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Riester-Rente: Vorteile und Nachteile

In einem früheren Beitrag habe ich bereits die Vor- und Nachteile der Rürup-Rente aufgeführt.

In diesem Artikel geht es nun um die Vor- und Nachteile der Riester-Rente:

Vorteile einer Riester-Rente

  • Was die Riester-Rente für viele Vorsorge-Sparer so attraktiv macht, sind die staatlichen Zuschüsse: Jedes Jahr gewährt Ihnen der Staat zu Ihren Einzahlungen einen Zuschuss in Höhe von 154 € (Grundzulage). Für jedes ab 2008 geborene Kind erhalten Sie nochmals jeweils 300 € pro Jahr, für jedes vor 2008 geborene Kind sind es 186 €. Im Laufe der Jahrzehnte kommt so – gerade bei mehreren Kindern – eine geschenkte Summe im 5-stelligen Bereich zusammen. Außerdem können die Beiträge von der Steuer abgesetzt werden, falls die Steuervorteile die Zulagen übersteigen.
  • Und dabei sind Ihnen Ihre Einzahlungen sowie die staatlichen Zulagen bei Rentenbeginn sicher. Das bedeutet: Haben Sie das Geld beispielsweise in einen Riester-Fondssparplan angelegt, können Sie damit keine Verluste machen. Selbst wenn es mit den Kursen zwischenzeitlich einmal runter gehen sollte, wird Ihnen alles bei Rentenbeginn wieder gutgeschrieben. Die Garantie auf Ihre Einzahlungen macht Riester-Fondssparen besonders attraktiv. Hier können Sie die hohen Chancen des Aktienmarktes nutzen, ohne die höheren Risiken einzugehen.
  • Im Vergleich zur Rürup-Rente bietet Ihnen Riester eine höhere Flexibilität: So können Sie sich bei Rentenbeginn bis zu 30% der angesparten Summe auf einen Schlag auszahlen lassen. Außerdem können Sie vor Rentenbeginn einen Teil des Geldes entnehmen, um eine Immobilie zu finanzieren oder barrierefrei umzubauen.
  • Ein Riester-Vertrag ist während der Einzahlungs-Phase außerdem pfändungssicher. Falls Sie einmal überschuldet sein sollten, haben die Gläubiger darauf keinen Zugriff.

Nachteile einer Riester-Rente:

  • Der Kreis der Berechtigten für die staatlichen Zulagen ist zwar recht groß, aber längst nicht jeder kommt in den Genuss. Selbstständigen bleibt der Zugang i. d. R. verwehrt.
  • Falls Sie aus irgendwelchen Gründen Ihren Riester-Vertrag vorzeitig auflösen (müssen), verlieren Sie den Anspruch auf die Zulagen und Steuervorteile. Diese müssen Sie dann zurückzahlen.
  • Ein Vererben von Riester-Verträgen ist nur sehr eingeschränkt möglich. Lediglich der Ehepartner kann Riester-Vermögen erben – aber nur, wenn er einen eigenen Riester-Vertrag besitzt und sich noch nicht in der Auszahl-Phase befindet.
  • Die Beantragung von Zulagen ist mit Bürokratie verbunden. Mit einem Dauerzulagen-Antrag können Sie diesen Aufwand zwar reduzieren, müssen jedoch Änderungen bei Ihrem Einkommen immer der Zulagenstelle melden.

Fazit: Für viele Menschen ein sinnvoller Baustein zur Altersvorsorge

Für die meisten Menschen lohnt es sich – dank Zulagen sowie der Garantie der Einzahlungen zu Rentenbeginn – eine Riester-Rente abzuschließen.

V. a. Familien und Alleinerziehende mit Kindern profitieren überproportional. Und bei Geringverdienern fällt der Anteil der staatlichen Förderung i. d. R. ebenfalls hoch aus.

Bei Gutverdienern ohne Kinder spielen die Zulagen eher eine geringe Rolle. Sollten Sie zu diesem Kreis gehören, profitieren sie aber von dem Steuervorteil.

Wie hoch diese ausfällt, sollten Sie vor Abschluss eines Vertrags mit Ihrem Steuerberater klären.

Falls Ihnen die Steuerersparnis zu gering ausfällt, sind ein privater Fondssparplan oder auch eine Rürup-Rente (bei hohen Steuersätzen) sinnvolle Alternativen zu Riester.

16. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.