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Riester-Förderung: Kind erhöht Zulage deutlich

Seit einigen Jahren ist der Begriff der Riester-Rente in aller Munde. Er versinnbildlicht den Wandel von der rein staatlichen Altersvorsorge zu verstärkter privater Vorsorge.

Der Hintergrund dieses Wandels liegt auf der Hand: Die Bevölkerung in Deutschland altert immer mehr und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die finanzielle Belastung für die Beitragszahler nur noch schwer zu stemmen sein wird.

Aus diesem Grunde wurde durch das Altersvermögensgesetz aus 2002 die staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge eingeführt. Die private Altersvorsorge stellt dabei neben der gesetzlichen Rente sowie der betrieblichen Rente die dritte Säule der Altersvorsorge dar.

Der Markt bietet eine große Auswahl an Produkten an, die je nach individueller Situation mehr oder weniger sinnvoll sind. Einen großen Anteil haben mittlerweile die Riester-Produkte. Das liegt daran, dass die staatlichen Förderungen und Zulagen mitunter attraktiv sein können.

Was viele Menschen nicht wissen: Gerade für kinderreiche Familien gibt es eine lohnende Riester-Förderung: Kind für Kind erhöhen sich die Zulagen um bis zu 300 Euro jährlich.

Riester-Förderung: Kind erhöht Zulagen um bis zu 300 Euro

Ein Eckpfeiler der Riester-Förderung sind die Altersvorsorgezulagen, die sich in den vergangenen Jahren häufig verändert haben. Zu den Altersvorsorgezulagen zählen zum einen die sogenannte Grundzulage für den Vertrags-Inhaber, zum anderen die jährliche Kinderzulage.

Als die Riester-Rente 2002 eingeführt wurde, betrug die jährliche Grundzulage noch 38 Euro pro Person. Dieser Betrag wurde Schritt für Schritt erhöht und beläuft sich seit 2008 auf 154 Euro pro Person.

Nicht minder interessant ist jedoch die Kinderzulage. Betrug diese 2002 noch 46 Euro, so liegt sie seit 2008 bei 185 Euro. Dieser Betrag bezieht sich auf jedes kindergeldberechtigte Kind.

Seit 2008 gilt auch: Für Kinder, die nach dem 31.12.2007 geboren wurden, werden pro Kind sogar 300 Euro pro Jahr vom Staat zugelegt.

Um in den Genuss dieser attraktiven Zulagen zu kommen, müssen sie jedoch beantragt werden. Nur wer den Mindesteigenbeitrag in den Sparvertrag leistet, erhält die vollen Zulagen der Riester-Förderung.

Riester-Förderung: Kind muss kindergeldberechtigt sein

Natürlich gibt es Bedingungen für die Riester-Förderung: Das Kind muss in dem betreffenden Jahr mindestens einen Monat lang einen Kindergeldanspruch gehabt haben.

Unbedingt zu beachten ist auch, an wen die Kinderzulage ausgezahlt wird. Leider wird die Zulage nämlich für jedes Kind nur einmal fällig, auch wenn beide Elternteile einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben.

Die Kinderzulage wird nicht automatisch an den Bezieher des Kindergeldes ausgezahlt sondern zunächst grundsätzlich an die Kindesmutter. Nur auf Antrag und mit Zustimmung beider Elternteile ist es möglich, dass der Vater die Kinderzulage ausgezahlt bekommt.

Als Besonderheit ist zu beachten, dass bei dauerhaft getrennt lebenden Eltern dem Elternteil die Kinderzulage zusteht, der unbeschränkt steuerpflichtig ist und das Kindergeld erhält.

Sollte der Bezieher des Kindergeldes in einem Kalenderjahr wechseln, so erhält derjenige die Kinderzulage, der zu Jahresbeginn das Kindergeld bezog.

Gerade bei kinderreichen Familien lohnt sich also ein genauer Blick und eine Berechnung der möglichen Riester-Förderung – pro Kind bis zu 300 Euro jährlich sind ein gutes Argument.

24. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.