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Risiko der Selbstständigkeit: Mit der richtigen Planung zum Erfolg

Der Schritt in die Selbstständigkeit kann der Beginn einer spannenden und erfolgreichen Zukunft sein. Neben den vielen Vorteilen der Selbstständigkeit sollten aber auch die Risiken nicht außer Acht gelassen werden. Denn das Risiko gehört zur Selbstständigkeit wie das regelmäßige Einkommen zum Angestelltenverhältnis.

Wer die Risiken von Anfang an kennt, hat es leichter mit Anlaufschwierigkeiten und Durststrecken umgehen zu können und ist langfristig besser auf Erfolg gepolt.

Durststrecken am Anfang normal

Jeder Selbstständige, muss am Anfang damit rechnen, dass die Umsätze unregelmäßig sind und es auch einmal Durststrecken gibt.  Das ist völlig normal, denn es braucht Zeit, bis Sie am Markt bekannt sind und sich ein Reputationseffekt einstellt. Das Risiko, in der Startphase aufzugeben, ist groß, auch wenn der Selbstständigkeit ein grundsätzlich funktionierendes Geschäftsmodell zugrunde liegt.

Hier ist Durchhaltevermögen gefragt. Sichern Sie sich den notwendigen Rückhalt in Ihrem Familien- und Bekanntenkreis. Sprechen Sie mit anderen Selbstständigen, die einmal in einer ähnlichen Situation waren wie Sie. Sie werden den emotionalen Beistand benötigen und zu schätzen wissen.

Die richtige Preissetzung ist entscheidend

Als Arbeitnehmer bekommt man regelmäßig ein Gehalt, hat geregelte Arbeitszeiten und bezahlten Urlaub. Das ist als Selbständiger anders. Sie tragen das gesamte Risiko Ihres Tun und Handelns und müssen Ihr Brot selbst verdienen. Kalkulieren Sie diesen Umstand in Ihre Honorare mit ein.

Seien Sie sich bewusst darüber, dass Sie Urlaub uns Krankheit selbst auffangen müssen. Beachten Sie auch, dass Sie Zeit in Kundenakquise investieren müssen, die Ihnen nicht vergütet wird. Berechnen Sie daher ein faires Honorar / einen fairen Preis für Ihre Dienstleistung, der Ihnen einen Gewinn erwirtschaftet, aber Ihr Produkt/Dienstleistung am Markt langfristig attraktiv macht.

Für persönliche und betriebliche Absicherung sorgen

Was zuvor der Arbeitgeber an Sozialabgaben geleistet hat, müssen Sie als Selbstständiger nun vollständig selbst übernehmen. Selbstständige müssen sich selbst kranken-, unfall- und rentenversichern. Da Selbstständige generell flexibler bei der Wahl ihrer persönlichen Absicherung sind, besteht das Risiko der Unterversicherung.

Um monatlich Geld zu sparen, wird beispielsweise die  Altersvorsorge auf die lange Bank geschoben. Auch eine fehlende Betriebshaftpflicht und Rechtsschutzversicherung können ein finanzielles Risiko für ein junges Unternehmen darstellen.

Finanzierung abklären

Eines der Hauptrisiken für das Scheitern einer Selbständigkeit sind Finanzierungsschwierigkeiten aufgrund mangelnder Finanzplanung. Auch kleinere Verbindlichkeiten und der Wegfall eines einzigen Kunden können ein kleines Unternehmen aus der Bahn werfen oder den Lebensunterhalt des Selbstständigen gefährden. Eine zuverlässige Liquiditätsplanung verringert das Risiko, an kleineren Rückschlägen zu scheitern.

Gewisse Risikobereitschaft für Selbstständige ein Muss

Nicht jeder ist für eine Selbstständigkeit gemacht. Auch wenn die Risiken vielfältig sind, können Sie diesen durch gute Planung und Absicherung entgegenwirken. Eine gewisse Risikobereitschaft ist jedoch eine Grundvoraussetzung jeder Selbstständigkeit. Vergessen Sie nicht, die enormen Chancen, die eine Selbstständigkeit bietet: Geht alles gut, so genießen Sie persönliche und finanzielle Freiheit und sind Ihr eigener Chef.

19. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Nina Tack
Von: Nina Tack. Über den Autor

Nina Tack ist Volkswirtin und beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit den Themen Wirtschaft und Finanzen.