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Diese Risikoarten sollten Sie als Anleger kennen

Generell kann man zwischen zwei verschiedenen Arten von Risiko unterscheiden – dem systematischen Risiko und dem unsystematischen Risiko. Ein systematisches Risiko geht man bei den meisten Anlagen ein. Beispielsweise könnte ein bedeutendes politisches Ereignis mehrere Anlagen in Ihrem Portfolio beeinflussen. Es ist fast unmöglich, sich vor diesem Risiko zu schützen.

Das unsystematische Risiko wird auch „spezifisches Risiko“ genannt. Diese Art von Risiko beeinflusst nur wenige Anlagen. Ein Beispiel dafür sind schlechte Nachrichten, die sich negativ auf die Aktie einer ganz bestimmten Firma auswirken – wie etwa ein plötzlicher Streik.

Risikostreuung ist der einzige Weg, sich vor diesem Risiko zu schützen. Es gibt zahlreiche spezielle Risikoformen, die besonders auf Aktien und Anlagen zutreffen.

Kredit- oder Ausfallrisiko

Das Kreditrisiko (bzw. Ausfallrisiko) ist das Risiko, dass ein Unternehmen oder eine Privatperson nicht in der Lage sein wird, finanziellen Forderungen nachzukommen oder die Zinsen, die mit diesen Forderungen verbunden sind, zu zahlen. Diese Risikoart betrifft besonders Anleger, die Anleihen in ihrem Portfolio haben.

Staatsanleihen und insbesondere Bundesanleihen bringen das geringste Ausfallrisiko und die niedrigsten Erträge, während Unternehmensanleihen tendenziell das höchste Ausfallrisiko tragen, aber auch eine hohe Rendite mit sich bringen. Anleihen mit geringem Ausfallrisiko sind im Allgemeinen sichere Investitionen, während Anleihen mit hohem Risiko als Schrottanleihen gelten.


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Ratingagenturen wie Moody’s stufen die Kreditwürdigkeit von Ländern und somit auch die Anlagesicherheit von Staatsanleihen regelmäßig neu ein, sodass Anleger besser abschätzen können, welches Risiko sie eingehen.

Länderrisiko: Das länderspezifische Ausfallrisiko

Das Länderrisiko steht für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Land nicht in der Lage sein wird, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzugehen. Wenn ein Land seine Schulden nicht bezahlt, so wirkt sich das nicht nur negativ auf alle von diesem Land ausgehenden Finanzinstrumente aus, sondern auch auf die Finanzmärkte aller anderen Länder, mit denen das betreffende Land eine enge Beziehung pflegt.

Das Länderrisiko betrifft Aktien, Anleihen, Investmentfonds, Optionen und Termingeschäfte (Futures), die von einem bestimmten Land ausgehen. Diese Art von Risiko ist am häufigsten bei Schwellenländern anzutreffen und spielt nicht zuletzt eine sehr wichtige Rolle bei Ländern, deren Staatskasse tief im Minus steht.

Risiko und Streuung: Das Wechselkurs-Risiko

Wenn Sie in Länder außerhalb der Eurozone investieren, müssen Sie damit rechnen, dass die aktuellen Wechselkurse den Preis der Anlageprodukte beeinflussen. Das Wechselkursrisiko betrifft alle Finanzinstrumente, die nicht mit Ihrer Heimatwährung arbeiten.

Wenn Sie zum Beispiel in Deutschland leben und mit US-Dollar in amerikanische Aktien investieren, dann können Sie selbst dann, wenn Ihre Aktien steigen, Verluste machen, falls der Dollar zur Zeit Ihrer Investition schwächer ist als der Euro.

Zinsänderungs- und politisches Risiko

Das Zinsänderungsrisiko ist, wie der Name schon sagt, das Risiko, dass sich der Wert einer Anlage infolge der Änderung eines Zinssatzes vermindert. Dieses Risiko betrifft Anleihen häufiger als Aktien.

Das politische Risiko ist das finanzielle Risiko, das mit plötzlichen Änderungen in der Politik eines Landes einhergeht. Es ist der Hauptgrund dafür, dass Entwicklungsländer relativ wenige ausländische Investoren haben.

Das Marktrisiko alias die Volatilität

Dies ist die häufigste Risikoart. Das Marktrisiko wird auch „Volatilität“ genannt und steht für die alltäglichen Schwankungen der Aktienkurse. Volatilität betrifft hauptsächlich Aktien und Optionen. Die Kursschwankungen geben nicht an, in welche Richtung sich der Aktienmarkt entwickelt. Sie sind vielmehr die direkte Konsequenz von bestimmten vorhergehenden Entwicklungen des Marktes.

So gesehen ist  die Volatilität ein guter Risiko-Indikator, weil sie das „Temperament“ oder Verhalten einer Aktie beschreibt. Man kann jedoch aus dem Marktrisiko nicht die Gründe für dieses Verhalten ableiten. Da die Schwankungen des Marktes ein Grund dafür sind, dass man am Aktienmarkt überhaupt Geld verdienen kann, ist Volatilität wichtig für die Rendite.

Je instabiler der Aktienkurs ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Aktie demnächst eine dramatische Entwicklung in eine bestimmte Richtung durchmachen wird. Wie Sie sehen, hat man als Anleger auf dem Aktienmarkt viele verschiedene Risiken zu berücksichtigen und einzukalkulieren.

30. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.