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Riesterförderung Beamte: Vorteile gelten auch für das Beamtentum

Der demografische Wandel scheint unaufhaltsam. Vor dem Hintergrund der alternden Bevölkerung und der wachsenden Sorge vor Altersarmut entschließen sich immer mehr Menschen dazu, privat vorzusorgen.

Im Jahr 2002 trat die Riester-Rente als staatliche Förderung für die private Altersvorsorge in Kraft. Namensgeber war der damalige Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung Walter Riester.

Unklarheit herrscht vielfach darüber, welche Personenkreise von den Vorzügen der Riester-Rente profitieren dürfen. Dabei ist klar geregelt, wer Anspruch auf die staatliche Förderung hat. Wie steht es um die Riesterförderung für Beamte?

Riesterförderung für Beamte – so ist sie aufgebaut

Das Versorgungsänderungsgesetz 2001 sieht vor, dass auch aktive Empfänger von Besoldung Anspruch auf die staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge haben.

Im Grundsatz ähnelt der Aufbau der Riesterförderung für Beamte stark der Riesterförderung für rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer.

So gibt es auch für Beamte eine jährliche Grundzulage (Stand 2016: 154 Euro) sowie Zulagen für jedes kindergeldberechtigte Kind. Die Kinderzulage beträgt im Jahr 2016 185 Euro bzw. für ab 2008 geborene Kinder sogar 300 Euro.

Die volle Zulage erhalten Beamte jedoch nur, wenn sie einen Mindesteigenbeitrag leisten. Dieser beträgt 4% der im Vorjahr bezogenen Besoldung. Mindestens muss der Eigenbeitrag 60 Euro betragen, während die Obergrenze bei 2.100 Euro liegt.

Besonderheiten der Riesterförderung für Beamte

Beamte müssen jedoch auch einige Besonderheiten bei der Riesterförderung beachten. So ist es beispielsweise in aller Regel für Beamte nicht möglich, eine betriebliche Altersvorsorge in Anspruch zu nehmen. Zu beachten sind außerdem die zuständigen Stellen, welche über die Gewährung der Zulagen entscheiden.

Ansprechpartner ist hier die Deutsche Rentenversicherung Bund, nicht etwa das jeweilige Landesamt für Besoldung und Versorgung oder die jeweils zuständige Behörde für die Auszahlung von Dienstbezügen.

Zudem sind nur zertifizierte Altersvorsorgeverträge förderfähig. Dies liegt in der Zuständigkeit der Zertifizierungsstelle der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Vor allem ist wichtig, dass ein Datenaustausch zwischen der ZfA, der Zentralen Zulagenstelle für Altersbezüge, und dem jeweiligen Dienstherrn bzw. der Besoldungsstelle erfolgen muss.

Riesterrente Beamte: Zulagennummer und Einverständniserklärung nötig

Grundsätzlich müssen Beamte, die keine Sozialversicherungsnummer haben, eine sogenannte Zulagennummer beantragen, um überhaupt bei der Zulagenstelle geführt werden zu können.

Der Hintergrund ist der, dass bei vielen Beamten die Altersversorgung mit Hilfe der Besoldungs- oder Personalnummer geregelt wird.

Zudem muss eine Einverständniserklärung abgegeben werden, die in der Regel vom jeweiligen Dienstherrn oder der Besoldungsstelle als Formular bereitgehalten wird.

Damit wird zugestimmt, dass der notwendige Datentransfer bezüglich Besoldung und auch Kindergeld zwischen Besoldungsstelle/ Dienstherrn und der Zulagenstelle stattfinden darf.

Erst wenn diese Voraussetzungen fristgerecht erfüllt werden, kann man in den Genuss aller Vorteile der Riesterförderung für Beamte gelangen. Beachten Sie jedoch: Nicht immer und auch nicht für jeden ist die Riester-Rente lohnenswert.

3. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.