Jahr zahlen können.

Eine vorzeitige Zahlung ist natürlich auch jederzeit möglich. Wichtig ist auf jeden Fall, Kosten in einzelnen Jahren zu bündeln, um möglichst hohe Werbungskosten absetzen zu können.

Sind aktuell keine oder zu wenige Mieter in einer Immobilie und lassen sich daher keine großen Steuervorteile erzielen, können hohe Reparaturkosten jedoch auch aufgeteilt werden, um sich mit Teilsummen in ein ertragreicheres Jahr zu retten.

Immobilien: Minderung der Grundsteuer möglich

In Einzelfällen lässt sich das Finanzamt übrigens auch auf eine Minderung der jährlich anfallenden Grundsteuer ein. Dies funktioniert jedoch nur in Fällen, in denen ein Eigentümer deutliche Ertragsminderung erlitten hat.

Sinkt der Ertrag auf einem bebauten Grundstück beispielsweise um 50%, kann die Grundsteuer ebenfalls um 25% gesenkt werden. Bei einer leerstehenden Immobilie ohne Ertrag, fällt die Grundsteuer hingegen um 50%.

Wichtig dabei ist, dass der Eigentümer an der Ertragsminderung nicht selber schuld sein darf. Nur dann kann er auch mit leerstehenden Immobilien noch Steuern sparen.

8. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.