MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Riester-Rente: Ausland und Riester mögen sich nicht

Viele Arbeitnehmer profitieren zwar von der Riester-Rente, doch Ausnahmen bestätigen die Regel:

Wer mit dem Gedanken spielt, seine goldenen Jahren im Ausland zu verbringen, sollte sich den Abschluss eines Riester-Vertrags lieber zweimal überlegen.

Denn bei einem Alterswohnsitz im Ausland wird die gesamte Riester-Rente zurückgefordert – und zwar mitsamt der steuerlichen Vergünstigungen.

Bei Alterswohnsitz im Ausland gehen Zulagen und Steuervorteile verloren

Bevor die Riester-Rente ausgezahlt wird, nimmt der Staat solange Abschläge in Höhe von 15 Prozent der monatlichen Riester-Rente vor, bis die gesamte Forderung wieder in seine Kasse zurückgeflossen ist.

Dazu kommt noch, dass unter Umständen auch noch Steuern auf die verbliebene Riester-Rente am neuen Wohnsitz fällig werden. Dies ist jedoch abhängig  von dem Land, das als Alterswohnsitz auserkoren wurde.

Keine Rückzahlung der Zulagen bei Hauptwohnsitz in Deutschland

Wenn Sie sich hingegen im Alter lediglich eine Ferienwohnung im Ausland gönnen und Deutschland ihr Hauptwohnsitz bleibt, dann bleibt auch die Förderung für die Riester-Rente erhalten.

Keine Gedanken müssen Sie sich außerdem machen, wenn Sie beispielsweise aus beruflichen Gründen Ihren Wohnsitz zeitweise ins Ausland verlagern, während Sie noch in die Riester-Rente einzahlen:

Sie können in diesem Zeitraum zwar nicht von den Steuervergünstigungen profitieren. Die staatliche Zulage zur Riester-Rente erhalten Sie aber dennoch.

27 Prozent der Riester-Sparer stellen übrigens keinen Antrag auf staatliche Förderung – hier erfahren Sie mehr:

  • Riester-Rente: Zulagen keinesfalls verschenken

Falls Sie sich bereits sicher sind, dass es Sie im Alter an einen sonnigeren Ort zieht und Sie Deutschland als Hauptwohnsitz den Rücken kehren, dann sollten Sie eine andere Altersvorsorge als die Riester-Rente wählen.

Riester: Die zusätzliche Rente von Vater Staat

Wer riestert, bekommt für seine private Altersvorsorge einen zusätzlichen Bonus vom Staat. Und unter Umständen springt noch ein Steuervorteil für den Riestersparer heraus.

In den Medien hört oder liest man immer wieder von der Riesterrente.

Aber die wenigsten wissen, was es mit der Riesterrente auf sich hat. Riester-Produkte gelten als kompliziert, so dass viele interessierte Sparer die Finger davon lassen. Das ist sehr schade. Denn gerade Menschen mit kleinem Geldbeutel können von der Riesterrente profitieren.

Riesterrente: Zuschuss gibt’s vom Staat

Wer einen Vertrag für eine Riesterente abschließt, kann mit jährlichen Zulagen rechnen. Dazu gibt es zusätzliches Geld für jedes Kind, für das der Riester-Sparer Kindergeld erhält. Für Kinder, die nach dem 31.12.2007 geboren wurden, springt noch einmal eine einmalige Riesterzulage von 300 Euro heraus.

Freuen können sich auch junge Riester-Sparer, die ihr 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Wenn Sie einen Vertrag für eine Riesterrente abschließen, winkt bei Abschluss zusätzlich eine einmalige Zulage von 200 Euro.

Riesterrente Jahr für Jahr neu beantragen

Die Riester-Zulage muss jedes Jahr neu beantragt werden. Meist kümmert sich der Versicherer, bei dem die Riesterrente abgeschlossen wurde, darum. Allerdings muss er dazu schriftlich bevollmächtigt worden sein.

Sobald Änderungen eintreten, die Einfluss auf den Anspruch der Riester-Zulagen haben, wie z.B. die Geburt von Kindern, muss der Rieser-Sparer das dem Anbieter unverzüglich mitteilen. Ansonsten können ihm dadurch die Riester-Zulagen verloren gehen.

Steuervorteile für Riester-Sparer

Wer gut verdient, kann die Sparbeiträge für seine Riesterrente auch steuerlich geltend machen. Dadurch spart er dank Riester gleich doppelt.

Wird der Vertrag für die Riester-Rente vor dem Ende der Laufzeit gekündigt, muss der Riester-Sparer die Zulagen und die Steuervorteile zurückbezahlen. Außerdem kann es gegebenenfalls dazu kommen, dass der Riester-Sparer für die Zinsen, die der Riester-Vertrag eingebracht hat, Steuern bezahlen muss. Der Gesetzgeber spricht hier von einer „schädlichen Verwendung“.

2. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Bernd Frank
Von: Bernd Frank. Über den Autor

Bernd Frank hat sein finanzwirtschaftlichen Hintergrund beim Handelsblatt und der Nachrichtenagentur Reuters über lange Jahre ausgebaut und vertieft und vermittelt heute komplexe Sachverhalte aus der Finanzwelt für die Leser von GeVestor.