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Riester: Das sind die Auswirkungen einer Gehaltserhöhung

Wer freut sich nicht über eine ordentliche Gehalterhöhung? Was aber für den unmittelbaren Geldbeutel wohltuend ist, kann für die Altersvorsorge auf lange Sicht Auswirkungen haben.

Riester: Gehaltserhöhung kann Fördergeld verringern

Wer zum Beispiel eine Riester-Vorsorge in Anspruch nimmt, muss bei einer Gehalterhöhung einige wichtige Dinge beachten.

Bei einem Riestervertrag bekommen Sie bis zu 154 € pro Jahr als Grundzulage, zuzüglich bis zu 185 € als Extrazulage pro Kind. Maximal können pro Jahr 2.100 € Einzahlung staatlich gefördert werden.

Die höchstmöglichen Zulagen stehen Ihnen allerdings nur dann zu, wenn der Eigenbetrag der geforderten Höhe des Zahlbetrags entspricht. Ändert sich die Bemessungsgrundlage, wie zum Beispiel durch eine Gehaltserhöhung, hat dies die Kürzung von Fördergeldern zur Folge.

Riester-Vorsorge: Rechenbeispiel

Um die oben genannten Höchstsatze von 154 € plus eventuell 185 € pro Kind als Förderzulage zu erhalten, müssen Sie 4% des rentenversicherungspflichtigen Einkommens in Ihren Vertrag einzahlen.

Bei einem Jahreseinkommen von 50.000 € wären dies also 2.000 € pro Jahr. Dieser Betrag kann nun durch die Grundzulagen geändert werden. Ein Riester-Sparer mit einem Kind erhält demnach 339 € Zulage, die er davon abziehen kann. Sein Zahlbetrag ist nun also effektiv nur noch 1.661 € im Jahr.

Sind Sie nun aber in den Genuss einer Gehaltserhöhung gekommen, sagen wir um insgesamt 2 Prozent, dann ändert sich dieser Betrag abermals. 2 % Gehaltserhöhung auf vorher 50.000 € sind nun also 51.000 € Gehalt pro Jahr. Der Riester-Eigenbetrag steigt damit auf 2.040 €.

Die gültigen Grundzulagen bleiben natürlich gleich, aber Sie müssten in diesem Beispiel ihren Eigenbeitrag um 40 € erhöhen, um überhaupt die vollen Zulagen zu erhalten.

Tipp: Riester-Rate immer anpassen

Den Verlust von Zulagen können Sie aber ganz einfach vermeiden: Passen Sie im Falle einer Gehalterhöhung ihren Eigenbetrag an die neue Einkommenssituation an. Ab einem Höchstsatz von 4.100 € an Sparraten brauchen Sie keine Anpassung mehr vorzunehmen.

Dann erhalten Sie – unabhängig von Ihrem rentenversicherungspflichtigen Einkommen – die Höchstzulagen auf jeden Fall. Voraussetzung dafür ist lediglich, dass sie den entsprechenden Antrag bei Ihrem Riester-Anbieter auch gestellt haben. Dann kann nichts mehr schiefgehen.

Übrigens: Riester-Beiträge bis 2.100 Euro sind als Sonderausgaben von der Steuer absetzbar. Fällt die Steuererstattung höher aus als die erhaltene Zulage, schreibt das Finanzamt die Differenz gut.

Falsch ist allerdings die Annahme vieler Sparer, dass sie keinen zusätzlichen Zulagenantrag stellen müssten. Nur wer das tut, profitiert gleichzeitig auch vom Steuerbonus.

5. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.