MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Riester-Förderung: Die wichtigsten Änderungen seit 2012 im Überblick

Seit über einem Jahrzehnt gibt es nun die sogenannte Riester-Rente. Je nach individueller Situation kann man attraktive Zulagen vom Staat erhalten.

Inzwischen gibt es eine Vielzahl an mehr oder minder lohnenswerten Riester-Produkten. Kaum jemand ist in der Lage, alle relevanten Angebote und Konditionen zu überblicken.

Erschwerend kommt hinzu, dass es immer wieder Anpassungen und Veränderungen gibt. Diese können beispielsweise einen großen Einfluss auf Gewährung und Höhe der Zulagen haben.

Riester-Förderung – Mindestbeitrag seit 2012 auch für mittelbar Zulagenberechtigte

Vor dem Jahr 2012 galt: Mittelbar Zulagenberechtige müssen keinen Mindesteigenbeitrag leisten. Dies galt vor allem für Ehegatten, die selbst nicht unmittelbar zulagenberechtigt waren aber durch den Ehepartner in den Genuss der Zulagen kommen konnten.

Das Problem dabei: War beispielsweise ein Hausmann oder eine Hausfrau zeitweise nur mittelbar zulagenberechtigt, änderte sich dies, sobald ein Eintritt in die Kindererziehungszeit erfolgte.

Kindererziehende sind unmittelbar zulagenberechtigt und mussten ab diesem Zeitpunkt den Mindesteigenbeitrag leisten. Problematisch war das für diejenigen, denen das nicht bekannt war.

So wurden Zulagen vom Staat vielfach nicht gewährt oder zurückgefordert, weil der Mindestbeitrag nicht geleistet wurde. Seit 2012 muss nun jeder diesen Beitrag leisten, also auch mittelbar Zulagenberechtigte.

Riester-Förderung auch für Pflegezusatzversicherungen

Ein Grund für die Einführung der Riester-Rente war auch, neue Anreize zu schaffen, privat für das Alter vorzusorgen, um damit den Folgen der alternden Bevölkerung entgegenzuwirken.

Ähnlich verhält es sich mit der Riester-Förderung, die 2012 für Pflegezusatzversicherungen beschlossen wurde. Ziel ist es, der prognostizierten steigenden Zahl an Pflegebedürftigen durch private Vorsorge zu begegnen.

Einem Versicherungsnehmer soll ein Zuschuss in Höhe von 5 Euro pro Monat gewährt werden.

Der Versicherte selbst soll mindestens 10 Euro monatlich selbst in diese Versicherung einzahlen, um den Zuschuss zu bekommen. Abschließen können eine solche Versicherung sowohl gesetzlich als auch privat Krankenversicherte.

Was diese Förderung besonders interessant macht: Die Versicherungsunternehmen dürfen keine Bewerber ablehnen. Unabhängig von Alter und möglichen Gesundheitsrisiken müssen die Verträge angeboten werden.

Auch dürfen die Versicherer weder eine Gesundheitsprüfung verlangen noch Leistungen ausschließen oder Risiko-Zuschläge erheben.

Riester-Förderung: Kriterien unbedingt beachten

Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass die Versicherungsverträge gewisse Kriterien erfüllen müssen, um als förderfähig zu gelten.

Außerdem kann eine Versicherungsleistung erst in Anspruch genommen werden, wenn zwischen Vertragsabschluss und Versicherungsfall mindestens 5 Jahre liegen.

Dennoch kann eine private Pflegeversicherung als Ergänzung zu der gesetzlichen Versicherung durchaus sinnvoll sein.

Es gab seit 2012 also einige Veränderung in Sachen Riester-Förderung. Wer von den staatlichen Zulagen profitieren kann, sollte sich zumindest gut über die verschiedenen Modelle informieren.

30. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.