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Riester-Rente kündigen: Möglichkeiten und Alternativen

Die Riester-Rente ist eine durch Zulagen und Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten staatlich geförderte, privat finanzierte Rente.

Für eine vierköpfige Familie verspricht die Riester-Rente einen jährlichen Förderbeitrag vom Staat von momentan 678 €. Ledige können mit einem Betrag von 154 € rechnen, Verheiratete erhalten 308 € im Jahr.

Riester-Rente kündigen: Formlose Kündigung genügt

Wenn Sie Ihre bestehende Riester-Rente kündigen möchte, reicht es aus, dem jeweiligen Anbieter eine formlose Kündigung zukommen zu lassen. Diese muss keine Angabe von Gründen enthalten, sondern lediglich den Wunsch ausdrücken, das Guthaben ausbezahlt zu bekommen.

Jedoch sollte Ihnen klar sein, dass Sie im Fall einer endgültigen Kündigung des Riester-Vertrages verpflichtet sind, die Zulagen und Steuervorteile zurück zu zahlen. Demnach ist es möglich, dass ein Großteil des Vertragsguthabens nicht verfügbar ist.

Kündigung des Riester-Vertrags: Hier müssen Sie mit Verlusten rechnen

Die Kündigung der Riester-Rente ist häufig mit Verlusten verbunden und fällt finanziell in der Regel zu Ihrem Nachteil aus. Der Grund dafür sind die Abschlusskosten, welche für die gesamte Laufzeit des Riester-Vertrags innerhalb der ersten fünf Jahre aus dem Guthaben entnommen werden.

Zusätzlich müssen Sie im Anschluss an die Kündigung Zulagen und Steuervergünstigungen zurückzahlen.

Gründe zur Kündigung der Riester-Rente: Beachten Sie auch die Alternativen

Meist sind es zwei Gründe, die zur Kündigung eines Riester-Vertrags führen:

  • die Beiträge können nicht mehr gezahlt werden
  • es herrscht Unzufriedenheit mit den Vertragskonditionen

Es gibt jedoch auch Alternativen zur Kündigung der Riester-Rente, welche Sie in Betracht ziehen sollten, um Ihren finanziellen Nachteil möglichst gering zu halten.

Den Riester-Beitrag aus- oder herabsetzen

Wenn Sie die Beiträge Ihres Riester-Vertrages nicht mehr bestreiten können, gibt es in der Regel die Möglichkeit, den Geldbetrag herabzusetzen. Erkundigen Sie sich außerdem bei Ihrem Anbieter, ob es zulässig ist, den Vertrag für eine Zeit lang auf Eis zu legen. Dies sollte in der Regel kein Problem darstellen und Sie haben die Möglichkeit ihn zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzunehmen.

Zusätzlich können Sie den Riester-Vertrag beitragsfrei stellen. Ihr Guthaben bleibt bei dieser Variante bis zum vereinbarten Ablauf des Vertrags auf Ihrem Riester-Konto vorhanden.

Allerdings müssen Sie keine weiteren Beiträge zahlen, erhalten aber ab dem Zeitpunkt der Beitragsfreistellung auch keine staatliche Förderung mehr. Im Gegensatz zu einer Kündigung Ihres Riester-Vertrags haben Sie bei diesen Alternativen den Vorteil, bereits erhaltene Zuschüsse nicht zurückzahlen zu müssen.

Mit dem Riester-Vertrag unzufrieden? Anbieterwechsel statt Kündigung

Sind Sie mit Ihrem Riester-Anbieter nicht mehr zufrieden, haben Sie die Möglichkeit ihn zu wechseln. Hierbei wird das bereits erwirtschaftete Vertragsguthaben auf den neuen Anbieter übertragen.

Außerdem bleiben Ihnen bisher erhaltene Zulagen und Steuervorteile erhalten.

Allerdings sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass bei dem neuen Anbieter wiederum die Abschlusskosten fällig sind.

Aus diesem Grund ist ein solcher Wechsel in der Regel nur dann ratsam, wenn der neue Vertrag erhebliche Vorteile bietet, da der alte Anbieter zusätzlich eine Wechselgebühr in Rechnung stellt. Diese liegt meist zwischen 50 und 100 €.

6. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.